Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


So viel kostet eine Mass Bier

Im Freien statt im Festzelt - Warum das Feldkirchener Volksfest dieses Jahr ganz anders wird

Ein volles Zelt wirdesaufgrund der diesjährigen Änderung nicht geben – wohl aber wieder fröhliche Gesichter.
+
Ein volles Zelt wird es aufgrund der diesjährigen Änderung nicht geben – wohl aber wieder fröhliche Gesichter.
  • VonNicolas Bettinger
    schließen

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause findet das Feldkirchener Volksfest vom 13. bis 15. August endlich wieder statt – wenn auch ganz anders. Doch warum haben sich die Veranstalter für eine ganz andere Variante entschieden und wie viel kostet die Mass Bier in diesem Jahr?

Feldkirchen-Westerham – Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause findet das Feldkirchener Volksfest an diesem Wochenende (13. bis 15. August) endlich wieder statt – wenn auch ganz anders. „Wir freuen uns riesig, unser beliebtes Volksfest wieder für unsere Gemeindebürger und für alle Besucher ausrichten zu können“, sagt Anton Kammerloher, Vorsitzender des veranstaltenden TV Feldkirchen.

Bereits seit 49 Jahren organisiere man das Fest. Gerade wegen der Pandemie-Unterbrechung gebe es nun zahlreiche Anfragen, wann es endlich losgeht. Doch nicht wie üblich, zehn Tage lang im Festzelt, findet das Volksfest dieses Mal deutlich verkürzt und im Freien statt. „Die Corona-Pandemie ist ja noch nicht zu Ende“, betont Mitorganisator und „Wiesn-Bürgermeister“ Oliver Mehringer.

Entscheidung schon im Februar getroffen

Man habe sich deshalb bereits im Februar 2022 entschieden, „dass wir unsere Besucher als auch unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter schützen wollen“, so Mehringer. Mit einer Veranstaltung im Freien in Biergarten-Atmosphäre könne das Infektionsrisiko möglichst gering gehalten werden. Doch die Variante im Freien bringt auch neue Aufgaben mit sich. „Eine besondere Herausforderung war die Organisation diesmal am neuen Standort Schul- und Sportgelände am Pausenhof und auf der grünen Wiese mit der erforderlichen Infrastruktur“, erklärt Anton Kammerloher.

Oliver Mehringer (links) und Anton Kammerloher im Jahre 2019 mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner.

Zusätzlich finde zeitlich vorgelagert am Freitag, 12. August, mit „Maxl Rockt“ erstmals ein Open-Air Konzert statt, „das wird sehr spannend“, so der Vorsitzende. Statt Festzelt also Biergarten-Stimmung. Doch fehlt dann nicht etwas? „Es ist dieses Mal etwas anderes aber bestimmt auch sehr gut“, gibt sich Oliver Mehringer unbesorgt. Am neuen Standort habe man eine schöne Umgebung mit Pausenhof, grüner Wiese, Kinderspielplätzen und angrenzenden Sportgelände. „Ein idealer Platz für eine gute Biergarten-Atmosphäre, dies entspricht genau unserem Motto ‚Gmiatliche Wiesn‘“, sagt der „Wiesn-Bürgermeister“.

„Wir wünschen uns ein fröhliches, friedliches Fest“

Trotz Veränderungen erwarte die Zuschauer eine Wiesn mit Unterhaltung, etwa durch die Höhenrainer Musi, die Musikkapelle Vagen und die Glonner Musi. Dazu gebe es ein Rahmenprogramm, Flohmarkt am Sonntag, Wrestling-Turnier auf den Beach-Plätzen, ein Volksfest-Tischturnier, die Saisoneröffnungsspiele der 1. und 2. Fußballmannschaften und den zwölften Feldkirchener Volksfestlauf über zehn Kilometer mit zahlreichen Teilnehmern.

„Wir wünschen uns ein fröhliches, friedliches Fest mit vielen gut gelaunten Besuchern, die sich einfach bei uns wohlfühlen und eine gute unterhaltsame Zeit mit ihren Familien, Freunden und allen Gästen verbringen“, hofft Anton Kammerloher.

Auch in Feldkirchen-Westerham machen sich aber grundsätzliche Entwicklungen bemerkbar: „Steigende Preise“, erklärt Kammerloher, „sind für alle ein Thema“. Durch die überwiegend ehrenamtliche Organisation könne man die Preise „noch moderat gestalten“. So liegt der Preis für eine Mass Bier oder Radler bei 8,60 Euro. Auch bei den Angeboten für Essen und nichtalkoholische Getränke will man darauf achten, dass diese preiswert angeboten werden.

Volksfeste als „Corona-Spreader“?

In Feldkirchen-Westerham beugt man vor und veranstaltet das Volksfest im Freien. Doch welche Bedrohung stellt Corona derzeit dar, gerade wenn viele Menschen zusammenkommen? Ein mögliches Beispiel aus der Region ist das Bruckmühler Volksfest, das vom 8. bis zum 17. Juli mit Festzelt stattfand. Doch eine Nachfrage beim Gesundheitsamt ergab, dass kein Zusammenhang zwischen einem solchen Fest und entsprechenden Corona-Fallzahlen erkennbar sei.

„Das geben die Daten nicht her“, sagte Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes Rosenheim gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Überhaupt fänden derzeit zahlreiche Feste gleichzeitig statt. Und: „Momentan gehen die Zahlen runter“.

Dennoch ist klar, dass der Corona-Landkreis-Bericht in der Woche nach dem Bruckmühler Volksfest steigende Zahlen hervorbrachte. Ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Anstieg und Volksfest bestand, lässt sich jedoch nicht belegen. Die Marktgemeinde Bruckmühl verweist indes auf das Gesundheitsamt.

Mehr zum Thema

Kommentare