Planungen

Eine „Wendelsteinsauna“ mit Ausblick soll ab 2022 Bad Aiblinger Therme bereichern

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Zwischen Thermen- und Saunabereich soll die neue Wendelstein-Sauna geplant werden. 
  • Eva Lagler
    vonEva Lagler
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Bad Aiblings Therme soll Zuwachs kriegen: „Wendelstein-Sauna“ lautet der Arbeitstitel für das neueste Projekt, dessen Planung der Werkausschuss jetzt bewilligte. Von erhöhter Position aus sollen die Gäste ab 2022 den Blick aufs Bergpanorama genießen können.

Bad Aibling – Die Therme Bad Aibling wird im kommenden Jahr 14. Bestes Teenager-Alter also, da darf es schon was Besonderes sein, wenn die „Mütter“ und „Väter“ etwas „spendieren“. Wobei das, was hier geplant ist, den Besuchern zugute kommt und dem erklärten Ansinnen der Stadtwerke entspricht, die Freizeitanlage an der Lindenstraße noch attraktiver zu machen. „Wendelstein-Sauna“ heißt das anvisierte Projekt, für dessen Planung der Werkausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit einer 11:0-Entscheidung Mittel von 30 000 Euro locker machte.

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Robert Hösle vom Büro Behnisch Architekten, das die Therme geplant hatte, wird sich der Sache annehmen. Wie die Sauna im Bereich Moorkuppel/Gradieranlage umgesetzt werden kann und mit welchen Kosten zu rechnen ist, werden die Untersuchungen dann zeigen.

Nicht nur „dazugebastelt“

Dass das Büro Behnisch dafür ins Boot geholt wird, war für die Beteiligten klar : „Das Projekt muss ein integraler Bestandteil der Therme mit Sauna und nicht einfach nur ,dazu gebastelt‘ werden. Die Therme an sich ist ja schon so etwas wie ein Kunstwerk und so soll auch mit der neuen Sauna alles wie aus einem Guss wirken und die gleiche Handschrift tragen“, so Stadtwerkeleiter Stefan Barber, dem das Projekt seit Langem auch persönlich sehr am Herzen liegt. Man habe ein sehr großes Potenzial mit dem Bergpanorama und dem Blick nach Süden, das man hierfür sehr gut nutzen könne.

Die „Wendelstein-Sauna“, so der Arbeitstitel, soll bewusst erhöht sowie zwischen Thermenbereich und Sauna liegen und einen Textil- und einen herkömmlichen Saunabereich erhalten.

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„Dieses Projekt wäre nach dem neuen Ruhebereich und der Hausbootsauna die dritte große Erweiterung der Thermenanlage“, merkte Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) an. „Die Therme ist das Flaggschiff in der Außenwahrnehmung unserer Stadt. Seit ihrem Bau 2007 wurde sie in einem Top-Zustand gehalten, aber es braucht auch neue Angebote“, bekräftigte Schlier.

Therme Bad Aibling attraktiv machen

Auch in den Augen von Florian Weber (Bayernpartei) ist es genau der richtige Weg, das starke Image aufrecht zu erhalten, die Planung für die Wendelstein-Sauna in Auftrag zu geben und die Therme noch attraktiver zu machen. Ihm seien die Finanzen der Stadt immer ein wichtiges Anliegen, doch diese Investition sei zwingend, denn: „Wenn dieser Zug abfährt, haben wir wirklich was verpasst.“

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Dem Ansinnen von Barber und dessen Team, die Therme künftig zudem mit mehr Werbemaßnahmen sichtbarer zu machen, stimmte der Ausschuss ebenfalls zu. Die Anlage sei „wahrscheinlich die einzige Therme, in der man im Sommer vorbeifahren kann, ohne das man sie sieht“, meinte der Stadtwerkeleiter. Mit einer hinterleuchteten Werbeanlage auf der gegenüberliegenden Straßenseite will man künftig auf das Schmuckstück von Bad Aibling aufmerksam machen.

Zielgruppe der Therme Bad Aibling

Als erklärte Zielgruppe der Stadtwerke für die Therme nannte Barber die Tagesgäste, um die man im neuen Jahr auch noch gezielter und auf den verschiedensten Kanälen werben wolle – auch im Münchner Bereich. Man sei immer bestrebt, den Gästen etwas Neues und Besonderes zu bieten. Dazu gehöre die Schaffung von Nischen und privateren Bereichen – auch im Außenbereich – die gegen Aufpreis genutzt werden können.

Neben der Umgestaltung im Foyer soll es dort künftig auch für Nicht-Thermengäste möglich sein, das Gastronomieangebot wahrzunehmen. Auch für die Projektionskuppel wünscht sich der Stadtwerkechef mehr Vielfalt und eine zielgruppenorientierte Auffächerung des Angebotes. Dazu zählen dann unter anderem Filme für Kinder oder Jugendlichen, die zu bestimmten Zeiten gezeigt werden oder spezielle Musik und wechselnde Projektionen. Auch hier gelte es auszuloten, was gut angenommen wird.

Dass Teilbereiche der Therme im 14. Jahr ihres Bestehens Sanierungsbedarf haben (Bericht folgt), sei auf Verschleißerscheinungen zurückzuführen, die bei einem Betrieb an 364 Tagen im Jahr abzüglich der Inventurwoche naturgemäß anfallen.

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