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Mischung aus Bücherei, Volkshochschule und Zwischenbau

Feldkirchen: Gemeinderat bringt Ensemble für neue Ortsmitte auf den Weg

Der Feldkirchener Dorfplatz wird in den nächsten Jahren umgestaltet. Merk
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Der Feldkirchener Dorfplatz wird in den nächsten Jahren umgestaltet. Merk
  • VonManfred Merk
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Der geplante Anbau an das denkmalgeschützte Petzinger-Haus auf dem Dorfplatz in Feldkirchen bleibt umstritten. Trotzdem stimmte der Feldkirchen-Westerhamer Gemeinderat jetzt mit 19:5 Stimmen für die Pläne, die ein Ensemble aus saniertem Bestand, Neubau und modernem Zwischenbau vorsehen.

Feldkirchen-Westerham – An dem vor mittlerweile zweieinhalb Jahren gefassten Beschluss des Feldkirchen-Westerhamer Gemeinderates, die in diesem Haus eingerichtete Gemeinde-Bücherei zu erweitern, hat sich grundsätzlich nichts geändert. Geblieben aber sind die unterschiedlichen Ansichten, in welchem Umfang dieses Vorhaben angegangen werden soll. Vor allem der mit der Erweiterung einhergehende Umbau des Dorfplatzes entzweit den Gemeinderat.

Spielplatz gerät in den Schatten

Ein Ensemble aus denkmalgeschütztem Petzinger-Haus, Neubau und modernem Verbindungsbau soll entstehen.

„Ich bin ganz eindeutig für eine sinnvolle Erweiterung der Bücherei, aber genauso klar gegen den angrenzenden Neubau in dieser Größe“, sagt Elisabeth Spielmann (Grüne). Ihre Begründung: „Viele Jahre haben wir auf diesen schönen Spielplatz am nördlichen Dorfplatz warten müssen, und jetzt würden wir ihn buchstäblich in den Schatten stellen“, sagt die Feldollingerin.

Ihr Fraktionskollege Thomas Henties befürchtet, dass am Dorfplatz Parkplätze angelegt werden könnten. Bürgermeister Hans Schaberl (parteilos) hat das aber verbindlich ausgeschlossen.

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Auch die Mitglieder der CSU-Fraktion sind bei diesem Projekt geteilter Ansicht. Sechs ihrer sieben Mitglieder sind für den Erweiterungsbau, Martina Weber ist klar dagegen: „Ich kann mit Ausnahme des berechtigten Platzbedarfs der Bücherei für die Verwendung der weiteren Räume kein klares Nutzungs-Konzept erkennen“, sagte sie und warnte eindringlich: „Wir alle sollten uns genau überlegen, ob wir diese sechs bis sieben Millionen Euro am Feldkirchener Dorfplatz verbauen, nur weil die Gemeinde dafür einen hohen Zuschuss bekommt.“

Entlastung für Kultur- und Sportzentrum

Ganz anders sieht dieses Vorhaben Bürgermeister Schaberl: „Wir müssen das Kultur- und Sportzentrum von der Belegung her gesehen entlasten, die von der Volkshochschule belegten Räume werden dringend für die Schule benötigt.“

Auch Zweite Bürgermeisterin Christiane Noisternig (CSU) will an den jetzt aktuellen, aber im Rückblick schon mehrmals geänderten Plänen festhalten. „Ich sehe das gesamte Projekt sogar sehr optimistisch, wir sind auf einem guten Weg“, sagte die Westerhamerin.

SPD-Rat Heinz Oesterle war seit Beginn der Überlegungen ein Befürworter und hat an seiner positiven Einstellung zu keiner Zeit einen Zweifel aufkommen lassen. Letztlich sprachen sich 19 Ratsmitglieder für ein Festhalten an der vorliegenden Planung aus, fünf waren dagegen.

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Was genau ist geplant: Die Bücherei wird generalsaniert. Daneben entsteht ein Neubau für die Volkshochschule. Beide Gebäude werden mit einem modernen Zwischenbau verbunden. Im Erdgeschoss des Neubaus stellen sich die Planer neben Räumen für die Volkshochschule auch ein kinderfreundlichen Café vor. In den beiden Obergeschossen befinden sich neben Büro und WC auch weitere multifunktionale Räume beispielsweise für Bewegung, Vorträge, Sprachkurse oder Besprechungen.

Besucherverkehr im Verbindungsbau

Im Erdgeschoss des Zwischenbaus könnten sich künftig Büchereibereiche mit viel Publikumsverkehr – also Empfang und Rückgabe – sowie Toiletten befinden. Das Obergeschoss ist für Ruhezonen zum Lesen und Veranstaltungen vorgesehen. Auch das Dachgeschoss des Zwischenbaus wird nutzbar sein. Zwei weitere größere Bewegungsräume für die Vhs sollen im Neubau der Kindertageseinrichtung angesiedelt werden. Die Kinderspielgruppe bleibt im Kindergarten Bucklberg.

Im Investitionsplan der Gemeinde sind 1,75 Millionen Euro verankert, davon 100.000 Euro im vergangenen, 900.000 Euro in diesem und 750.000 Euro im nächsten Jahr.

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