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Faschingssingen in Bruckmühl

Eine Weltpremiere findet zur „Fasenacht“ in Bruckmühl statt

Seinen neuesten Mix aus Faschingsversen und Kreuzpolka stellt Kreisvolksmusikpfleger Ernst Schusser beim Faschingssingen am 26. Februar vor. Er hofft auf viele kostümierte Mitsänger.
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Seinen neuesten Mix aus Faschingsversen und Kreuzpolka stellt Kreisvolksmusikpfleger Ernst Schusser beim Faschingssingen am 26. Februar vor. Er hofft auf viele kostümierte Mitsänger.
  • VonJohann Baumann
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Auf eine Weltpremiere dürfen sich die Bruckmühler am Faschingssamstag, 26. Februar, freuen. Volksmusikpfleger Ernst Schusser hat etwas ganz Besonderes vorbereitet.

Bruckmühl – „Lustig ist die Fasenacht, wenn mei Muatta Krapfn bacht, wenn sie aber keine bacht, pfeif ich auf die Fasenacht“ – so lautet der Text eines althergebrachten, in ganz Oberbayern verbreiteten und oftmals auch gesungenen einstrophigen Verses zur Faschingszeit. Ernst Schusser, der frühere Leiter des in Bruckmühl beheimateten Volksmusikarchivs des Bezirks Oberbayern und jetziger Kreisvolksmusikpfleger, hat den Vers mit der überlieferten Melodie der Kreuzpolka hinterlegt und noch zwei Strophen dazu gedichtet.

Fröhlicher Reigen am 26. Februar

Das dreistrophige Werk erlebt am Faschingssamstag, 26. Februar, um 10 Uhr, vor dem Büro des „Fördervereins für das Volksmusikarchiv“ am Pfarrweg 11 (Haus Neumaier) seine „Weltpremiere“. Unter dem Motto „Drauß’n miteinander singen“ lädt der Förderverein zum „Singen von lustigen Liedern für Alt und Jung“ ein – natürlich unter Einhaltung der geltenden Corona-Bedingungen.

„In vielen Gegenden hat sich die Faschingszeit ausgeweitet und ist mit vielen Terminen, Tanz, Unterhaltung und Bräuchen wie beispielsweise dem Aperschnalzen verbunden“, erläutert der Kreisvolksmusikpfleger und führt weiter aus: „Am Faschingswochenende selber gab und gibt es viele alte und neuere Bräuche am Donnerstag wie Hemadlenzen oder Schellenrührer, aber auch das Krawattenabschneiden bei der Weiberfastnacht und am ruaßigen Freitag lokale musikalische Umzüge mit dem Faschingsroß oder der Haberngoaß.“

Auch in der Volksmusikpflege gebe es „maskierte“ Heimgarten, Musikantentreffen und Volkstänze am Faschingswochenende, neben den großen Faschingsumzügen, dem Faschingstreiben auf Straßen und Plätzen und den Faschingsbällen. „Am Rosenmontag geht man ins Wirtshaus zur Faschingsgaudi oder zum geselligen Singen – und am Faschingsdienstag wird mit viel Wehklagen der Fasching eingegraben“, schildert der Volksmusik- und Brauchtums-Experte.

Gerade in der Corona-Zeit sei das öffentliche Kulturleben sehr eingeschränkt und deshalb brauche es auch Aufmunterung und Freude. Das habe seinerzeit die Geschichte von den Schäfflertänzern in München gezeigt, die sich der Legende nach in der abklingenden Pest in München im 16. Jahrhundert als Erste wieder hinausgewagt hatten und die Menschen mit ihren Faxen, mit Musik und Tanz erfreuten.

„So wollen wir es auch in Bruckmühl halten: Drauß’n miteinander singen – das war unser Schlagwort in den vergangenen Corona-Monaten und das soll auch am Faschingssamstag sein“, betont Ernst Schusser. Seit vielen Jahren organisiert er am Rosenmontag ein Faschingssingen für den Rosenheimer Gastwirt Toni Sket vom „Zum Johann Auer“ und hat ein solches auch schon mehrmals im Bruckmühler Altenheim durchgeführt. „Heuer machen wir das Singen von lustigen Liedern in Bruckmühl öffentlich und generationsübergreifend“, so Ernst Schusser.

Er sei dazu wiederholt mit Kindern, ihren Eltern und Großeltern in Kontakt gekommen, und viele hätten sich schon für das Singen angemeldet. „Nach dem Auftakt vor dem Neumaier-Haus ziehen wir dann – wenn möglich– mit Musik durch einige Straßen in der Nachbarschaft und in den Rathauspark und singen mit den Passanten und denen, die uns begleiten“, kündigt der Organisator an.

Im Kostüm singend durch die Straßen

Besonders würde er sich über zahlreiche Kostümierungen freuen – ob über die Traditionsfiguren Schimmelreiter, Haberngoaß, Gretl in der Butt‘n (stammt von den Schäfflern) oder Bärentreiber, aber auch über alle anderen Faschingsverkleidungen. Aufgrund der Pandemie kann leider kein Verkauf von Speisen und Getränken erfolgen.

Weitere Infos und Anmeldung bitte frühzeitig bei Ernst Schusser unter der E-Mail ernst.schusser@heimatpfleger.bayern, per Fax unter der 08062/7767505 oder per Telefon (nur Anrufspeicher) unter der 01 72/8 51 64 44. „Wir freuen uns über viele lustige Faschingsleute in Bruckmühl und hoffen natürlich auf gutes Wetter“, erklärt Ernst Schusser abschließend.

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