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„HONKY TONK“ AUF DEM LAND

Erstes Straßenmusik-Festival mit mehr als 500 Teilnehmern und Zuschauern in Vagen

Beim Straßenmusik-Festival in Vagen wirkten mehr als 100 große und kleine Musiker mit – darunter auch die Familienmusiken Danner und Eham aus Vagen: (von links) Matthias Eham, Lisa Danner, Marinus Eham, dahinter an der Steirischen Martin Eham, Marlene Danner am Hackbrett, Elisabeth Danner an der Querflöte, Resi Huber (Schwester von Elisabeth) und Marlene Eham aus Vagen.
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Beim Straßenmusik-Festival in Vagen wirkten mehr als 100 große und kleine Musiker mit – darunter auch die Familienmusiken Danner und Eham aus Vagen: (von links) Matthias Eham, Lisa Danner, Marinus Eham, dahinter an der Steirischen Martin Eham, Marlene Danner am Hackbrett, Elisabeth Danner an der Querflöte, Resi Huber (Schwester von Elisabeth) und Marlene Eham aus Vagen.

Einen Abend lang durch ein schön geschmücktes Dorf spazieren gehen, und an jeder Ecke und in jeder Hofeinfahrt spielen Musikanten auf – gibt es so etwas? Ja, das gibt es. Und zwar in Vagen. Der Traum vom Straßenmusik-Fest, den Musiklehrerin Angelika Weber schon lange träumte, ging jetzt in Erfüllung.

Feldkirchen-Westerham – Bei schönem Sommerwetter spielten 30 Musikgruppen mit mehr als 100 Musikanten und Sängern in den Straßen von Vagen auf.

Kinder gestalten Projekt aktiv mit

Entstanden ist das Projekt aus der Sehnsucht heraus, nach der coronabedingten musikalischen Zwangspause endlich wieder live auftreten zu können. „Unser Online-Konzert hat Kinder und Eltern so motiviert, dass sie sich ein neues coronakonformes Konzert gewünscht haben, und so entstand die Idee, dass die Musiker in den Gärten sitzen und die Zuschauer von Gruppe zu Gruppe schlendern können,“ erzählt Weber von den Anfängen. In den Pfingstferien begannen die Organisation, die sich fast zu einem Selbstläufer entwickelte.

„Die Kinder haben sich so darauf gefreut, dass sie Freunde und Familienmusiken zum Mitmachen motivierten. Es hat so viel Spaß gemacht, zu sehen, wie sehr sie sich einen öffentlichen Auftritt wünschen, und wie viele Helfer vom ganzen Dorf mit anpacken“, ist Weber begeistert. Sie schrieb fleißig Noten – passend zu den Besetzungen und probte mit vielen Gruppen. Als es dann soweit war, kamen mehr als 100 ganz verschiedene Musikanten und Sänger zusammen: junge und junggebliebene, leise und laute, Anfänger und Profis, Solisten und Ensembles aller Arten. Die Musikanten wurden von den Anwohnern willkommen geheißen und bestens versorgt.

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Auf 15 Plätzen gaben die Mitwirkenden in zwei Runden ihre musikalischen Kostbarkeiten zum Besten. „Und selbst die kleinen Musikanten verloren durch die lockere Form der Straßenmusik ihre Angst vorm Vorspielen und waren voller Begeisterung dabei“, beschreibt Weber die Atmosphäre.

Mit ihren Stücken präsentierten sich auch die Familien Schubert aus Götting und Kögl aus Göggenhofen: (von linnks) Antonia und Jürgen Schubert, Eva Kögl, Killian, Vitus und Rosi Schubert sowie Magdalena, Sebastian und Katharina Kögl.

Da waren die jüngsten Flötensolisten der Plattlerkinder aus Vagen zu hören, die Kommunionkinder aus Großhöhenrain. Die Musikschule Feldkirchen präsentierte sich mit einem Querflötenensemble, einem Holzbläserensemble und einer Klarinettengruppe. Zahlreiche Stubenmusikensembles spielten unter der Leitung von Angelika Weber, den Ratschkathln aus Großhöhenrain konnte man zuhören bis hin zu den Klängen der neuen kleinen Blasmusikbesetzung der Musikkapelle Vagen.

Auch die „Alten und Erfahrenen“ hatten ihren Spaß. Da waren zu hören die Lausbuammusi, Querfeidoin, die Mühlbachmusi, Familie Salzborn aus Götting, Siamak Golshani mit Freunden, der Feldkirchner Dreigesang und die Gruppe Harpanera aus Vagen.

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Ein ganz besonderer Augen- und Ohrenschmaus waren die vielen Familienmusiken – entstanden aus der Not des Lockdowns, aber für alle Generationen eine große Bereicherung. Da spielten mit großer Freude die Familie Kurz aus Bergham, Familie Griesmeier aus Heufeld, Familie Moser, Familie Beck, Familie Huber aus Feldkirchen, Familie Schubert aus Götting, Familie Kögl aus Göggenhofen, Familie Hampel aus Niklasreuth sowie die Familien Ehinger, Danner, Ellmayer, Döbler und Gerbl aus Vagen. „Musikanten aller Altersgruppen, aber auch Zuhörer aller Generationen gaben diesem Straßenmusik-Fest eine unglaubliche Lebendigkeit“, ist Weber fasziniert.

Am Ende genossen mehr als 500 Teilnehmer und Zuhörer diesen Abend. Leider konnte der gemeinsame Abschluss mit Standkonzert der Musikkapelle Vagen und einem gemeinsam gesungenen Gute-Nacht-Lied wetterbedingt dann nicht mehr stattfinden. Die Organisatoren Angelika und Thomas Weber sind glücklich: „So ein Straßenmusik-Fest war uns schon lange ein Herzensanliegen. Dass es nun auch noch so schön war, freut uns natürlich sehr. Wir danken allen, die zum Gelingen dieses wunderbaren Festes beigetragen haben.“

Eine ganz besondere Ehre war für alle Mitwirkenden der Besuch von Traudi Siferlinger. Da Angelika Weber mit Hackbrett, Harfe und Querflöte schon einige Male bei den „Wirtshausmusikanten“ dabei war, kennt sie die Fernsehmoderatorin gut. Als sie ihr vom Engagement der kleinen Musiker für das Straßenfest erzählte, war Siferlinger so begeistert, dass sie nach Vagen kam.

Ein kleiner Ort geht jetzt auf Sendung

Dort hat sie viele Töne eingefangen, Interviews mit großen und kleinen Musikanten, mit Zuhörern und Anwohnern aufgezeichnet. Am morgigen Donnerstag, 12. August, geht das Vagener Straßenmusik-Fest nun auf Sendung. Um 19 Uhr ist es auf BR-Heimat in einer Sendung mit Traudi Siferlinger zu hören.

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