Bad Feilnbach: „A ganz bsondere Sach‘“: Erstes Konzert nach langer Corona-Pause

Auch unter Einhaltung der Abstandsregelung boten die Musiker der Trachtenkapelle Litzldorf ein meisterliches Konzert. Strim
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Auch unter Einhaltung der Abstandsregelung boten die Musiker der Trachtenkapelle Litzldorf ein meisterliches Konzert. Strim

Beschwingte Blasmusik erlebten die Besucher nach langer Corona-Pause bei einem Frühschoppenkonzert der Trachtenkapelle Litzldorf. Allerdings unter anderen Rahmenbedingungen, wie Andreas Henfling, Dritter Bürgermeister der Gemeinde Bad Feilnbach, zur „ersten“ öffentlichen Veranstaltung der Trachtenkapelle betonte.

Litzldorf – Grund ist das Virus Sars-Covid19, das auch den Fahrplan der Litzldorfer Musiker bestimmte. Kennzeichnend für die Situation war die sorgfältige Datenerfassung am Eingang des Vorplatzes am Dorfgemeinschaftshaus, die den Abstandsregeln angepasste Sitzordnung für die Musiker sowie der Bierbänke für die Besucher, die mit Mund- und Nasen-Schutz den Konzertplatz betraten.

Vergnügen und Geselligkeit

Den Hygieneverordnungen Rechnung tragend, verzichteten die Veranstalter auf die sonst üblichen Brotzeiten, Getränke in Flaschen holten sich die Besucher selbst. Für sie war das Konzert ein besonderes Vergnügen. Unter ihnen die Familie Reiter mit Thomas (52), Maschinenbauingenieur, Ehefrau Tanja (47) und Tochter Rebekka (10) aus Litzldorf, die nicht nur das Klarinettentalent ihrer Tochter Simone bewunderten, sondern die Kulisse am Dorfgemeinschaftshaus mit Sulzberg und Farrenpoint unter blauem Himmel als besonderes Geschenk empfanden.

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Begeistert äußerten sich auch zahlreiche Urlauber und Wochenendtouristen, für die es sich nach eigenen Angaben lohnte, hier bei einer Fahrradtour halt zu machen und sich an den Konzertmärschen, Märschen, Walzern, Polkas und moderneren Interpretationen zu erfreuen.

Die Lachmuskeln banspruchten heitere Geschichten und Witze von Christian Berger, der als Ansager eine gelungene Premiere feierte. Die musikalische Leistung war, bedingt durch die aktuelle Situation, allerdings auch eine Herausforderung für die beiden Dirigenten Andreas Weinberger und Sebastian Wagner und erst recht für die Musiker.

Mindestabstandsregelungen einzuhalten

Wie für die Querflötenspielerinnen Marianne Schmid (26) aus Hausstatt und Christine Bergener (20) aus Litzldorf sagten, erforderten die Mindestabstandregelung und die fehlende Nähe ein erhöhtes Maß an Konzentration. Sichtlich erfreut wieder draußen „spuin“ zu dürfen, zeigten sich auch die Nachwuchsmusiker der Kapelle, etwa der 13-jährige Trompeter Mathias Weinberger. Für den 14-jährigen Michael Millauer, ebenfalls an der Trompete, war dieses Konzert nach sieben Proben seit Lockerung der Pandemiebeschränkungen „eine besonders schöne Sach’“. Peter Strim

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