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Die Wiechser Dorfgemeinschaft hatte unter freiem Himmel das Wort

Den Fragen der Bürger stellten sich Bürgermeister Anton Wallner und die Gemeinderäte Josef Riedl, Martin Kolb junior, Sebastian Obermaier und Georg Stadler (von links) auf dem Festplatz am Bochofen.
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Den Fragen der Bürger stellten sich Bürgermeister Anton Wallner und die Gemeinderäte Josef Riedl, Martin Kolb junior, Sebastian Obermaier und Georg Stadler (von links) auf dem Festplatz am Bochofen.
  • vonPeter Strim
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Die Idee eines offenen Austausches zwischen Bürgermeister Anton Wallner, Gemeinderäten und Bürgern hinterließ auch in der Wiechser Dorfgemeinschaft positive Spuren. Knapp 80 Bürger bestätigten das Bedürfnis nach Austausch und Begegnung auf dem Festplatz am „Bochofen“.

Bad Feilnbach – Das Wort unterm Firmament hatten die Bürger, die ihre Anliegen, Sorgen, Nöte und Wünsche an ihre gewählten Vertreter im Bad Feilnbacher Gemeinderat richten konnten. Gut zuhören und die richtigen Antworten parat halten, lautete die Devise von Bürgermeister Anton Wallner, Dritten Bürgermeister Andreas Henfling (ÜW), Sebastian Obermaier, Georg Stadler, Martin Kolb junior und Josef Riedl (alle CSU) sowie Christian Bergener (ÜW). Für Sicherheit und Schutz sorgte die Polizei.

Sorge bereitet Corona-Tourismus

Verkehr sowie die Straßen und Wege in Wiechs waren für Bürger Anlass, sich an den Bürgermeister zu wenden. Etwa Sebastian Obermaier (CSU, der im Namen von Dieter Ziehbauer, um mehr Rücksicht auf Kinder und Schulkinder bat und eine Geschwindigkeitsbeschränkung in der Flurstraße auf 30 Kilometer pro Stunde anregte.

Andere Bürger beklagten den zunehmenden Freizeitverkehr in Richtung Sterntaler Filze. So berichtete Landwirt Christian Kolb davon, dass er auf seinen eigenen Feldwegen von Bikern angepöbelt, von der Straße abgedrängt und an seiner Arbeit gehindert wurde. Entsprechend seine Frage an den Bürgermeister, wie der Freizeitverkehr – zumindest bezogen auf die Zeit der Bestellung von Wiesen und Felder bis zum Ende von Ernte – reduziert werden könne.

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Wie der Bürgermeister Wallner erklärte, wolle die Kommune den Tourismus nicht verdrängen, da er bedeutend für die Region sei. Besonders in Coronazeiten sei den Gästen das Erholungsangebot auch zu gönnen. Allerdings sei der Umgang mit den angesprochenen Problemen und passende Lösungen sehr schwierig. Trotzdem solle ein Austausch mit den Landwirten stattfinden.

Ebenso wolle Wallner mit Gemeinderäten und Gemeindeverwaltung Lösungen für mehr Sicherheit für Schulkinder erarbeiten.

Reparaturmaßnahmen der Straßen durchs Moos, die durch die Umleitung während der Sanierung der Staatsstraße 2098 in Mitleidenschaft gezogen wurden, sollen laut Wallner zeitnah erfolgen.

Ungerecht fand Salzhuberbauer Hans Kolb die Verrechnungssätze der Wasserpreise für Wiechs. Betroffen seien vor allem die Landwirte und die Feuerwehr. Wie Bürgermeister Wallner erläuterte, seien in der Gemeinde unterschiedliche Verbände für das Trinkwasser zuständig. Die Tarife hätten ein weitgehend einheitliches Niveau erreicht.

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Die Gemeinde selbst habe nur auf ihre eigenen Trinkwasseranlagen Einfluss, jedoch nicht auf die Genossenschaften wie etwa in Litzldorf, Au oder Kematen. Den Wasserverbrauch zur Sicherung des Brandschutzes durch die Feuerwehr aus dem Trinkwasser auszugliedern, bedürfe allerdings einer Anpassung. Diese erfolge in ein bis zwei Jahren.

Feuerwehr bleibt am aktuellen Standort

Das neue Rathaus und der Standort der Bad Feilnbacher Feuerwehr bewegten mehrere Bürger. Wallner und Gemeinderat Georg Stadler (CSU) erläuterten die Dringlichkeit eines neuen Rathauses. Für die Feuerwehr gebe es aktuell keinen alternativen Standort.

Weiteres Thema war das Internet in der Gemeinde Bad Feilnbach. Bürger mit schulpflichtigen Kindern bemängelten die schlechte Internetanbindung. Eine Nachjustierung sei für ihn oberstes Gebot, so Bürgermeister Wallner.

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