Nachruf

Josef Riel †

Ellmosen – Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, darunter Bürgermeister Felix Schwaller, der Landtagsabgeordnete Otto Lederer und der ehemalige Parlamentarier Sepp Ranner, wurde Josef Riel auf dem Ellmosener Friedhof zu Grabe getragen.

Riel, der nach Abschluss seines Studiums bis zum Eintritt in den Ruhestand als Wirtschaftsingenieur beim Siemens-Konzern gearbeitet hatte, starb im Alter von 77 Jahren plötzlich und unerwartet.

Pfarrer Georg Neumaier zeichnete beim Trauergottesdienst den Lebensweg des Verstorbenen nach, der im Jahr 1968 in der Schlosskapelle Maxlrain mit Ingrid Kotter den Bund der Ehe schloss, aus dem zwei Söhne hervorgingen. Neumaier nannte ihn einen „pflichtbewussten und stets hilfsbereiten Menschen“, dessen christliches Bewusstsein sein Leben geprägt habe. Der Stadtpfarrer erwähnte auch die zahlreichen Ehrenämter, die der Verstorbene bekleidete, und dankte ihm für sein vielfältiges soziales Engagement.

Für die Jagdgruppe Bad Aibling nahm Vorsitzender Christian Hilz Abschied. Riel gehörte ihr 52 Jahre an und wurde für diese Verbundenheit 1995 mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

Ehrende Worte am offenen Grab sprach auch Alois Hundhammer, der Vorsitzende des Gesangvereins Ellmosen. Riel war über 50 Jahre Mitglied des Vereins, stand 21 Jahre an dessen Spitze und wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der Redner hob vor allem die bunten Abende in Ellmosen hervor, die Riel in den 70er-Jahren ins Leben gerufen hatte und die sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen.

Ein geschätztes Mitglied war er auch beim Schützenverein Tattenhausen, dem er seit 1986 angehörte. Vorsitzender Clemens Schildhauer nannte ihn einen „großartigen Organisator“, der viel für den Verein getan habe. Unter anderem hatte Riel von 1992 bis 2000 das Amt des Zweiten Schützenmeisters inne. Seit 1988 betreute der Verstorbene die Gemeindejagd in Tattenhausen – zunächst als Mitpächter, seit 2005 als Alleinverantwortlicher für das Revier. Im Namen der Jagdgenossenschaft dankte ihm Georg Ellmayr für sein umsichtiges Handeln zum Wohle von Wald und Wild. „Der Pepi war immer korrekt und gewissenhaft“, sagte Ellmayr, der daran erinnerte, dass die Jagdgenossen nur wenige Tage vor seinem Tod den Pachtvertrag mit ihm verlängert haben.

Für den Veteranenverein Ellmosen-Harthausen sprach Bürgermeister Felix Schwaller. Er dankte Riel für seine 44-jährige Treue zur Soldatenkameradschaft, die ihm die silberne Ehrennadel verliehen hat.

Zu Ehren des Verstorbenen umrahmten die Ellmosener Sänger den Gottesdienst mit Liedern, die Riel besonders ans Herz gewachsen waren. Die Jagdhornbläser der Jagdgruppe Bad Aibling verabschiedeten sich mit einem letzten Halali von ihrem langjährigen Mitglied. Das Lied vom „Guten Kameraden“, gespielt von der Dreder Musi, und ein letzter Fahnengruß der Vereine, in denen Riel aktiv war, bildeten den Abschluss einer würdigen Trauerfeier.

norbert Kotter

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