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KLARES VOTUM DES GEMEINDERATES

Markt soll größer werden: Edeka-Ausbau in Tuntenhausen ist ab jetzt Chefsache

Der Edeka-Marktes Zäuner in Tuntenhausen soll erweitert werden: So beschaulich wie auf unserem Foto geht es während der Öffnungszeiten des Marktes nie zu. Der Standort ist so stark frequentiert, dass eine Erweiterung um 400 Quadratmeter dringend erforderlich ist.
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Der Edeka-Marktes Zäuner in Tuntenhausen soll erweitert werden: So beschaulich wie auf unserem Foto geht es während der Öffnungszeiten des Marktes nie zu. Der Standort ist so stark frequentiert, dass eine Erweiterung um 400 Quadratmeter dringend erforderlich ist.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Sein Bekenntnis zum Edeka-Markt in Tuntenhausen hat der Gemeinderat jetzt erneut bekräftigt. Bürgermeister Georg Weigl (CSU/FWG) wurde einstimmig das Mandat erteilt, Gespräche mit der Regierung von Oberbayern und dem Wirtschaftsministerium zu führen. Ziel ist eine sinnvolle Erweiterung des Marktes.

Tuntenhausen – Der Edeka-Markt in Tuntenhausen wird so gut angenommen, dass die Größe des Marktes nicht mehr der hohen Kundenfrequenz entspricht. Deshalb würde Inhaberin Irmgard Zäuner gern erweitern. Die Edeka Südbayern unterstützt sie dabei – immerhin ist Tuntenhausen einer ihrer besten inhabergeführten Märkte dieser Größe.

Auch seitens des Investor gibt es grünes Licht: „Wir haben schon 2017 mit einer Erweiterungsoption gebaut. Eine Verlängerung des Gebäudes wäre auf der rechten Seite – im Anschluss an das Marktcafé – problemlos möglich“, betont Gregor Ries, Geschäftsführer der Eder GmbH.

Landesentwicklungsplan stellt Hürden auf

Doch für das „Unterzentrum“ Tuntenhausen gelten nach dem Landesentwicklungsplan Grenzen für Einzelhandelsflächen. Erlaubt wäre demnach als Ergänzung des 1.200 Quadratmeter großen Edeka-Marktes nur ein separater Getränkemarkt bis zu einer Verkaufsfläche von 530 Quadratmetern.

Separater Getränkemarkt wäre erlaubt

Um Service und Einkaufserlebnis zu verbessern, würde die Einzelhandelsexpertin Zäuner aber gern das komplette Sortiment des Marktes erweitern, die Waren noch ansprechender präsentieren und auch die Kapazität des Marktcafés mit mehr Sitzplätzen und einer größeren Küche erweitern. Dazu bräuchte sie etwa 400 Quadratmeter – also sogar 130 weniger, als für einen separaten Getränkemarkt erlaubt wären.

Ein extra Gebäude allerdings brächte keine Entspannung des logistischen „Knotens“, da es nicht nur um die Getränke, sondern um das gesamte Sortiment geht. Genau diese Problematik wird Bürgermeister Weigl nun in der Regierung Oberbayerns ansprechen. Der Gemeinderat gab ihm dafür sein einstimmiges Votum.

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Vorangegangen war eine Diskussion zum Thema „Nahversorgung in der Gemeinde Tuntenhausen“. Franz Reil (CSU/FWG) störte sich an der „Salamitaktik“. In der Ratssitzung im Februar waren die Ansiedlung eines Discounters und die Erweiterung des Edeka-Marktes in einem Beschlussvorschlag vermischt und mit 11:10 Stimmen abgelehnt worden.

Entscheidung im Sinne der Bürger?

Der Bürgermeister räumte ein, dass das ein Fehler gewesen sei, und schon damals eine Einzelabstimmung besser gewesen wäre. Nun hatte die Liste 83104 das Thema mit einem Antrag für die Erweiterung des Edeka-Marktes noch einmal auf die Tagesordnung gebracht.

Raum für eine Markterweiterung gebe es im Bereich der Parkplätze an der Stirnseite des Marktes (im Bild rechts) genug.

„Trotzdem hätte ich auch gern einen Discounter für Tuntenhausen gehabt“, betonte Reil. Auch Hans Stürzer (CSU/FWG) berichtete vom Echo der Bürger: „Ich habe den Eindruck, dass die Bevölkerung enttäuscht ist, dass wir den Discounter abgelehnt haben.“

Ist ein Discounter endgültig vom Tisch?

Maria Breuer (UW Ostermünchen) fragte an, ob der Gemeinderat in ein paar Jahren den Beschluss revidieren könne. Dazu erklärter der Bürgermeister, dass neue Anträge zum gleichen Thema erst dann gestellt werden könnten, wenn sich neue Tatsachen ergeben hätten.

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Johannes Weigl (PF Schönau) kritisierte, dass das Thema Aldi-Ansiedlung immer wieder auf die Tagesordnung gehoben werde. „Wir haben uns vor zwei Jahren dagegen entscheiden, jetzt wieder. Man muss auch mal zu seiner Meinung stehen.“

Mit einer Stimme Mehrheit war die Ansiedlung eines Aldi-Marktes in Tuntenhausen im Februar abgelehnt worden. Der Bürgermeister betonte rückblickend: „Es war keine einfache Entscheidung für den Gemeinderat, das ist klar, zumal wir uns immer darüber bewusst sein müssen, dass wir zum Wohle der Bürger entscheiden.“

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