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LESERFORUM

Es gibt Wichtigeres als „Art und Maß“

Leserbrief zum Beitrag „Vagen wird nun doch nachverdichtet“ im Lokalteil:

Es lässt vermuten, dass eine ortsbildprägende Situation durch eine übliche und austauschbare Architektur im gewöhnlichen Siedlungscharakter ersetzt wird. Wenn bestandssichernde Instrumente wie Denkmalschutz, Erhaltungssatzung sowie Sensibilität und Wertschätzung des Bauherrn für historische Bausubstanz fehlen, ist das Schicksal dieses identitätsstiftenden Gebäudes besiegelt.

Die Frage stellt sich, ob die Gemeinde ihre Aufgabe und Möglichkeit voll umfänglich durch Planungsdialog mit dem Antragsteller wahrgenommen hat – zum Beispiel auch mit den zur Verfügung stehenden Instrumenten der Bauleitplanung. Es darf keinen Rückfall in Projekte minderer Qualität geben, nur weil es den einfacheren Weg zur Verwirklichung verspricht, der oft auch mit ökonomisch-wirtschaftlichen Argumenten unterstrichen wird.

Bei innerörtlicher Nachverdichtung sollten in jedem Fall die Bauberatung und der Dialog mit dem Bauherren intensiviert werden und letztlich das Budget und die Qualität vorbereitender Planungen in der Kommune erhöht werden.

Während der Dorferneuerung in Vagen von 1985 bis 2000 war dies eine kons truktive und sehr erfolgreiche Praxis. Die Belange der Ortsgestaltung müssen von Ortsbeirat und Gemeinde im bebauten Innenbereich mit Nachdruck herausgestellt und nachhaltig vertreten werden. Dafür sind Alternativen zu erarbeiten und zu visualisieren.

Dem kreativen Potenzial der Architektur sollte wieder mehr Gewicht verliehen werden. Es kann heute nicht mehr allein um die Frage der Einfügung hinsichtlich Art und Maß der baulichen Anlagen gehen. Viel wichtiger ist ein dörfliches und zukunftsorientiertes Wohnquartier, das ein Generationen integriertes, flexibles Wohnen und interaktives Zusammenleben nachhaltig fördern könnte.

Hans Eham

Vagen

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