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Eingeschworene Gemeinschaft

Ein Prinz als Schirmherr für die 18er: Warum 6200 Trachtler in Bad Aibling so groß feiern

Sie freuen sich auf die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der 18er-Gemeinschaft Mitte September: (von links) Hubert Weigl (18er-Kassier), Brigitte Kiemer (18er-Schriftführerin), Hubert Stadler (18er-Vorsitzender), Schirmherr Peter Prinz von Lobkowicz, Bettina Hanfstingl (18er-Beisitzerin) und Martin Huber jun. (18er-Vorplattler). Nicht im Bild der Brauereidirektor Roland Bräger – er stand hinter der Kamera.
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Sie freuen sich auf die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der 18er-Gemeinschaft Mitte September: (von links) Hubert Weigl (18er-Kassier), Brigitte Kiemer (18er-Schriftführerin), Hubert Stadler (18er-Vorsitzender), Schirmherr Peter Prinz von Lobkowicz, Bettina Hanfstingl (18er-Beisitzerin) und Martin Huber jun. (18er-Vorplattler). Nicht im Bild der Brauereidirektor Roland Bräger – er stand hinter der Kamera.

Sie sind zu achtzehnt, verfolgen die gleichen hehren Ziele und wollen Mitte September ganz groß feiern: Die Trachtenvereine des Altlandkreises Bad Aibling mit ihren 6200 Mitgliedern und ihrem prominenten blaublütigen Schirmherrn. Und sie haben allen Grund dazu

Bad Aibling – Wenn im Mangfalltal von der 18er-Vereinigung die Rede ist, weiß man, worum es geht. Den „18ern“ gehören ebenso viele Trachtenvereine aus dem Altlandkreis Bad Aibling an. Gemeinsam ist ihnen vor allem die Erhaltung der Kultur, des Brauchtums und der Trachtensach‘ ein Anliegen. Dazu haben sie sich vor nunmehr 71 Jahren zusammengeschlossen.

Bereits im vergangenen Jahr sollte das 70. Gründungsjubiläum der Gemeinschaft gefeiert werden, doch auf Grund der Corona-Pandemie finden die Festlichkeiten nun erst in diesem Jahr statt – vom 16. bis 18. September.

Erfolgreiche Bittstellung

Die Vorbereitungen zum Fest laufen bereits, jedoch fehlte bis vor Kurzem noch ein geeigneter Schirmherr. Nach kurzer Überlegung der 18er-Vorstandschaft wurde in Maxlrain bei Peter Prinz von Lobkowicz angefragt und schnell konnte ein Termin für die Bittstellung gefunden werden.

Auf Zusage angestoßen

Sehr erfreut über den Besuch der Abordnung und nach einem sehr informativem Gespräch über die Trachtengemeinschaft und die geplanten Feierlichkeiten kam Prinz Peter gerne der Bitte nach und sagte den Delegationsmitgliedern zu, die Schirmherrschaft für das Jubiläum zu übernehmen.

Anschließend wurde traditionell mit einem Maxlrainer Bier auf das gute Gelingen des Festes angestoßen. Ein Erinnerungsbild vor dem Schlosseingang mit Blick in Richtung Berge durfte natürlich auch nicht fehlen.

Start des Festwochenendes ist am Freitag, 16. September, um 20 Uhr mit dem Bier- und Weinfest, gefolgt vom Jugendnachmittag der Gaugruppe Miesbach am Samstag sowie dem Festsonntag am 18. September.

Anders als das „60-Jährige“ im Jahr 2011 werden an diesem Tag das 70. Gründungsfest und zugleich das 20-jährige Bestehen der 18er-Plattlergruppe in der Ausstellungshalle in Bad Aibling durchgeführt.

Der Festgottesdienst wird bei schönem Wetter um 10 Uhr am Prantseck stattfinden. Anschließend marschieren die Trachtler in einem Festzug durch die Stadt zurück zur Ausstellungshalle zum gemeinsamen Mittagstisch, zu den Ehrtänzen und einem zünftigen Festausklang.

Gemeinschaft mit 6200 Mitgliedern

Die 18er-Vereinigung im Altlandkreis Bad Aibling umfasst 18 Trachtenvereine mit insgesamt über 6200 Mitgliedern. Vor mittlerweile 71 Jahren entschlossen sich die Vorstände der Gebirgstracht- und Erhaltungsvereine im Altlandkreis für einen Zusammenschluss. Der Grund für diesen Schritt war laut Chronik: Im Jahre 1950 sollte vom Landratsamt Bad Aibling ein hauptamtlicher Kreisjugendwart eingesetzt werden, dessen Wirkungskreis aber nicht den Vorstellungen der Trachtenvorstände entsprach. Dies konnte durch die Gründung dieser Arbeitsgemeinschaft verhindert werden. Der Anstoß kam von Hans Waldhör, zu dieser Zeit Vorsitzender des Heimat- und Volkstrachtenvereins „Oberlandler“ Bad Aibling. Die Sorge um die Erhaltung der Trachtensache und die Nachwuchsförderung waren auch ausschlaggebende Auslöser für die Gründung. Dabei stand nicht zur Debatte, welchem Gauverband die einzelnen Trachtenvereine angehörten.

Das Miteinander und Nebeneinander zum Wohle der Heimat und der Brauchtumssache waren das Ziel. Zwei Vereine waren vom „Oberlandler Gau“, sieben vom „Inngautrachtenverband“ und neun vom „Gauverband I“. Der Chronist schildert, wie es letztlich gelang, den damaligen Landrat von Bad Aibling, Dr. Ferdinand Leis, von der wichtigen Aufgabe der Trachtenvereine zu überzeugen, sodass die nötige finanzielle Unterstützung zugesichert wurde. Zu den traditionellen Veranstaltungen zählen unter anderem Heimatabende, ´das Jugendsingen und -musizieren, der Bittgang von Maxhofen nach Kleinhöhenrain und Auftritte der 18er-Plattlergruppe.

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