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Ortsrat Feldolling interveniert gegen Pläne zum kommunalen Hochwasserschutz in Feldkirchen-Westerham

Entschiedener Einspruch gegen Vorplanung

Feldolling - Der Ortsrat Feldolling beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der neuesten, jetzt durch den Gemeinderat beschlossenen Fortführung der Planungen zum kommunalen Hochwasserschutz. Die Räte betrachteten den Teil der Planungen, der Feldolling betrifft, als ungenügend. Sie seien damit zu einer gleich ablehnenden Bewertung der Planungen gekommen, wie die Feldollinger Gemeinderäte Georg Glas und Josef Hupfauer.

Die von Feldollinger Bürgern favorisierte Lösung, der Ausbau des Feldkirchener Bachs ab Pflegeheim, solle aus Kostengründen nicht realisiert werden. Stattdessen solle das Hochwasser, welches nach Feldkirchen im Bereich Frühlingsstraße durch geplante Uferabsenkungen aus dem Bachbett tritt, über fließende Retention entlang von neuen Deichen über die Ackerflächen nördlich an Feldolling vorbeigeführt werden.

Dadurch entstehe für Feldolling die gleiche Situation wie bei einem Polder Oberfeld. Das Eindringen von Oberflächenwasser in die Erdschichten und damit die Vernässung der Keller im Oberdorf mit der Fließrichtung Richtung Am Gries und zur Mangfall wären die Folge, hieß es. Die von Planern ad acta gelegene Variante Polder Oberfeld werde somit wieder unter anderem Namen eingeführt, genau betrachtet mit jetzt noch ungünstigeren Zuständen - nicht nur für die Anwohner Samerstraße, sondern auch für diejenigen entlang der Ollinger Straße, so der Ortsrat. "Eine Verschlechterung der aktuellen Verhältnisse würde zusätzlich durch die beabsichtigte Absenkungen der Ufer, Bereich Frühlingsstraße, hervorgerufen, bereits bei kleineren Hochwasserereignissen", hieß es weiter.

Die verabschiedeten Planungen seien weder mit dem Ortsrat noch mit betroffenen Bürgern abgesprochen. Grundstücksbesitzer, auf deren Flächen Deiche errichtet werden sollen, seien bislang nicht eingebunden worden. "Weniger Bürgernähe ist nicht machbar", so die einhellige Meinung der Ortsräte.

Franz Schmelmer, Ortsratsvorsitzender und Landwirt, könne nicht verstehen, wie die von Deichen durchzogenen Ackerflächen noch sinnvoll bewirtschaftet werden könnten. Er wundere sich, wie die vertretenen Gemeinderäte, die selbst Landwirte seien, solch einer Planung überhaupt zustimmten.

"Die Ortsräte sehen die Feldollinger Interessen von Planungsbüro und Gemeindeverwaltung konsequent ignoriert", hieß es. Der kommunale Arbeitskreis Hochwasserschutz, der zur Lösung der Hochwassersituation in Feldolling gegründet worden sei und in den Feldollinger Vertreter ihre Vorstellungen einbrächten, missachte die Vorschläge, die aus Feldolling kommen.

In diesem Sinne werde der Ortsrat bei der Gemeindeverwaltung und der für den kommunalen Hochwasserschutz verantwortlichen Behörde beim Landratsamt Rosenheim gegen die Planungen intervenieren. Auch die von Bürgermeister Bernhard Schweiger für den morgigen Donnerstag angekündigte Bürgerversammlung (wir berichteten), bei der auch das Thema Hochwasserschutz auf der Tagesordnung steht, biete laut Ortsrat-Verantwortliche erfahrunsgemäß keine adäquate Plattform, um die aus Sicht der Feldollinger Bürger ungelöste Hochwassersituation bürgernah und ortsteilspezifisch zu erörtern.

Der Ortsrat könne daher im Interesse der Feldollinger Bürger nicht anders handeln, als bei der Gemeinde gegen die jetzt vorgestellten Vorplanungen entschieden Einspruch zu erheben und die endlich gebotene konkrete und unfassende Bürgerbeteiligung einzufordern.

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