Vorweihnachten und Corona

Eine etwas andere Nacht in Bad Aibling: Mit „1000 Lichtern“ kamen auch viele Kunden

Bad Aibling will mit dem frühzeitigen Anschalten der Weihnachtsbeleuchtung nicht die Adventszeit „vorverlegen“, sondern auch in der dunklen Jahreszeit zeigen, wie schön es ist, sagt Alexandra Birklein vom Stadtmarketing.
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Bad Aibling will mit dem frühzeitigen Anschalten der Weihnachtsbeleuchtung nicht die Adventszeit „vorverlegen“, sondern auch in der dunklen Jahreszeit zeigen, wie schön es ist, sagt Alexandra Birklein vom Stadtmarketing.
  • Eva Lagler
    vonEva Lagler
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Die Bad Aiblinger sehnen sich nach Flanieren, Bummeln und gemütlichem Einkaufen. Das bewies die „Nacht der 1000 Lichter“ – der Abend, an dem die Weihnachtsbeleuchtung im Stadtgebiet anging. Und mit den Lichtern kamen auch die Besucher.

Bad Aibling – Fast keine der geplanten Veranstaltungen zur Belebung der Innenstadt konnte das Stadtmarketing Bad Aibling heuer durchführen. Abgesagte Märkte, keine Feste, keine verkaufsoffenen Sonntage. Immerhin soll es im Advent einige Weihnachtsmarktstände über die Stadt verteilt geben, um wenigstens für ein bisschen Adventsstimmung zu sorgen.

Flanieren abseits der Hektik

Wie sehr die Bürger das Flanieren, Bummeln und gemütliche Einkaufen außerhalb des hektischen Alltags vermissen, konnte man in der „Nacht der 1000 Lichter“ sehen – dem Abend, an dem die Weihnachtsbeleuchtung im ganzen Stadtgebiet anging. Für diese Aktion bereits Mitte November hatte sich das Stadtmarketing erstmals im vergangenen Jahr entschieden.

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„Wir hatten ja in den letzten Jahren Schritt für Schritt die Weihnachtsbeleuchtung ausgeweitet. Dafür bekamen wir so viele Rückmeldungen von Einheimischen und Gästen, dass das so schön ausschaut. Davon sollen einfach alle schon ein bisschen eher und insgesamt ein bisschen länger etwas haben – in Zeiten, in denen es schon früh dunkel wird und sich doch noch viele Menschen in der Stadt aufhalten“, sagt Alexandra Birklein vom Stadtmarketing.

Enorme Resonanz auf langen Einkaufstag

Auch der Einzelhandel beteiligt sich mit Ideen, besonderen Lichtern oder Aktionen – und einer Öffnungszeit bis 21 Uhr an diesem ersten Abend. Die Resonanz war in diesem Jahr enorm. „Es war wirklich etwas los auf den Straßen und in den Geschäften. Und die Leute haben sich dabei sehr diszipliniert verhalten, was die Corona-Regeln angeht“, hat Birklein beobachtet. Das bestätigt auch die Stadtverwaltung: „Von Seiten des Ordnungsamts gab es keinerlei Beanstandungen“, so der geschäftsführende Beamte Jürgen Stadler.

Endlich wieder etwas erleben

„Man hat gemerkt, dass sich die Menschen richtig gefreut haben, dass mal wieder ein bisschen was anderes los ist“, so Birklein. „Ich glaube, dass es diesmal gar nicht so die adventliche Vorfreude und der Aspekt ,Weihnachtsbeleuchtung‘ waren, sondern einfach mal das Rauskommen und etwas erleben.“

Manche hätten den kulinarischen Aspekt vermisst. „Aber die Lokale haben ja ihre ,To go‘-Angebote gehabt, und wir wollen bewusst keine Stehtische oder andere Sammelpunkte anbieten, an denen dann zu viele Leute beieinanderstehen, das geht momentan einfach nicht.“

„Ein wunderschöner Abend“

Die Rückmeldungen aus dem Einzelhandel seien jedenfalls positiv ausgefallen. „Es war ein wunderschöner, stimmungsvoller Abend bei uns im Laden, und eine tolle Publicity. Die Kunden waren begeistert und der Umsatz gut“ oder „Einfach toll, ich habe die ganze Woche nicht so einen Umsatz wie an diesem einen Abend gemacht“ sind einige der Reaktionen, die Birklein erreichten.

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