Wegen Corona spielen Bruckmühler Eisstockschützen jetzt mit Schwimmnudeln

Sporteln mit Schwimmnudel: Frauenpower-Doppel von Moni Fischer (links) und Karin Stöckl. Hinten von links: Manfred Rohner, Franz Wasl, Alfred Bergbauer und Bernd Rupp.
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Sporteln mit Schwimmnudel: Frauenpower-Doppel von Moni Fischer (links) und Karin Stöckl. Hinten von links: Manfred Rohner, Franz Wasl, Alfred Bergbauer und Bernd Rupp.
  • vonThorsten Neuwirth
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Die Eisstockschützen des SV Bruckmühl sind nicht nur für ihre Sportlichkeit und Geselligkeit, sondern auch für ihre Spontaneität und Kreativität bekannt. Das beweisen die SVBler um Sparten-Chef Franz Wasl auch während der Corona-Pandemie und rufen die neue Trainingsform „Schwimmnudel“ ins Leben.

Bruckmühl – Sicherheitsvorkehrungen und Abstandsregeln müssen auch bei diversen sportlichen Aktivitäten berücksichtigt werden. Deshalb kreierten die Stockschützen des SVB speziell für ihre Sportart nun eine komplett neue Trainingsform. „Damit wollen wir auf Nummer sicher gehen, damit auch ja nichts anbrennt“, bringt Spartenleiter Wasl die Sachlage auf den Punkt.

So wurde das Konzept „Schwimmnudel“ ins Leben gerufen. Die Initialzündung zu diesem Trainings-Projekt löste nach Aussage von Wasl die über alle Medien-Kanäle publizierte Abstandsregel von 1,50 Metern aus. „Dazu kam dann noch der Kommissar Zufall.“

So berichtete ein öffentlich-rechtlicher TV-Sender von einem Bademeister in Nordrhein-Westfalen, der zur korrekten Abstandseinhaltung Schwimmnudeln einsetzte. Der Grund: Alle gängigen Schwimmnudeln haben eine Länge von 1,50 Metern.

Geheimtraining in der Dunkelheit

„Das war auch der Startschuss für unser Training mit der Schwimmnudel. Nach einem Geheimtraining auf der SVB-Asphaltbahn im Dunkeln ohne Flutlicht – wir wollten uns ja nicht komplett zu Spinnern machen – war die Sache schnell in trockenen Tüchern“, so Wasl. Schon wenige Tage später wurde die Theorie mit einer Mordsgaudi dann in die Praxis umgesetzt.

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„Lachen soll ja gerade in schwierigen Zeiten eminent wichtig sein, und der Sport auch Spaß machen“, schmunzelt Franz Wasl. Nach seinen Aussagen ist beim Spezialtraining aber von allen Stockschützen auch eine große Portion Kreativität und Koordinationsfeingefühl gefordert. Das heißt im Klartext: Die beiden Spieler der gegnerischen Teams stellen sich an gewohnter Stelle – in der Mitte des „Häusl“– nebeneinander auf.

Immer schön die Schwimmnudel halten

Zur korrekten Abstandsermittlung erfassen sie die Schwimmnudel jeweils an einem Ende mit der linken beziehungsweise rechten Hand. Nun ist es die große Herausforderung, den Eisstock mit gutem Augenmaß und viel Gefühl in den gegenüberliegenden Zielbereich auf die „Daubn“ – die Hartgummischeibe – zu bugsieren, ohne dabei die Schwimmnudel loszulassen. „Das Pikante ist dabei, dass die Kontrahenten den gegnerischen Stock auch aus der Bahn kicken können“, sagt Wasl mit einem Augenzwinkern.

Knisternde Spannung

Aus diesem Grund sei dieser besondere Trainings-Typ nach seiner Erfahrung nicht für alle Liebes- oder Ehepaare geeignet, „denn da kann es schon zu der ein oder anderen Konfliktsituation kommen“.

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Auf der nächsten, entgegengesetzten Bahn werden dann die Plätze gewechselt: So muss jeder mal mit dem starken und schwachen Arm ran. „Da ist knisternde Spannung programmiert“, zeigt sich Moni Fischer nach den ersten Versuchen begeistert. Dem spielerischen Ideenreichtum sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. So können neben Damen- und Männer-Doppel auch Mixed-Teams „an die Eisstock-Schwimmnudel“ gehen.

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