Die neue Rektorin der Grundschule Schönau will „viele spannende Dinge entdecken“

In der Gemeinde Tuntenhausen angekommen: Karin Richter ist die neue Rektorin der Grundschule Schönau und freut sich auf den Schulstart am 8. September. Momentan zieht sie in ihr neues Büro ein.
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In der Gemeinde Tuntenhausen angekommen: Karin Richter ist die neue Rektorin der Grundschule Schönau und freut sich auf den Schulstart am 8. September. Momentan zieht sie in ihr neues Büro ein.

Karin Richter ist gleich zweimal in der Gemeinde Tuntenhausen angekommen: In Berg fand sie das Haus und in Schönau die Grundschule ihrer Träume. Jetzt richtet die neue Rektorin nicht nur ihr Büro ein, sondern dekoriert auch ihr Klassenzimmer, denn sie wird die 27 neuen Erstklässler unterrichten.

Von Kathrin Gerlach

Tuntenhausen – Eigentlich ist Karin Richter eine echte Münchnerin. Und doch überwiegt bei ihr „die Leidenschaft fürs Landleben“, wie sie sagt. Nach ihrem Studium zur Grundschulpädagogin und Beratungslehrerin arbeitete sie in München, Geretsried und Egling.

Neues Zuhause, neue Schule, neue Klasse

Zuletzt war sie sieben Jahre lang Schulleiterin an der Georg-Preller-Grundschule in Straßlach, „an der ich mich sehr wohlgefühlt habe, und von der ich eigentlich auch nicht weggehen wollte“. Doch dann fand sie in Berg bei Ostermünchen ein Haus mit Garten, verliebte sich und erfüllte sich einen Lebenstraum.

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Im Januar zog die 58-Jährige aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in die Gemeinde Tuntenhausen. „Und damit hatte ich dann einen ziemlich langen Arbeitsweg“, beschreibt sie. Als das Staatliche Schulamt die Schönauer Rektorenstelle ausschrieb, zögerte sie noch.

„Doch dann wurde sie ein zweites Mal ausgeschrieben und ich entschloss mich, sie mir anzuschauen“, erinnert sich Karin Richter. Und so verliebte sie sich ein zweites Mal, diesmal in die kleine Grundschule.

Der Regenbogen weist den Weg

Erst seit Mitte Juli weiß die Wahl-Bergerin nun, dass sich auch ihr zweiter Traum erfüllt, und sie die Schule leiten wird. „Als ich auf dem Weg zur Abschlusskonferenz nach Straßlach war, fuhr ich einem Regenbogen entgegen. Da wusste ich, dass meine Entscheidung richtig war“, erzählt sie. (Der Regenbogen ist das Logo der Schönauer Grundschule.)

Ihr neues Team durfte Karin Richter schon kennenlernen. „Ich habe ein gutes Gefühl und freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Und doch ist sie auch ein wenig aufgeregt. „Aber das gehört dazu und ist für einen Neuanfang auch wichtig“, meint sie.

Momentan ist Karin Richter noch allein in der Schule, und richtet sich in ihrem neuen Büro ein. „Meine Tür wird immer offenstehen, denn ich möchte, dass die Kinder jederzeit zu mir kommen können“, kündigt sie an.

Ablauf der Einschulung noch unklar

In der nächsten Woche „bastelt“ sie die Stundenpläne. Und dann bereitet sie alles für die 27 Schützlinge vor, die sie am 8. September erstmals in der Schule begrüßen wird. Momentan geht die Rektorin davon aus, dass der Schulstart in normalen Bahnen erfolgt. Doch das ist von der Entwicklung der Corona-Infektionen abhängig. „Genau wissen wir das erst kurz zuvor, und werden die Eltern informieren“, sagt sie.

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Die Pädagogin ist froh, neben der Leitung der Grundschule auch eine eigene Klasse zu haben. „Darauf würde ich nie verzichten wollen“, sagt sie und schwärmt: „Die natürliche Freude der Kinder, ihre Herzlichkeit und Ehrlichkeit sind etwas Wunderbares. Ihnen dabei zu helfen, eine neue Gemeinschaft zu bilden, ihnen Werte zu vermitteln und sie in einen neuen Lebensabschnitt zu begleiten, ist die schönste Aufgabe, die ich mir vorstellen kann.“

Ankommen und selbst dazulernen

Karin Richter freut sich auf ihren Neubeginn in Schönau, auf die Schule mit Inklusions-Profil, für die sie als ausgebildete Beratungslehrerin mit psychologischen Zusatzqualifikationen ein Mosaiksteinchen sein möchte. „Wir haben extra Stunden, um den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden zu können. Das ist etwas ganz Besonderes“, wertschätzt sie das inklusive Modell.

Große Pläne oder Projekte schmieden, will die neue Rektorin erst einmal nicht. „Dafür ist im Corona-Jahr nicht der richtige Zeitpunkt“, erklärt sie. „Die Kinder brauchen jetzt einen festen Rahmen, ihren Schulalltag. Und dann sehen wir weiter.“

Jetzt wolle sie erst einmal selbst lernen, wie der Alltag an der Schönauer Grundschule funktioniere. Sie freut sich auf die Kinder und Eltern, auf ihre Kollegen und das Team der Mittagsbetreuung, auf ein vertrauensvolles Miteinander und sagt mit einem strahlenden Lächeln: „Es gibt in Schönau noch viele spannende Dinge zu entdecken.“

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