Dieser Advent wird besonders stad: Historischer Weihnachtsmarkt in Maxlrain abgesagt

Der historische Weihnachtsmarkt in Maxlrain wurde abgesagt. Mehr als 40 Künstler und Händler hatten schon zugesagt. Doch die steigenden Corona-Infektionszahlen machen auch den Advent zu einer veranstaltungsfreien Zeit.
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Der historische Weihnachtsmarkt in Maxlrain wurde abgesagt. Mehr als 40 Künstler und Händler hatten schon zugesagt. Doch die steigenden Corona-Infektionszahlen machen auch den Advent zu einer veranstaltungsfreien Zeit.

Der Duft von gebrannten Mandeln und fruchtigem Glühwein wird am zweiten Adventswochenende nicht über Maxlrain liegen. Der Advent ist seit gestern um einen Hoffnungsschimmer ärmer: Der Historische Weihnachtsmarkt findet nicht statt.

Von Kathrin Gerlach

Tuntenhausen – „Aufgrund der extrem steigenden Infektionszahlen im Landkreis Rosenheim haben wir uns entschlossen, ihn abzusagen“, informiert Organisator Axel Hascher. Die Entscheidung ist ihm und seiner Frau Hanni nicht leicht gefallen.

40 Künstler und Händlern abgesagt

Es wäre der vierte Weihnachtsmarkt gewesen, den sie in Maxlrain organisieren. „Es lag uns am Herzen, ihn von Jahr zu Jahr besser zu machen“, sagt er. In diesem Jahr sollte sich ein historisches Kinderkarussell drehen, eine Feuerjonglage die Abende erhellen. Ein Märchenerzähler hatte sein Kommen zugesagt. Auch mittelalterliche Musik und weihnachtliche Harfenklänge waren vertraglich schon unter Dach und Fach. Doch nun bleibt der Advent in Maxlrain stad.

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Die Organisatoren haben den Künstlern und etwa 40 Händlern schweren Herzens die schlechte Nachricht überbracht. „Für sie ist es besonders schwer, weil ihnen in diesem Jahr alle Einnahmen wegfallen. Seit März durchleben sie eine extreme Durststrecke“, weiß Hascher. „Ihnen hätte ich ein gutes Weihnachtsgeschäft wirklich gegönnt.“

Viel Arbeit umsonst investiert

Auch er und seine Frau hatten viel Zeit in die Vorbereitungen investiert, sogar die Versicherung schon bezahlt. Ihnen bleibt zumindest ein kleiner Trost: „Für uns ist es ein Hobby, wir müssen zum Glück nicht davon leben.“

Doch als Großmeister der Ritter der Maxlrainer Tafelrunde ist es für Axel Hascher schon das zweite Mal in diesem Jahr, dass er viel Arbeit umsonst investierte. Mit dem Ritterspektakel in Maxlrain wurde Ende August auch das große Heerlager abgesagt, an dem 30 Gruppen mit 170 Mann teilnehmen wollten (wir berichteten). Dabei wäre im weitläufigen Areal des Schlosses Maxlrain sogar im Corona-Jahr genügend Platz für alle gewesen.

Auf Parkplatz wäre genug Platz gewesen

Auch der historische Weihnachtsmarkt sollte diesmal vom Braustüberl auf den großen Parkplatz hinter der Brauerei verlagert werden, um ausreichend Abstand zwischen den Ständen und Besuchern zu garantieren: „Trotzdem wäre der Ablauf schwer planbar gewesen. Es ist zu riskant, darauf zu hoffen, dass die Infektionszahlen in fünf Wochen besser sind“, betont Hascher.

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Und ob ein Weihnachtsmarkt mit Warteschlangen am Eingang und kontrollierten Besucherströmen gemütlich geworden wäre, ist die nächste Frage. Es bleibt nichts anderes übrig, als auf das neue Jahr zu hoffen: „Wir werden den historischen Weihnachtsmarkt wiederbeleben, und dann ganz besonders genießen können.“

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