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Hannes Rott feiert Geburtstag

Ein echtes Bad Aiblinger Urgestein wird 80 Jahre alt

Hannes Rott krönt die Schokosahnetorte mit dem Sahne-iTüpfelchen.
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Hannes Rott krönt die Schokosahnetorte mit dem Sahne-iTüpfelchen.
  • VonJohann Baumann
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Zwischen Backstube und Bühne: Hannes Rott feiert am Sonntag, 6. Juni, seinen 80. Geburtstag. Wofür er bekannt ist und was er künstlerisch parat hat, lesen Sie hier.

Bad Aibling – Er zählt zu den bekanntesten Bürgern der Stadt – ob als Produzent feinster Konditor-Köstlichkeiten, Gastronom in seinem „Café Rott“ oder als „singender Konditormeister“: Hannes Rott feiert am Sonntag seinen 80. Geburtstag. Er ist ein waschechter Aiblinger und in seinem Elternhaus in der Bahnhofstraße 176, heute Münchener Straße 3, geboren. Nach dem Besuch der Aiblinger Luitpoldschule und der Handelsschule „Alpenland“ in Kolbermoor erlernte er in der Bäckerei Schmid in Raubling das Bäckerhandwerk. Die Berufsschule schloss er mit 1,0 ab.

1968 Eheschließung mit Gabriele

Da sein Vater Peter Rott die von ihm 1928 gegründete „Dampfbäckerei“ jedoch aus gesundheitlichen Gründen verpachtete, arbeitete Hannes mehrere Jahre auch in Garmisch und München und absolvierte in der Landeshauptstadt seine weitere Lehre als Konditor. 1968 legte er die Prüfung als Konditormeister ab und im gleichen Jahr folgte ein zweites privates „Meisterstück“: Er schloss mit seiner Frau Gabriele den Bund der Ehe, aus dem Tochter Barbara, Sohn Johannes und sieben Enkel hervor gingen.

1969 eröffnete er mit seiner Gabi nach dem Umbau seines Elternhauses die „Konditorei Café Rott“, die seit 2002 in dritter Generation Sohn Johannes führt – mit Unterstützung seiner Eltern. Rott trägt dazu mit seinen Spezialitäten Hefeteig, Stollen, Elisenlebkuchen und Krapfen bei.

Liebe zu Gesang und Bühne

Der Jubilar ist seit Jahrzehnten Mitglied beim Skiclub Aibling, beim Trachtenverein „Edelweiß“, beim Männergesangverein Ellmosen, beim Rauchklub und Sterbekassen-Unterstützungsverein und bei der Kolpingfamilie. Er spielte früher gerne Fußball und liebte das Skifahren. Seine größte Leidenschaft ist seine Liebe zum Gesang und zur Bühne.

Hannes Rott als Hexe in der Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Baumann

Seine musikalische Karriere begann mit einem ersten Gesangsauftritt beim Hirtenspiel in der Volksschule und setzte sich fort mit seiner Mitwirkung im Weihnachtsevangelium in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und beim Joseph-Haas-Chor (vormals Liedertafel). Er lernte Klavierspielen und war während seiner beruflichen Zeit in München im „Theater am Gärtnerplatz“ als „Kulissenschieber“ tätig. „Diese Tätigkeit hat meine Liebe zur Musik noch verstärkt.“

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Später nahm er in München Gesangsunterricht und mit einem Anruf von Gera Walter von der „Bühne Feldkirchen“ nahm seine Bühnenlaufbahn ihren Lauf. Als „Bastien“ stand er 1979 mit ihr im Mozarts „Bastien und Bastienne“ auf der Bühne im Aiblinger Sparkassensaal als „Vorläufer“ der heutigen „Oper Maxlrain“. Später folgten zahlreiche Gesangspartien. Einen Meilenstein bildete sein 15-jähriges Engagement bei der früheren „Oberlandbühne“, heute „Freies Landestheater Bayern“, mit dem Einstieg als „Stanislaus“ in der Operette „Der Vogelhändler im ausverkauften Aiblinger Kurhaus.

Künstlerischer Leiter des „Maxlrainer Kultursommers“

Als weitere Stationen seiner Musikkarriere sind unter anderem sein Mitwirken beim Männergesangverein Ellmosen und bei den „Aiblinger Sängern“, Liederabende sowie Auftritte unter anderem beim Aiblinger Bürgerfest zu nennen. Auch ins Musikmanagement ist Hannes Rott eingestiegen: Fast 20 Jahre lang fungierte er als künstlerischer Leiter des „Maxlrainer Kultursommers“ und hat die erfolgreiche Kulturserie maßgeblich mitgeprägt.

Für seine Verdienste um den „Kulturförderverein Mangfalltal“ wurde er 2020 zum Ehrenmitglied ernannt. Er organisierte ferner die legendären „Glonn-Rennats“, ein Barfuß-Wettlauf im seichten Wasser der Glonn. Selber ist er auch fleißig marschiert: Auf dem Jakobsweg hat er – über sechs Jahre verteilt – rund 800 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Als rüstiger „Neuachtziger“ lässt er es jetzt freilich ruhiger angehen.

„Pionier, Vordenker und Visionär“ – Stimmen von Wegbegleitern

Margret Kahnt-Barnes, Sängerin beim „Vorläufer“ der Opernbühne Maxlrain : „Mit Hannes stand ich in den Anfängen der heutigen ,Oper Maxlrain‘ mehrere Jahre zusammen auf der Bühne. Darunter waren die Aufführungen von „Der Apotheker“ (1980) und „La vera costanza“ (1987). Hannes war mit vollem Engagement und großem Ernst dabei und wir haben uns gut verstanden“.

Sepp Ranner , Mitbegründer des „ Maxlrainer Kultursommers und langjähriger Vorsitzender des „Kulturfördervereins Mangfalltal“: „Hannes ist ein begnadeter Tenor, jahrelang war ich mit ihm beim Ellmosener Männergesangverein unter dem Dirigenten Georg Resch. Es ist mir damals gelungen, ihn als Künstlerischen Leiter für den ,Maxlrainer Kultursommer‘ zu gewinnen. Mit viel Sachverstand konnte er sich in allen Winkeln der Musik bewegen und war Pionier, Vordenker und Visionär. Er ist der Vater unsrer Erfolgsgeschichte“.

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