Fairer Einkauf hilft in der Corona-Krise

Bruckmühl. – „Es ist so wichtig, dass wir die Länder, in denen Covid-19 jetzt wütet, nicht aus dem Blick verlieren“, betont Elisabeth Eder vom Bruckmühler Verein „Faire Welt“.

Neben den Appellen, den regionalen Handel und die regionalen Gaststätten bevorzugt aufzusuchen, regt sie eine globalere Denkweise an und betont: „Wir dürfen nicht vergessen, dass für uns sowohl in Indien, Bangladesch oder Vietnam, in Ghana, Kenia, Südafrika oder in Brasilien, Chile und Ecuador viele Waren hergestellt werden – ob Kaffee, Kakao, Reis, Tee oder auch Seidenwaren, Körbe und handwerkliche Erzeugnisse.“ Die ohnehin schon armen Handwerker stünden aufgrund der Corona-Pandemie nun vor dem Aus. „Die Waren werden ihnen nicht mehr abgenommen, die Lieferketten sind unterbrochen. Sie haben kein Einkommen, keine staatlichen Hilfen, geschweige denn eine Gesundheitsvorsorge“, macht Eder klar. Deshalb sei es jetzt um so wichtiger, fair einzukaufen, denn mit einem fairen Einkauf stärke man die Kleinstunternehmer mehr als mit Spenden. „Das Kaffee- und Orangensaftland Brasilien wird momentan extrem stark durch Covid-19 beeinträchtigt“, betont Eder. „Deshalb bezahlen wir hier in Deutschland faire Preise für unseren Alltagsbedarf – ob beim Metzger, Bäcker, beim Wirt oder im Weltladen.“

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