Diskussion über Bau von Carports

Tuntenhausen – Wer einen Carport auf seinem Grundstück errichten möchte, braucht dafür die Zustimmung der Gemeinde und eine Baugenehmigung des Landratsamtes.

Eine rechtliche Grundlage dafür bildet unter anderem die bayerische Garagen- und Stellplatzordnung, die einen Mindestabstand von drei Metern zur Straße vorschreibt. In der Gemeinde Tuntenhausen gibt es zudem eine Dachgestaltungssatzung, die die Dachform definiert. Zwei entsprechende Anträge behandelte nun der Bauausschuss. Ein Carport steht bereits am Birkenweg 7 in Ostermünchen und soll erneuert werden. Geplant ist ein offener Carport mit Pultdach. Die Verwaltung schlug vor, dem Antrag zuzustimmen, obwohl es an dieser Stelle kein Baufenster gibt, der Mindestabstand zur Straße nicht gegeben ist und auch die Dachform nicht zur Satzung passt. Da aber alle Nachbarn mit ihrer Unterschrift ihr Einverständnis erklärt hatten, und auch der Verkehr nicht beeinträchtigt wird, stimmte der Ausschuss einstimmig zu. Etwas komplizierter war die Entscheidung im Nachbarort Tuntenhausen. Hier soll am Bahnweg 7 ein Carport gebaut werden. Bislang befand sich an der vorgesehenen Stelle auf dem Privatgrundstück eine einfache Parkfläche. Auch hier lagen die Unterschriften der Nachbarn vor. Zwar stimmte der Bauausschuss dem grundsätzlichen Wunsch auf den Bau eines Carports zu, obwohl das im geltenden Bebauungsplan nicht vorgesehen ist. Der Standort aber – direkt an der Straße – wurde abgelehnt. Am Bahnweg müsse der Abstand von drei Metern zur Straße eingehalten werden, so der Hinweis der Räte, denn hier muss künftig mit einem hohen Verkehrsaufkommen gerechnet werden. Über den Bahnweg soll die Zufahrt zum neuen Kinderhaus Tuntenhausen erfolgen, das ab September 2021 von mindestens 85 Familien täglich angefahren wird. Die Verwaltung wird nun mit dem Bauwerber prüfen, ob der Carport weiter ins Grundstück „hineinrücken“ kann, damit er gebaut werden kann und den Verkehr nicht beeinträchtigt. ka

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