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Kommunen arbeiten an Lösung

„Eine Riesenchance“: In Tuntenhausen gibt es Platz für 18 Bruckmühler Kinder

Der feierliche Einzug ins neue „Haus für Kinder Maria Himmelfahrt“von Bürgermeister Georg Weigl und den Kindern ist noch gar nicht so lange her. Erst im September wurde die neue Kita in Tuntenhausen eröffnet. Jetzt könnte sie auch für Bruckmühler Eltern eine Alternative sein.
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Der feierliche Einzug ins neue „Haus für Kinder Maria Himmelfahrt“von Bürgermeister Georg Weigl und den Kindern ist noch gar nicht so lange her. Erst im September wurde die neue Kita in Tuntenhausen eröffnet. Jetzt könnte sie auch für Bruckmühler Eltern eine Alternative sein.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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In Bruckmühl fehlt es an 29 Krippen- und 22 Kindergartenplätzen. In Tuntenhausen sind 18 Plätze frei. Finden die Gemeinden jetzt gemeinsam eine Lösung für unversorgte Familien?

Bruckmühl – Dem einen fehlt es an Platz, der andere hat zu viel: Die Marktgemeinde Bruckmühl kann 29 Krippen- und 22 Kindergartenkinder ab September nicht unterbringen. Im benachbarten Tuntenhausen sind Kapazitäten frei: zwölf Krippen- und mindestens sechs Kindergartenplätze. Würden Eltern die 16 Kilometer Entfernung in Kauf nehmen, gebe es also für 18 Familien eine Alternative. Jetzt wollen sich Gemeinden und Träger zusammensetzen, um eine Lösung zu finden.

Gemeinde hat für die Zukunft gebaut

Tuntenhausen hat vorausschauend geplant. Im September ging an der Schönauer Grundschule eine Offene Ganztagsschule (OGS) an den Start und löste den Hort im Kinderhaus „Purzelbaum“ in Hohenthann ab. Damit wurden dort mehr Kapazitäten für den Kindergarten frei. Ebenfalls im September wurde das neue „Haus für Kinder Maria Himmelfahrt“ in Tuntenhausen eröffnet. 50 Plätze sind hier entstanden. Nicht alle werden momentan gebraucht, denn die Gemeinde hat langfristig gedacht und alle Eventualitäten eingeplant. Die Einrichtung ging erst einmal mit drei Gruppen an den Start.

Und auch im kommenden Betreuungsjahr werden nicht alle Plätze gebraucht. „In unserer Gemeinde wurden für das neue Betreuungsjahr mehr als 100 Kinder für Krippe und Kindergarten angemeldet“, informiert Christine Schindlbeck von der Verwaltung. Alle haben einen Platz bekommen, wenn im Krippenbereich auch nicht in jedem Fall am gewünschten Ort.

Zugleich hat die Gemeinde noch Kapazitäten frei. In der neuen Tuntenhausener Kindertagesstätte ist noch Platz für zwölf Kinder im Krippen- und mindestes sechs im Kindergartenalter. „Wir haben eine Gruppe nicht eröffnet, weil kein Bedarf bestand. Ein altersgerecht gestalteter Krippenraum ist also frei“, informiert Sabine Suitner-Miller, die Verwaltungsleiterin des Kita-Verbundes Beyharting als Träger der Einrichtung.

Bei den Nachbarn in Bruckmühl ist der Bedarf groß. „An uns ist noch niemand herangetreten“, wundert sich Suitner-Miller. Eine Erzieherin und zwei Kinderpflegerinnen würden für eine Krippengruppe mit zwölf Kindern gebraucht. Zwar sei der Arbeitsmarkt sehr angespannt. „Doch wenn wir in den nächsten zwei bis drei Wochen so viele Anmeldungen bekämen, dass wir eine Gruppe aufmachen könnten, denke ich schon, dass wir es hinbekommen“, ist sie zuversichtlich.

Gastkinder aus anderen Gemeinden darf ein freier Träger in seiner Kindereinrichtung aber nur aufnehmen, wenn die Gemeinde Tuntenhausen zustimmt. „Ich stehe dem grundsätzlich offen gegenüber“, betont Bürgermeister Georg Weigl: „Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit sollten wir uns untereinander helfen.“

Die Bruckmühler nahmen diese Botschaft mit großer Erleichterung auf. „Das wäre ein super Sache, eine Riesenchance für unsere Familien“, freut sich Zweiter Bürgermeister Klaus Christoph.

Verwaltungschef Rainer Weidner stellte sofort die Weichen dafür, dass schon in der nächsten Wochen Gespräche zwischen den Gemeinden und dem Träger stattfinden. Dabei geht es nicht nur um die Gestaltung der Gastkind-Verträge, sondern auch um eine Einigung, wie die Defizite der Kindereinrichtung künftig unter den Kommunen aufgeteilt werden können. „Sobald wir uns geeinigt haben, könnten wir die Eltern, die wir im Markt Bruckmühl nicht versorgen können, informieren“, erklärt Weidner das weitere Prozedere.

Befristete Lösung schafft Spielraum

„Damit hätten wir zumindest für die dringendsten Fälle eine Alternative“, ist Weidner dankbar für die Hilfsbereitschaft der Tuntenhausener. Ob die Eltern die Angebote mit Fahrtweg nach Tuntenhausen annehmen, liegt in ihrer Hand.

Auch wenn in Tuntenhausen jetzt Gastkinder aufgenommen würden, müssten sich die Familien der Gemeinde keine Sorgen machen, dass ihnen damit in den kommenden Jahren Betreuungsplätze verbaut werden. „Wir nehmen Gastkinder mit befristeten Betreuungsverträgen auf“, erläutert Christine Schindlbeck. Vorrang haben immer die Kinder aus der eigenen Gemeinde. „Doch selbst eine befristete Lösung würde uns Spielraum verschaffen, um beispielsweise den Kindergarten in Götting voranzubringen“, betont Bruckmühls Verwaltungschef. An der Bauleitplanung für das Projekt wird mit Hochdruck gearbeitet.

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