Dreispänner für Anton-Bruckner-Straße

An der Anton-Bruckner-Straße wird mit einem Dreispänner ein weiteres Baufenster geschlossen. Statt der geplanten sechs sollen drei Wohnungen entstehen. Newuwirth

Bruckmühl. – „Aus Sechs mach Drei“ – was sich auf den ersten Blick eher nach einer mathematischen Gleichung anhört, war der Kern eines Änderungsantrags für den Bebauungsplan Nummer 13 „Thalhamer Straße“, den der „alte“ Bruckmühler Bau-, Umwelt- und Vergabeausschuss noch auf dem Tisch hatte.

Nachdem das Bauvolumen im Vergleich zu den Ursprungsplanungen annähernd gleichgeblieben ist, die Anzahl der Wohneinheiten aber von sechs auf drei halbiert wurde, stimmte das Plenum dem Ansinnen einstimmig zu.

Nach Darstellung von Thomas Brückner von der gemeindlichen Bauverwaltung weist das betroffene Grundstück an der Anton-Bruckner-Straße eine Größe von 913 Quadratmetern aus. Mit der 35. Änderung des Bebauungsplanes aus dem Jahr 2017 erhielt das betreffende Areal Baurecht für ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen. Das dazugehörige Baufenster wies eine Fläche von 18 mal zwölf Metern, eine Wandhöhe von 7,80 Metern und drei Vollgeschosse aus. Seit Anfang April dieses Jahres gibt es neue Planungen für das Grundstück. So soll ein Dreispänner mit einer Grundfläche von 19,70 mal 11,40 Metern und einer Wandhöhe von 7,80 Metern realisiert werden. Neben einer Doppelgarage für den westlichen Grundstücksbereich sind ein Carport und vier weitere Parkplätze vorgesehen. Nachdem auf dem Nachbargrundstück erst vor Kurzem ein vergleichbarer Dreispänner gebaut worden ist, liege laut Brückner der Bauwunsch im grünen Bereich. „Lediglich das bisherige Baufenster muss dazu geringfügig geändert werden, was aber städtebaulich vertretbar ist“, schloss er seinen Sachvortrag.

Für Hans Niedermeier (BP) – inzwischen aus dem Gemeinderat ausgeschieden – waren die Abstände vom Haus zur Straße zu gering. „Die Fünf-Meter-Abstandsregel gilt nur für Garagen“, erläuterte dazu Brückner. Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) begrüßte, dass mit den neuen Planungen die ursprünglich beantragten sechs Wohneinheiten auf drei reduziert wurden. Dem stimmte OLB-Rat Richard Linke zu. Hubert Maier sah Probleme mit den Parkplätzen auf der Nordseite des Objektes. „Das Haus ist zu sehr an die Straße gequetscht, die Besucher werden sich auf die Nachbarwiesen stellen“, argumentierte der CSU/PW-Rat. Dem entgegnete der Rathauschef: „So sind die gültigen gesetzlichen Vorgaben, die wurden hier korrekt umgesetzt.“ Diese Bewertung wollte Hubert Maier nicht unkommentiert im Raum stehen lassen: „Immer wieder sehen wir doch, dass der Gartenzaun bis auf den letzten Zentimeter an die Straße gesetzt wird, um keinen Zentimeter vom Südgarten zu verschenken müssen, obwohl gerade hier genügend Platz im Süden vorhanden wäre.“ Schützenhilfe erhielt er von seiner Fraktions-Kollegin Anna Wallner. Sie bezeichnete die Anordnung der Parkplätze als „eigenartig“. Hier griff auch Hans Niedermeier wieder in die Diskussion ein. Seiner Meinung nach könnte man dieses Problem durch eine Baufensterverschiebung nach Süden lösen: „Das ist problemlos machbar.“ Dieses Argument nahm Rathauschef Richard Richter auf und kündigte an, im Gespräch mit dem Bauwerber die Möglichkeit solch einer Maßnahme auszuloten. In der Summe ging dann der Änderungsantrag einstimmig durch. Torsten Neuwirth

Kommentare