Es tut sich was in Bruckmühls guter Stube

Der Rathauspark Bruckmühl mit dem Kunstwerk „Versetzter Rundstab“ von Alfred Regnat als Teil des Skulpturenwegs im Vordergrund, den beiden Kriegsopfer-Mahnmalen in der Bildmitte, dem Rathaus (rechts) und der Staatlichen Realschule. Auch dieser Bereich soll im Rahmen der Städtebauförderung neu gestaltet werden.
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Der Rathauspark Bruckmühl mit dem Kunstwerk „Versetzter Rundstab“ von Alfred Regnat als Teil des Skulpturenwegs im Vordergrund, den beiden Kriegsopfer-Mahnmalen in der Bildmitte, dem Rathaus (rechts) und der Staatlichen Realschule. Auch dieser Bereich soll im Rahmen der Städtebauförderung neu gestaltet werden.

Städtebaumaßnahmen mit einem förderfähigen Gesamtvolumen von mehr als 13 Millionen Euro für die Jahre 2021 bis 2024 hat der Markt Bruckmühl jetzt bei der Regierung von Oberbayern angemeldet.

von Kathrin Gerlach

Bruckmühl – Das ist die Voraussetzung dafür, Zuschüsse aus den Städtebauförderprogrammen von Bund und Ländern sowie des Freistaates Bayern zu erhalten. Allein für das kommende Jahr plant die Gemeinde Investitionen in Höhe von 4,3 Millionen Euro. Der voraussichtliche Eigenanteil von 916 000 Euro wurde mit der einhelligen Zustimmung des Marktgemeinderates in den 2021er Haushalt eingestellt.

Umbau als größtes Projekt

Größtes Bruckmühler Projekt im Rahmen der Städtebauförderung ist der Umbau der ehemaligen Bahnhofsgaststätte in ein Bürger- und Kulturhaus. Hier entstehen bis 2022 großzügige Räume für Bücherei, Volkshochschule und Vereine sowie ein großer Veranstaltungssaal. Das Eingangsfoyer im Erdgeschoss soll zentraler Anlauf- und Treffpunkt für die Menschen der Marktgemeinde werden. Insgesamt hat das Projekt ein Kostenvolumen von 8,5 Millionen Euro, von denen 2021 voraussichtlich 4,1 Millionen anfallen werden. Nach den Richtlinien des neuen Städtebauförderprogrammes „Innen statt außen“ kann der Markt Bruckmühl mit einer 80-prozentigen Förderung rechnen. Das wären also Fördermittel in Höhe von insgesamt etwa 5,4 Millionen Euro.

Im Rahmen eines Wettbewerbes sollen auch Gestaltungsideen für das Umfeld des Kriegerdenkmals am Rathaus, die Freiflächen am Alten Triftbach und in der Ortsmitte entwickelt werden. Dafür sind im kommenden Jahr Kosten von 110 000 Euro eingeplant. Wolfgang Huber (Grüne) regte an, in diesem Bereich auch ein Budget für Kunst beispielsweise in Form eines Rundweges einzuplanen. Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) nahm diesen Hinweis auf, da „Kunst gut in den Bereich zwischen Rathaus und Galerie Markt Bruckmühl passt“. Für die Neugestaltung dieses Bereiches wurden 750 000 Euro eingeplant, 250 000 Euro davon in 2022 und 500 000 Euro in 2023.

Innerstädtisches Verkehrskonzept

Das neue innerstädtische Verkehrskonzept, für das mit einer Verkehrszählung und einer Studie in diesem Jahr die Grundlagen geschaffen wurden (wir berichteten), schlägt im kommenden Jahr mit 50 000 Euro Planungsleistungen zu Buche. Dafür soll die künftige Gestaltung der Bahnhofstraße mit Parkflächen, Treffpunkten sowie Freiflächen am künftigen Bürger- und Kulturhaus gemeinsam mit dem Marktgemeinderat festgezurrt werden. Die Umsetzung dieser Pläne wird mit etwa 950 000 Euro beziffert, die ab 2022 in drei Jahresscheiben abgerufen werden sollen.

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Im Bereich der Rösnerwiese ist ein Wohngebiet für alle Generationen mit 160 Wohnungen in verschiedenen Wohnformen, mit Tiefgaragen, einem Parkhaus, einer Kindertagesstätte, mit Grünflächen, Spielplätzen, Quartiertreffpunkten sowie Fuß- und Radwegen geplant. Die infrastrukturelle Erschließung des Gebietes erfolgt über die Adalbert-Stifter-Straße. Mit einer Fuß- und Radwegebrücke über den Triftbach soll das Gebiet mit der Bebauung im Süden verbunden werden. Dafür wurden 250 000 Euro eingeplant. 2021 soll die Planung der Brücke erfolgen (50 000 Euro). Der Bau ist für 2022 und 2023 vorgesehen, dafür wurden pro Jahr 100 000 Euro eingeplant. Hier regte Grünen-Marktgemeinderat Huber an, die Verknüpfung der Fuß- und Radwege gedanklich voranzutreiben und auch über die Mangfall eine Brücke zum südlichen Bebauungsbereich zu schlagen.

Die Anbindung des Wohnquartiers „Rösnerwiese“ an die Bahnlinie Holzkirchen-Rosenheim soll über eine Fuß- und Radwegunterführung erfolgen. Für deren Planung und Umsetzung wurden im Rahmen der Städtebauförderung 2,45 Millionen Euro eingeplant, von denen 50 000 Euro im Jahr 2022 und 2,4 Millionen Euro im Jahr 2024 abgerufen werden sollen.

„Machbarkeitsstudie für Parkhaus Nord“

Mit 50 000 Euro veranschlagt die Verwaltung die Kosten einer Machbarkeitsstudie für das „Parkhaus Nord“ im Bereich der Rösnerwiese für das Jahr 2022. Zur Entlastung der Ortsmitte ist der Bau öffentlicher Parkhäuser südlich und nördlich der Bahnlinie vorgesehen. Die dafür erforderliche Investition von acht Millionen Euro ist für 2023 und 2024 eingeplant.

Gemeinde plant mit Investitionen

Der Marktgemeinderat stimmte den Maßnahmen für das kommende Jahr mit 22:0-Stimmen zu und damit auch der Einstellung von 4,35 Millionen Euro in den Haushaltsplan. Die für die Folgejahre geplanten Maßnahmen wurden in den Investitionsplan der Marktgemeinde aufgenommen.

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