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Bad Feilnbach plant „grünes Gewerbegebiet“ der Superlative in der Eulenau

Die Nachfrage nach Gewerbeflächen in der Gemeinde Bad Feilnbach ist groß. So groß, dass die 50 Hektar, die die Gemeinde in der Eulenau vorgesehen hat, vermutlich gar nicht ausreichen werden, um alle interessierten Betriebe unterzubringen.

Bad Feilnbach – In der Eulenau soll ein Gewerbegebiet entstehen. Schon im vergangenen Jahr hat der Gemeinderat das mit einem Aufstellungsbeschluss beschieden. Seit Juli ist klar, dass zumindest die Trasse des Brenner-Nordzulaufs, die das geplante Gewerbegebiet durchschnitten hätte, vom Tisch ist (wir berichteten). Nun kann es an die konkreten Planungen gehen. „Wir sind noch ganz am Anfang, wollen aber ein Gewerbegebiet entwickeln, das ein Aushängeschild für unsere Gemeinde und den Landkreis ist“, betont Bürgermeister Anton Wallner (CSU).

Gewerbegebiet direkt an der Autobahn

Eine Fläche von 50 Hektar steht zur Verfügung. „Etwa 30 Hektar davon können wir tatsächlich entwickeln“, erklärt Bauamtsleiter Helge Dethof. Der Rest wird für Eingrünungen und Ausgleichsflächen benötigt. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen in der Gemeinde ist groß, die Liste potenzieller Interessenten lang. „Wir könnten schon jetzt die fünffache Fläche bebauen“, so Dethof. Doch zuerst müssen noch einige Hürden genommen werden. +++

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+++Die Größte: Das Anbindungsgebot des Landesentwicklungsplanes (LEP), das 2018 gelockert wurde, und nun wieder verschärft werden soll. Ein entsprechender Referentenentwurf soll Anfang kommenden Jahres vom Landtag beraten werden. „Das würde bedeuten, dass in Zukunft wieder nur dort gebaut werden dürfte, wo bereits Ansiedlungen vorhanden sind“, erklärt der Bauamtsleiter. Und Ansiedlungen gibt es in der Eulenau nicht.

Nachfrage nach Gewerbeflächen ist riesig

Steht das Gewerbegebiet also schon wieder vor dem Aus? „Das hoffen wir nicht“, betont Dethof, denn der Mangel an Gewerbeflächen in der Region spreche für den Standort. Auch die perfekte Anbindung an die Anschlussstelle Bad Feilnbach/Bad Aibling der Autobahn 8. „Entscheidend wird aber sein, ob es uns gelingt, einen Ankerbetrieb zu gewinnen, der für den Freistaat und für die Region von so großer Bedeutung ist, dass wir auch bei geänderter Gesetzeslage eine Ausnahmegenehmigung für das Gewerbegebiet erhalten“, so der Bauexperte. Bürgermeister Anton Wallner ist schon auf der Suche: Nicht nur nach Ankerbetrieben, sondern auch nach lokalen Partnern, die das Gewerbegebiet gemeinsam mit der Gemeinde entwickeln und finanzieren. „Denn allein können wir das nicht stemmen“, betont Dethof.

Bürgermeister sucht „Ankerbetrieb“

Wer konkret angesprochen werden soll, verrät die Gemeinde Bad Feilnbach nicht. „Dafür ist es einfach noch zu früh“, erklärt Wallner, der unter anderem das Gespräch mit Firmen, mit der Industrie- und Handelskammer, dem Landratsamt und der Regierung Oberbayerns sucht. „Es wird nicht leicht werden“, weiß der Bürgermeister. Nicht nur, weil eine Änderung des LEP bevorsteht, sondern auch, weil die Bebauung des Moorbodens eine Herausforderung darstellt. Zudem muss sich der Gemeinderat noch dazu positionieren, welchen Charakter das Gewerbegebietes haben soll.

Ein erstes Treffen des „Arbeitskreises Gewerbegebiet Eulenau“ hat bereits stattgefunden. Noch vor den Kommunalwahlen soll das nächste stattfinden. Ökologie steht für die Bad Feilnbacher an erster Stelle. Sie denken über ein „grünes Gewerbegebiet“ mit begrünten Dächern oder künstlichen Bachläufen nach. „Uns schwebt ein geschlossenes ökologisches System vor, mit einem Mix aus Unternehmen, die zueinander passen, von denen die einen beispielsweise in Biochemie, Recycling oder Klimaschutz tätig sind, und die anderen möglicherweise Wärme als Nebenprodukt ausstoßen, die im Nachbarbetrieb genutzt werden könnte“, umreißt Dethof die ersten Ideen.

Erfahrungen fließen in Planungen ein

Anregungen will sich die Arbeitsgruppe auch in anderen Gewerbegebieten holen und von deren Erfahrungen profitieren, beispielsweise welche Tücken bei den Planungen zu beachten sind, welche Schallschutzvarianten sich anbieten oder welche Branchen sich besonders gut bewährt haben.

Mit dem Gewerbegebiet in der Eulena will die Gemeinde Bad Feilnbach wohnortnahe Arbeitsplätze schaffen und damit einigen der mehr als 2500 Menschen neue Perspektiven eröffnen, die aus der Gemeinde täglich zur Arbeit auspendeln. Die meisten von ihnen fahren nach München. „Wenn wir unsere Ideen in ein erstes Konzept gebracht haben, werden wir die Öffentlichkeit aktiv mit einbeziehen“, kündigt Helge Dethof an.

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In der Eulenau soll in den nächsten Jahren ein Gewerbegebiet entstehen, das durch seine Lage an der Autobahnanschlussstelle Bad Feilnbach/Bad Aibling punkten kann. Die Gemeinde hat die Flächen bereits erworben. Gerlach

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