Bad Feilnbach: Bauhof bekommt Schlepper und Schmalspurfahrzeug für 347000 Euro

Einen Schlepper und ein Schmalspurfahrzeug wünschen sich Bauhofmitarbeiter Paul Antretter (links) und sein Kollege Martin Millauer als Nachfolger für die reparaturbedürftigen Fahrzeuge Holder (links) und Unimog.
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Einen Schlepper und ein Schmalspurfahrzeug wünschen sich Bauhofmitarbeiter Paul Antretter (links) und sein Kollege Martin Millauer als Nachfolger für die reparaturbedürftigen Fahrzeuge Holder (links) und Unimog.

Einen Schlepper mit Frontlader, Streugerät, Schneepflug, Laderampe und Seilwinde sowie ein Schmalspurfahrzeug mit Räum- und Streugerät bekommt der Bauhof als Ersatz für reparaturbedürftige Fahrzeuge. Der Gemeinderat stimmte der Investition zu, obwohl die Höhe der Fördermittel noch nicht klar ist.

Von Peter Strim

Bad Feilnbach – Bei jeder Jahreszeit und Witterung leisten die Mitarbeiter des Bad Feilnbacher Bauhofes zuverlässig ihre Dienste. Voraussetzung dafür ist neben umfangreicher fachlicher Kompetenz auch ein funktionsfähiger Fuhrpark. Profitieren können davon die Bürger – etwa bei freigeräumten und gestreuten Straßen im Winter oder vielen anderen Einsätzen wie Straßensperren bei Festen oder Beräumen von Hindernissen nach einem Sturm.

Außen hui, innen pfui

Zwei Fahrzeuge bereiten Bauhofleiter Martin Mayer und seiner Mannschaft jetzt aber große Sorgen: ein Traktor vom Typ Holder, Baujahr 1988 und ein Unimog, Baujahr 1992. Beide mobilen Helfer lassen von Weitem zwar einen guten Zustand vermuten, was der Pflege durch die Bauhofmitarbeiter zu verdanken ist. Beim genauen Hinschauen aber werden deutliche altersbedingte Spuren sichtbar.

Mit den „inneren Organen“ wie Motor, Anlasser, Getriebe oder Leitungen für den Ölkreislauf stehe es nicht zum Besten, erklären Paul Antretter (61) aus Au, seit 2000 im Bauhof tätig, und sein Kollege Martin Millauer (39) aus Bad Feilnbach, seit acht Jahren fleißige Kraft im Team. Reparaturen häuften sich und seien mit enormen Kosten verbunden.

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Eine Ersatzbeschaffung ist daher dringend noch vor Wintereinbruch notwendig. Der Gemeinderat hatte das Problem in seiner jüngsten Sitzung nun erneut auf dem Tisch. Bereits in der vorausgegangenen Legislaturperiode beschloss der damalige Gemeinderat die Anschaffung eines Schleppers mit Frontlader, Streugerät, Schneepflug, Laderampe und Seilwinde sowie eines Schmalspurfahrzeuges mit Schneeräum- und Streugerät.

Die Kosten für den Schlepper wurden auf 206 000 Euro und für das Schmalspurfahrzeug auf 141 000 Euro geschätzt. Dieser Investition stimmte der Rat im Januar einstimmig zu – allerdings unter Vorbehalt der Förderung durch die Regierung von Oberbayern.

Zwischenzeitlich erteilte diese in einem Schreiben vom 23. Juni zwar ihre Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn. Damit ist der Startschuss für eine Beschaffung gefallen.

Eine Entscheidung über die Förderhöhe gibt es allerdings noch nicht. Die Behörde begründete das damit, dass aufgrund der schnellen Bearbeitung der Corona-Soforthilfe-Anträgen sehr viel Arbeit auf der Strecke geblieben wäre.

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Damit laufe die Gemeinde Gefahr, für die Ersatzbeschaffung der maroden Fahrzeuge keine Förderung zu erhalten, befürchtete Zweiter Bürgermeister Josef Rauscher (CSU). Dieses Risiko und die Notwendigkeit zweier neuer Fahrzeuge mit Blick auf den kommenden Winter abzuwägen, war Inhalt der Aussprache im Rat. Entsprechende Investitionen seien im Haushalt enthalten, wie Geschäftsführer Andreas Lukas auf eine Anfrage von Stephan Oberprieler (Bündnis 90/Die Grünen) erläuterte.

Einstimmige Entscheidung

Die Frage von Marinus Moser (ÜW), ob zu den Fahrzeugen auch alle notwendigen Anbauteile bestellt würden, konnte die Gemeindeverwaltung bejahen. „Einen Unimog zu reparieren kommt einem Fass ohne Boden gleich“, argumentierte Martin Huber (CSU) als erfahrener Landwirt und verwies zudem auf die dafür erforderliche Fahrerlaubnis des Zweier-Führerscheines, die ein Nutzer eines Schleppers nicht benötige.

In der abschließenden Abstimmung votierte das Gremium einstimmig für die Neubeschaffung.

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