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Erdaustausch

Einstige Deponie: Tonnenweise sauberer Humus fürs Schwimmbad Bruckmühl

Eine 35 Zentimeter starke Schicht sauberen Humus‘ und sogenannte Geogitter um die Bäume werden eingebracht.
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Eine 35 Zentimeter starke Schicht sauberen Humus‘ und sogenannte Geogitter um die Bäume werden eingebracht.

Langsam bedeckt eine dünne Eisschicht das Schwimmerbecken, die Sonne steht tief und die Bäume sind kahl – das Schwimmbad Bruckmühl ist in der Winterpause. Und trotzdem ruht der sprichwörtliche stille See nicht, denn im Freibad läuft gerade ein umfangreicher Erdaustausch.

Bruckmühl – Die letzte Saison stellte den Schwimmbadverein und besonders die Betriebsleiter wieder einmal vor gewaltige Herausforderungen. Ein kurzer Rückblick: Schon Anfang des Jahres war absehbar, dass ein normaler Saisonstart im Mai unmöglich werden würde.

Planung unter erschwerten Vorzeichen

Der Erdaustausch im Bruckmühler Schwimmbad ist bis zum Saisonstart im Mai abgeschlossen.

Lange gab es in den Infektionsschutzmaßnahmen keine expliziten Aussagen für Freibäder, was die Planung sehr erschwerte. Schließlich wird das Bruckmühler Freibad auf ehrenamtlicher Basis mit jährlich neu angeworbenen Mitarbeitern betrieben, die immer wieder geschult und eingewiesen werden müssen. „All das braucht zeitlichen Vorlauf und ausreichende Vorbereitung“, so Louis Dandl, einer der Betriebsleiter. Der Personalbedarf wurde durch die notwendigen Hygienemaßnahmen und die Kontaktverfolgung der Badegäste zusätzlich erhöht.

Deutlich weniger Besucher

Letztlich schlugen sich die besonderen Umstände einer verkürzten Saison unter Corona-Bedingungen sowohl finanziell als auch in der Besucherstatistik nieder: 11 000 Badegäste konnte das Bad von Mitte Juni bis September zählen, ein deutliches Minus im Vergleich zum Corona-Vorjahr mit fast 15 000 Besuchern.

Doch auch wenn die Pumpen stillstehen und die Tore geschlossen sind, passiert einiges „hinter den Kulissen“. Unter dem weitläufigen Areal des Bades befand sich einst eine ehemalige Deponie, auf der bis in die 60er-Jahre Hausmüll entsorgt wurde.

Eine ausführliche Untersuchung des Erdreiches und des Grundwassers ergab zwar keine Belastung für Mensch und Umwelt, um mögliche Risiken jedoch komplett ausschließen zu können, wird das Gelände derzeit unter der Leitung der Marktgemeinde Bruckmühl und mit Fördermitteln des Freistaates Bayern saniert. Eine 35 Zentimeter starke Schicht sauberen Humus‘ sowie sogenannte Geogitter um die Bäume werden eingebracht. Sie sollen einen Kontakt der Besucher mit dem alten Erdreich verhindern.

Baumbestand erhalten

Louis Dandl erklärt: „Unserem Verein als Betreiber war besonders der Erhalt des alten Baumbestandes wichtig. Er verleiht dem Gelände seine besondere Atmosphäre – vor allem natürlich im Sommer. Dass wir das Profil des Geländes im Zuge der Maßnahme neu mitgestalten können, ist für uns ein zusätzlicher Pluspunkt.“ Denn durch Absackungen entstand über die letzten Jahrzehnte seit dem Bau des Bades ein sehr ungleichmäßiger Verlauf der Wiese.

Eröffnung ist für Mai geplant

Die Durchführung aller Maßnahmen wurde in den Winter gelegt, um bei Saisonstart 2022 das gesamte Gelände wieder nutzen zu können. Bis zum Frühjahr 2022 sind die Listen der zu erledigenden Aufgaben noch lang. Trotzdem sind die Betriebsleitung und Vorstandschaft hochmotiviert, das Bad bald wieder zu öffnen und für kommende Generationen attraktiv zu halten. Schwimmkurse und viele weitere Angebote sind wieder geplant. Die Eröffnung soll im Mai stattfinden – in der ungebrochenen Hoffnung, dass dann auch die äußeren Umstände mitspielen.

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