Bad Feilnbach braucht ein neues Rathaus, doch unter 18 Entwürfen ist keine Nummer eins

Das neue Rathaus soll neben dem jetzigen nach Überarbeitung der Beiträge der zweiten Preisträger den Mittelpunkt von Bad Feilnbach bilden und reichlich Platz für die Verwaltung bieten.
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Das neue Rathaus soll neben dem jetzigen nach Überarbeitung der Beiträge der zweiten Preisträger den Mittelpunkt von Bad Feilnbach bilden und reichlich Platz für die Verwaltung bieten.

Das Rathaus platzt aus allen Nähten. Ein neues muss her. Doch die ersten Architektenentwürfe überzeugten weder Jury noch Gemeinderat. Die Zweitplatzierten müssen ihre Entwürfe nun überarbeiten. Und der Gemeinderat wird sich in einer Klausurtagung mit der Gestaltung des neuen Rathauses befassen.

Bad Feilnbach – Unumstritten braucht die Gemeinde Bad Feilnbach ein neues Rathaus. Das jetzige Verwaltungsgebäude in der neugestalteten Ortsmitte platzt aus allen Nähten. 1972 wurde das Rathaus als „Haus des Gastes“ mit vier Arbeitsplätzen in Betrieb genommen.

Die Einwohnerzahl der damaligen Gemeinde „Feilnbach-Wiechs“ betrug 1800 Einwohner. Die Gemeindeteile Au, Kematen und Dettendorf sowie Litzldorf waren eigenständige Kommunen.

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Heute zählt die Gemeinde 8500 Einwohner. Die Kommune ist also ordentlich gewachsen – das Rathaus allerdings nicht. Das soll sich nun ändern.

Arbeiten ausgestellt

In einem Realisierungswettbewerb stellten Bewerber in der Turnhalle neben der Leo-von-Welden-Schule 18 Wettbewerbsarbeiten vor. Über deren Auswertung berichteten Bürgermeister Anton Wallner, Geschäftsführer Andreas Lukas (stellvertretend für Helge Dethof) und Gemeinderatsmitglied Martin Kolb (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Dettendorfer Dorfgemeinschaftshaus.

Das Preisgericht, das aus Architekten und Gemeinderatsmitgliedern besteht, konnte allerdings keinen ersten Preisträger ermitteln. Die Bewertung erfolgte nach den Kriterien „Städtebauliche Qualität und Einfügung“, „Architektonische und gestalterische Qualität“, „Funktionalität der Nutzungsordnungen“, „Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit“ sowie Erfüllung des Flächen- und Raumprogramms“.

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Vergeben wurden daraufhin drei zweite Plätze. Die Preisträger sollen ihre Beiträge allerdings überarbeiten. Einfließen sollen Raumgrößen, Grundrisse, Funktionalität, Barrierefreiheit sowie auf Anregung des Gemeinderatsmitglieds Stephan Oberprieler (Bündnis90/Die Grünen) auch die Einordnung des Sitzungssaales zur Südseite und eines Fluchttunnels. Für Manfred Büttner (SPD/Parteifreie) werfe die Optik des Rathauses einige Fragen auf und lasse auf einen mangelnden Bezug zur umgebenden Bebauung schließen.

Mit 17:4 Stimmen befürwortete das Gremium den Beschlussvorschlag, dem Preisgericht zu empfehlen, „die zweiten Preisträger aufzufordern, ihre Beiträge zu überarbeiten“. Zur Entscheidungsfindung über die Wettbewerbsvorschläge befürwortete das Gremium mit 20:1-Stimmen eine eigene Klausursitzung.

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