BAUAUSSCHUSS

Ersatzbaugebilligt,Ablehnung bekräftigt

18 bis 28 Grad und nicht wie ursprünglich angedacht 35 Grad soll die Dachneigung für ein Haus an der Thürhamer Straße betragen. Mit Auflagen stimmte der Bauausschuss einem Ersatzbau am Ortsrand zu. Gleichzeitig hielt der Ausschuss im Gegensatz zum Landratsamt Rosenheim an seiner Ablehnung für eine Produktionshalle in Thal-acker fest.

Bad Aibling– „Geplant ist, das bestehende Einfamilienhaus mit einer Grundfläche von nur 50 Quadratmetern und einer Garage durch einen Neubau für ein Einfamilienhaus mit einer Grundfläche von 100 Quadratmetern zu ersetzen“, schilderte Stadtbaumeister Andreas Krämer eingangs. Es sollen auch drei Garagen errichtet werden, damit die größere Familie samt Pflegekraft dort untergebracht werden kann.

Der Bauausschuss hat – wie berichtet – in seiner April-Sitzung den Antrag abgelehnt, da er öffentliche Belange im Außenbereich beeinträchtigte. „Nunmehr liegt eine erneute Bauvoranfrage vor. Darin wurde der Baukörper gedreht, um die Traufseite des Gebäudes zur freien Landschaft auszurichten“, schlüsselte Krämer die Modifizierungen auf. Der neue Baukörper habe nun eine Grundfläche (Hauptbaukörper) von 80 Quadratmetern. Die Doppelgarage ist mit Abstellraum angedacht. Das Gebäude hat Erd- und Dachgeschoss. „Der Kniestock beträgt zwei Meter. Kritik hagelte es indes für die Neigung des Satteldachs mit einer Bandbreite von 18 bis 35 Grad. „Das wäre ja bei 35 Grad wie ein Kirchendach“, monierte Richard Lechner (SPD). Außerdem forderte er, ein Vordach schriftlich festzusetzen, damit „dieses nicht vergessen wird“.

Weitere Festsetzungen: Die Fensteröffnungen sind als stehende Rechtecke zu gestalten. Ausgenommen sind Fenster in Kniestockgeschossen. Es soll nur eine Wohneinheit zugelassen werden. „Das Vorhaben befindet sich planungsrechtlich eindeutig im Außenbereich. Dieser ist ein nichtprivilegiertes Vorhaben“, so Krämer. Auch war für die Bauverwaltung eine Vergrößerung dieses Gebäudes auf maximal 80 Quadratmetern Grundfläche vorstellbar.

Einstimmig gab der Ausschuss abschließend nach der Ehrenrunde im April grünes Licht für das Vorhaben.

Erneut lag dem Gremium der Tekturantrag der Firma. Rottmüller zur Verlagerung des Anbaus der Produktionshalle sowie Änderungen zum Betriebs- und Bürogebäude in Thalacker vor. Der Bauausschuss hatte den Antrag aber im August vergangenen Jahr abgelehnt (wir berichteten). Das Landratsamt Rosenheim jedoch teilte nun mit: „Wir haben den Sachverhalt geprüft und halten den Antrag für genehmigungsfähig. Wir beabsichtigen daher, das verweigerte Einvernehmen zu ersetzen. Aus diesem Grund regen wir die nochmalige Behandlung des Vorhabens im zuständigen Gremium der Stadt an.“

Dem kam der Bauausschuss nun auch nach. Thomas Höllmüller (CSU): „Zur Sache äußere ich mich nicht mehr. Ich bleibe bei meiner Meinung und werde das Einverständnis erneut verweigern.“ Dieser Ansicht folgte das Gremium in jüngster Sitzung bei drei Gegenstimmen ebenfalls. Die städtische Ablehnung hat Bestand. Zur Erinnerung: Es wird der Neubau eines Betriebs- und Bürogebäudes beantragt. Das Gebäude mit einer Grundfläche von 144 Quadratmetern sieht im Erdgeschoss die Nutzung von Umkleide- und Technikräumen sowie Empfangs- und Aufenthaltsräumen vor. Im Obergeschoss seien Büroräume sowie Besprechungs- und Ausstellungsräume vorgesehen.

Aber: „Der Baukörper mit den Abmessungen von 18 mal acht Metern steht unmittelbar an der bestehenden Stützmauer, welche den Geländeunterschied zwischen Produktionsgelände und der südöstlich angrenzenden Grünfläche auffängt“, so Krämer. Die Wandhöhe beträgt 5,49 Meter und ragt 2,70 Meter über das Gelände hinaus.

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