Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Polizei ermittelt: Auch Kinder in Gefahr?

Eltern in Sorge: Unbekannter schießt in Bad Aibling Amsel vom Baum

Grausamer Fund im Garten: Vermutlich durch ein Luftgewehr-Projektil ist diese Amsel getötet worden.
+
Grausamer Fund im Garten: Vermutlich durch ein Luftgewehr-Projektil ist diese Amsel getötet worden.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
    schließen

Grausiger Fund und große Sorge: An der Bad Aiblinger Straße Glonnanger hat ein Unbekannter mit einem Luftgewehr eine Amsel vom Baum geschossen. Die Nachbarschaft ist alarmiert. Sie fürchtet, der nächste Schuss könnte ein Kind treffen.

Bad Aibling – Es war gegen 9 Uhr, als Sabrina Kreykenbohm ein Schnalzen hört. Gerade wollte sie ihren Tag im Homeoffice beginnen. Mit einem Kaffee in der Hand saß sie auf der Terrasse, als sie beobachtete, wie ein Vogel vom Apfelbaum des Nachbar garten herunterfällt und auf dem Grundstück landet.

Dort entdeckt Barbara Kempkens die leblose Amsel. Vor allem aber erspäht sie, woran das Tier verendet ist: Ein Projektil aus einem Luftgewehr hat das Köpfchen des Vogels durchschlagen. Ort des Geschehens: die Straße Glonnanger in Bad Aibling.

Kein Projektil gefunden

Von diesem Baum an der Bad Aiblinger Straße „Am Glonnanger“ hat ein Unbekannter mit einem Luftgewehr einen Vogel erschossen.

Kreykenbohm und Kempkens verständigen die Bad Aiblinger Polizei. Die Beamten sichten den Tatort und können vor Ort zumindest nicht ausschließen, dass der Vogel durch einen Luftgewehrschuss getötet. Doch: Ein zugehöriges Projektil finden sie nicht.

Lesen Sie auch: Kolbermoor: Dachse erobern Mitterhart

Dennoch sind die beiden Frauen alarmiert. Nicht nur, dass ein Tier möglicherweise durch fremde Hand getötet wurde: Sie machen sich Gedanken um die Kinder der Familien, die entlang der Straße wohnen. Kreykenbohm selbst ist Mutter eines Kindes.

Ihre Sorgen teilten viele in der Nachbarschaft – auch, weil der mögliche Schuss in einem Radius gefallen sei, in dem sich die Buben und Mädchen normalerweise frei bewegten. Entsprechend alarmiert seien die Anwohner in der Umgebung.

Schäden auf kurze Distanz

Ein solcher Vorfall wie „Am Glonnacker“ gehe natürlich überhaupt nicht, findet Georg Meyer. Er ist Schützenmeister der Königlich privilegierten Feuerschützengemeinschaft Bad Aibling. Denn auch mit einem Luftgewehr könne man auf kurzer Distanz Schäden anrichten.

Luftgewehr ohne Registrierung kaufen

Das gelte aber auch für andere Sportgeräte.„Wir vermitteln unseren Jugendlichen das entsprechende Verantwortungsgefühl“, berichtet Meyer über die Ausbildung in seinem Verein. Er erinnert jedoch daran, dass es zum Kauf eines Luftgewehrs keine Erlaubnis brauche, deren Besitzer mithin auch nicht bei den Behörden registriert seien. Dies bestätigt die Polizei Bad Aibling. Nur das Führen einer solchen Waffe in der Öffentlichkeit – also das Tragen im griffbereiten Zustand – sei genehmigungspflichtig.

Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Im Fall des getöteten Vogels laufen die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen die Vorschriften des Tierschutzgesetzes. Nach diesem wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bedroht, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem solchen aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.

Ähnliche Fälle in anderen Kommunen

Dass Unbekannte mit Luftgewehren auf Tiere schießen, ist dabei beileibe keine Seltenheit. Am Freitag (18. Juni) erschoss ein Unbekannter einen Kater in Rosenheim. In Raubling wurde im April auf zwei Katzen geschossen, eine davon erlag ihren Verletzungen.

Mehr zum Thema

Kommentare