Nachruf

Erna Estner†

Bad Feilnbach – Erna Estner aus Au ist verstorben.

Sie ging als liebenswertes und treusorgendes Familienmitglied, herzensgute Nachbarin und große Stütze des Trachtenvereins „Immergrün“ Au und des ASV Au, wie Pater John, Pfarrvikar der Pfarrei St. Martin Au, betonte, „den Lebenden im Tode voraus.“

Auf ihrem letzten Weg zur ewigen Ruhestätte im Auer Gemeindefriedhof wurde Erna Estner von ihrem Ehemann Georg, Sohn Georg, von Tochter Christine sowie Angehörigen und Verwandten begleitet. Am 4. November 1940 erblickte die Verstorbene als Erna Schmid das Licht der Welt und verbrachte mit ihren beiden Geschwistern auf dem elterlichen „Hackl-Anwesen“ an der Hauptstraße in Au ihre Kindheit und Jugendjahre. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter versorgte sie Vater und Geschwister und war eine unerlässliche, hilfreiche Kraft im landwirtschaftlichen Betrieb. Als junges Mädchen lernte sie Schorsch Estner aus Fischbach au kennen und lieben. 1961 heiratete das Paar.

Der ganze Stolz des Ehepaares waren ihre beiden Kinder Christa und Georg junior sowie die beiden Enkelkinder. Beruflich verdingte sie sich im Auer Holzverarbeitungsbetrieb „Sollfrank“ bis zu seiner Schließung 1971. Anschließend arbeitete Erna in der einstigen Auer Polstermöbelfabrik „3-F“, die 1992 ihre Pforten schloss.

Die „Hackl Erna“ hinterlässt nicht nur in der Familie, sondern auch beim ASV Au und im Trachtenverein „Immergrün“ Au eine große Lücke. 1983 trat sie in den Traditionsverein zum Erhalt von Heimat und Brauchtum ein und hielt ihm bis zum Tod 37 Jahre lang die Treue. Wie Vorstand Alois Hemeter sich gern erinnert, bereicherte Erna in ihrem Schalk das würdevolle Erscheinungsbild der Trachtler bei den verschiedensten kirchlichen und weltlichen Festen im Ort, aber auch bei Veranstaltungen im Gauverband I wie beispielsweise Jubiläums- und Gaufesten oder Trachtenwallfahrten. Unvergessen, so erinnern sich Hemeter, die Vorstandschaft und die Schalkfrauen, seien Ernas herrliche Schneeballen, Kiachä (Schuxn), Striezel oder anderen Schmalzgebäcke bei Wald- und Zeltfesten oder anderen örtlichen Veranstaltungen gewesen.

Der ganze Stolz von Erna und Schorsch und ihren Kindern war ihr Eigenheim am Doktorweg, das sie nach einjähriger Bauzeit und reichlich Fleiß aller Familienmitglieder 1972 bezogen. Und niemals störte sie das Lachen, Toben und Spielen der vielen Kinder aus dem benachbarten Kindergarten „St. Martin“. Gern und oft überraschte sie die „ganz junge Auer Zukunft“ mit Leckerem aus ihrer häuslichen Backstube oder etwas Süßem. pes

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