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Das Positive im Alter kreativ festhalten

Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation schreibt Kunstwettbewerb für Schulen aus

So wird die neue Fachklinik für Geriatrie in Bruckmühl bald ausschauen.
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So wird die neue Fachklinik für Geriatrie in Bruckmühl bald ausschauen.
  • VonJohann Baumann
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In Bruckmühl entsteht derzeit eine Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation. Noch in diesem Jahr erfolgt der Umzug aus der Ghersburg-Klinik aus Bad Aibling nach Bruckmühl. Die Betreiber der neuen Fachklinik in Bruckmühl rufen die Schüler aller weiterführenden Schulen im Landkreis zu einem Kunstwettbewerb auf.

Bruckmühl –Der Wettbewerb ist insgesamt auf 25.000 Euro dotiert mit einem ersten Preis über 12.500 Euro, einem zweiten über 7.500 Euro und einem dritten Preis über 5.000 Euro zur Verwendung für die Ausstattung des Kunstunterrichts der prämierten Schulen.

Die Bauabnahme soll schon am 30. November erfolgen. Noch vor Weihnachten zieht die Klinik ein.

Kunstwerke sollen die Klinik schmücken

Ausgewählte Kunstwerke der Gewinner sollen als Dauerleihgaben in der Fachklinik ausgestellt werden und Blickfang für Patienten, Besucher und Mitarbeiter sein, aber auch zum Nachdenken anregen.

Das Motto des künstlerischen Wettbewerbs lautet „Das Positive im Alter“ so Professor Dr. Nikolaus Netzer, der Geschäftsführer des Klinikbetreibers. Das hat natürlich nicht nur Bezug zur Klinik, deren vorrangiges Ziel es ist, Hochbetagte nach akuten Krankenhausaufenthalten noch einmal fit für einige Jahre in den eigenen vier Wänden zu machen.

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Das Motto soll auch die Auseinandersetzung mit einem gesellschaftlichen Problem anregen. „Die demographische Entwicklung wird in unserer Gesellschaft immer noch verdrängt, nicht nur in der Politik was den Pflegebedarf, die medizinische Versorgung und die bald implodierende Altersvorsorge angeht. Auch die Auseinandersetzung damit, was es für das gesellschaftliche Zusammenleben bedeutet, dass mehr als die Hälfte einer Bevölkerung über 60 Jahre alt ist, und wie man daraus auch positive Aspekte ableiten kann, findet in der erwachsenen Bevölkerung praktisch gar nicht statt“, so Netzer.

Der Klinik-Rohbau ist fertig, der Innenausbau in vollem Gange. Tamás Garamvolggi (links) und Laszlo Kotlar (Elektro-Zausinger München) bei der Elektroinstallation.

Seiner Ansicht nach überwiegen die Ängste vor dem Älterwerden so stark, dass ein maximaler Verdrängungsprozess einsetzt, der niemandem nützt und ältere Menschen einfach nur ausgrenzen möchte. Jugendliche gingen seiner Ansicht nach vorurteilsfreier und weniger angstbeladen auf ältere Menschen zu.

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Bei ihnen überwiege oft noch der positive Aspekt, von der Lebenserfahrung Älterer zu profitieren, was sich auch in der Kinder- und Jugendliteratur widerspiegelt. „Denken Sie nur an den weisen Indianerhäuptling, der als Einziger aus Erfahrung weiß, wann die Büffelherde zu einer bestimmten Jahreszeit von A nach B zieht. Oder an den Drachen der Weisheit, Lehrer Ärmel und Herrn Tukur, deren Lebensweisheiten Jim Knopf in sich aufsaugt, um seine Abenteuer zu bestehen, bevor er bereit ist, sein Königreich mit Prinzessin Li aufzubauen. Wir sollten alle versuchen, diese Sichtweise auch in unser Erwachsenenleben zu übertragen, dann würden unsere Ängste kleine“, so der Aiblinger Mediziner.

Die bildliche Darstellung des Themas „Das Positive im Alter“ soll allerdings bei den Bildern und Skulpturen weitgehend abstrahiert erfolgen und Interpretationsspielraum ermöglichen.

Schulen, die sich beteiligen wollen, können ihre Teilnahme per E-Mail an reha@ghersburgklinik.de mitteilen und dann bis zum 30. November drei Bildentwürfe und jeweils einen graphischen Entwurf für eine Brunnenskulptur und eine Skulptur zum Aufstellen in einem Gemeinschaftsraum an Prof. Dr. Nikolaus Netzer, Fachklinik Ghersburg, Ghersburgstraße 9, in 83043 Bad Aibling senden.

Entwürfe bis Ende November abgeben

Eine Fachjury aus Berufskünstlern und Kunstsachverständigen wird die Kunstwerke beurteilen und die Sieger bis zum Ende der Weihnachtsferien ermitteln. Die Jurymitglieder werden rechtzeitig bekannt gegeben. Der Juryentschluss kann juristisch nicht angefochten werden. Vorschriften zur Entwurfsgröße oder den Kunst- beziehungsweise Maltechniken für die einzusendenden Entwürfe gibt es keine.

Mit den Gewinnern wird die Dauerleihgabe von einer bestimmten Anzahl an Kunstwerken dann vertraglich fixiert.

Die Preise werden im Rahmen der offiziellen Klinikeröffnung im Frühjahr des kommenden Jahres feierlich überreicht.

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