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Drei von vier Sternen ergattert

Die Begeisterung für die Bücherei Bruckmühl und das Lesen ist ungebrochen.
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Die Begeisterung für die Bücherei Bruckmühl und das Lesen ist ungebrochen.

Dass die Bruckmühler Bücherei ein mehr als gut funktionierender Betrieb ist und einen hohen Stellenwert in der Marktgemeinde hat, ist bekannt. Jetzt hat die ehrenamtliche Institution es sogar schriftlich. Beim Bibliotheksindex (BIX) erhielt die Bücherei drei von vier möglichen Sternen.

Bruckmühl - Im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) sind über 2000 Bibliotheken aller Sparten und Größenklassen Deutschlands zusammengeschlossen. 280 davon, darunter erstmals die Bruckmühler Bücherei, stellten sich nun freiwillig den Bewertungen der Fachleute. Warum? "Wir wollten sehen, wo wir stehen, wo unsere Stärken liegen und wo unsere Schwachpunkte sind", begründete Büchereileiterin Petra Divko die Teilnahme.

Denn der Bibliotheksindex ist ein bundesweites Leistungsmessinstrument für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken. Sein Ziel: Die Leistungsfähigkeit von Bibliotheken anhand von Kennzahlen kurz, prägnant und dennoch aussagekräftig zu beschreiben. Seit 2005 führt der Deutsche Bibliotheksverband die Bewertung zusammen mit dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken durch. Farbsymbole in Gold (oberes Drittel), Hellblau (mittleres Drittel) und Dunkelblau (unteres Drittel) zeigen dabei den status quo der jeweiligen Bücherei an. Besonders auffällig hierbei für die fünf ehrenamtlich aktiven Bruckmühler: Lediglich bei den Punkten, die unmittelbar oder mittelbar mit der räumlichen Größe zusammenhängen, schnitt man unterdurchschnittlich ab.

Doch dieses Problem ist bekannt. Wie berichtet, kämpft man seit Jahren mit beengten Platzverhältnissen. Andere Räumlichkeiten stehen aber derzeit nicht zur Verfügung. So liege man bei einer Fläche von 10,82 Quadratmetern je 1000 Einwohner sowie 0,6 Computerplätzen je 10000 Einwohner und 1,74 Veranstaltungen je 1000 Einwohner im unteren Drittel. "In der Bücherei ist es für Veranstaltungen oft zu eng, der Bürgersaal hingegen ist schnell wieder zu groß", schilderte Petra Divko das Problem. Dennoch würde die Bücherei für jede Altersgruppe Veranstaltungen anbieten können - von Märchen, Lesungen, Kabarett, Leseclub in den Sommerferien bis hin zu Klassenführungen und den beliebten Flohmärkten.

Rund 70000 Entleihen verzeichnete die Bruckmühler Bücherei im vergangenen Jahr. Auf Schüler entfallen dabei rund 6200 und auf Kinder/Jugendliche rund 39000 Ausleihen. Die Kunden können aus rund 27800 Medien auswählen (Stand: 25. Oktober 2013). Schwerpunkte liegen hierbei auf Romanen (7192 Stück), Kinder- und Jugendbüchern (9387) sowie CDs (3162).

Der BIX gräbt aber noch tiefer und liefert Hinweise zu folgenden Daten: Wie viele Medien pro Einwohner stellt eine Bibliothek ihren Benutzern zur Verfügung? Wie oft wird sie pro Einwohner besucht? Außerdem: Wo steht jede Teilnehmerbibliothek im Verhältnis zu allen anderen Bibliotheken ihrer Vergleichsgruppe (klein, mittel, groß) in Deutschland?

Die Bruckmühler Bücherei muss sich dabei nicht verstecken. Mit 1,62 Medien pro Einwohner, statistischen 0,15 Mitarbeitern pro 1000 Euro und vier Internet-Services befindet sie sich in diesen Bereichen im Mittelfeld. Gleiches gilt auch für die 50,62 Jahresöffnungsstunden pro 1000 Einwohner und die durchschnittlich 5,65 Mitarbeiterstunden je 60 Minuten Öffnungszeit.

Im oberen Drittel (gold) ist die Bruckmühler Institution gleich bei acht Rubriken. So besucht durchschnittlich jeder Einwohner 2,07-mal die Bücherei und entleiht 7,64 Medien. Die Umschlagsquote (wie oft wird ein Medium ausgeliehen) liegt in der Marktgemeinde bei 4,73. Dabei würde kostengünstig gewirtschaftet - der Medienetat pro Entleihung wurde mit 0,22 Euro beziffert. Imposant auch die folgenden Zahlen: 40,97 Besuche registriert die Bücherei pro Öffnungsstunde mit lediglich 3,81 Euro an laufenden Ausgaben pro Besuch. Die Erneuerungsquote des Medienbestands liegt bei sehr guten 14,4 Prozent und die Fortbildungsquote bei guten 1,22 Prozent.

Ergebnis: drei Sterne und das Fazit - "Wir sind im südostbayerischen Raum eine Nummer unter den Büchereien", freute sich Divko. Gleichzeitig hofft sie darauf, dass der Gemeinderat in der Zukunft eine Lösung für das Platzproblem findet.

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