FELDKIRCHEN-WESTERHAM

Familie Stahuber aus Walpersdorf „galoppiert“ in Zukunft

Lena und Rainer Stahuber mit Töchterchen Helen in der im Bau befindlichen Halle.
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Lena und Rainer Stahuber mit Töchterchen Helen in der im Bau befindlichen Halle.
  • vonChristine Merk
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Vier Jahre für Planungen und Genehmigungen sind einem Projekt vorangegangen, das jetzt in Walpersdorf in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham schon sichtbare Formen angenommen hat. Der Messerschmidhof der Familie Stahuber erweitert dort seinen Pensionspferdebetrieb.

Feldkirchen-Westerham – Wer den zwischen Unterlaus und Piusheim gelegenen Ort besucht, kann von der Straße aus bereits die neue Reithalle und den neuen Stall betrachten – allerdings ist beides noch nicht ganz fertig. Die Einweihung ist für Juni geplant. Ende August 2020 war Spatenstich für die Anlage – ganz unspektakulär: Ein Bagger begann mit dem Abtragen der obersten Bodenschicht, um als erstes die Wege für die Erschließung der neuen Gebäude durch die schweren Baumaschinen vorzubereiten.

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Nachdem im Oktober die Fundamente für die Halle und den Stall gegossen waren, ging der Aufbau der beiden Trakte jeweils innerhalb weniger Tage über die Bühne – eine spannende Zeit für die Pferdebesitzer, deren Tiere bereits am Messerschmidhof stehen, und die den Baufortschritt beobachteten.

Bauherrin Lena Stahuber (28) hatte für die arbeitsreichste Zeit auch drei Wandergesellen engagiert. Natürlich galt es auch hier, die Corona-Vorschriften einzuhalten. Das gelang aber gut, und so dauerte zum Beispiel der Bau des „Grundgerüsts“ für das Stallgebäude gerade mal zehn Tage.

Beeindruckende Holzkonstruktion

Beeindruckend sind die Holzteile, die für die beiden Konstrukte verbaut wurden. Die Brettschichtholzträger der Reithalle etwa, welche das Dach über der etwa 20 mal 40 Meter großen Fläche tragen, wurden mit Tiefladern angeliefert. Sie sind gut 23 Meter lang und wiegen 3,2 Tonnen. Nach einer Baupause im Dezember wurden im Januar die Wasser- und Stromversorgung im Stalltrakt, der jetzt noch wie ein Skelett dasteht, erstellt und die Bodenplatte betoniert.

„Als Nächstes wird alles für die Produktion der einzelnen Stallteile ausgemessen“, erklärt Lena Stahuber. Das sei zum einen die Außenhaut aus Holz und quasi die „Inneneinrichtung“, die ein Pferdestall braucht: Wände für Sattelkammern, Futter- und Lagerräume, Boxengitter, Heuraufen.

Zuwachs bei Familie Stahuber

Für die Unternehmerin ist diese Zeit doppelt spannend. Anfang Dezember bekamen sie und ihr Mann Rainer (32) Nachwuchs: Tochter Helen, die im Tragetuch oder Kinderwagen schon öfter auf der Baustelle mit dabei ist. Mama Lena freut sich, dass sie nach einer Ruhepause wieder im schon bestehenden Stall mit seinen 20 Pferden anpacken darf.

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Im neuen Stall auf dem Messerschmidhof sollen 32 Pferde ein Zuhause finden. Geplant sind zwölf Paddockboxen und zwei Offenstallgruppen mit je zehn Tieren. Die Halle dagegen ist bereits fast fertig. Der Boden wird nicht versiegelt. Auf den natürlichen Lehmuntergrund wird eine Sandschicht aufgetragen. Auf der zur Straße hin gelegenen Wetterseite ist die Reithalle bis unters Dach geschlossen. Die anderen Seiten bleiben großteils oberhalb der Holzbande offen.

So sieht ein Gebäude von Weitem aus.

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