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LESERFORUM

Eigeninteressen statt Gemeindewohl

Zur Diskussion um die Discounter-Pläne in Tuntenhausen (Berichte im Lokalteil):

In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Gemeinde um über 55 Prozent auf rund 7200 Einwohner gewachsen. Das bringt eine enorme Entwicklung der Kaufkraft mit sich. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Einwohner der Gemeinde wünschen sich zu 70 Prozent einen Drogeriemarkt und zu 80 Prozent einen Discounter.

Die Argumente von Gemeinderat Josef Bodmaier („Ich verstehe, dass wir ein Angebot für einkommensschwache Familien brauchen, aber das kann nicht auf dem Rücken der Erzeuger ausgetragen werden“) können viele Bürger nicht nachvollziehen. 1,4 Prozent der Einwohner in Deutschland sind erwerbstätige Landwirte, die pro Arbeitskraft ein Nettoeinkommen von 4500 Euro pro Monat zur Verfügung haben. Die circa 5,6 Millionen Beschäftigten im Handwerk haben ein Einkommen von 2079 Euro. 21,2 Millionen Menschen in der BRD sind Rentner und beziehen eine Durchschnittsrente von 906 Euro (Stand 2018), die Frauen nur 711 Euro. Daher wäre der Bau eines Discounters sinnvoll.

Liebe Gemeinderäte, Sie sollten sowohl den Rentnern als auch den Normal- und Geringverdienern die Möglichkeit eines günstigen Einkaufs anbieten. Der Milchpreis ist für diese Entscheidung nicht von Bedeutung. Man hat viel mehr den Eindruck, dass auf dem Rücken des Gemeindebürgers Milchpreis-Politik betrieben wird. Ich bin ebenfalls für einen fairen Milchpreis, das sollte aber in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen. Mit einem Discounter Arbeitsplätze in der Kommune geschaffen, insbesondere im Teilzeitbereich oder für Aushilfen. Dieser Zusatzverdienst ist für viele Familien eine wichtige Einkommensquelle. Ich möchte mich hier Maria Breuer anschließen, die mit ihrer sozialen Einstellung und realistischen Einschätzung als Gemeinderätin die richtige Entscheidung getroffen hat.

Willi Bonke

Ostermünchen

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