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BESONDERE STADTFÜHRUNG IN BAD AIBLING

Die Hofdame von Königin Therese von Bayern in Ratsch-Laune

Am Theresienmonument, das zu Ehren der Königin gebaut wurde, endete die Geschichtsreise mit der Petra Wolf, die in die Rolle der Hofdame schlüpfte.
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Am Theresienmonument, das zu Ehren der Königin gebaut wurde, endete die Geschichtsreise mit der Petra Wolf, die in die Rolle der Hofdame schlüpfte.
  • VonWerner Stache
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Eine ganz besondere Stadtführung bot die Aib-Kur jetzt an: Die Stadtführerin Petra Wolf schlüpfte in die Rolle von Maria Franziska Gräfin Deroix, Hofdame von Königin Therese von Bayern, die mit Ludwig I. verheiratet war. Auf sie geht das berühmteste Volksfest der Welt zurück: die Münchner Wiesn.

Bad Aibling – Als Hofdame hatte sie täglich mit der Königin zu tun. Daher konnte die Gräfin auch aus dem Nähkästchen plaudern: „Es war beileibe nicht alles Gold, was glänzt“, meinte sie zu Beginn der Führung, die am Haus des Gastes begann.

Mit 17 Jahren war Therese durchaus bewusst, dass die Verheiratung nur noch eine Frage der Zeit war. Sie stand auch auf einer Liste aller heiratsfähigen Prinzessinnen, die sich Napoleon hatte erstellen lassen. Zeitgleich begab sich auch Kronprinz Ludwig von Bayern auf Brautschau. „Bei gemeinsamen Walzertänzen kam man sich näher.“

Eine Märchenhochzeit

„Beide waren sehr verliebt, obwohl Ludwigs Aussehen nicht dem eines Märchenprinzen entsprach“, flüsterte Gräfin Deroix. Therese bekam in den 20 Ehejahren neun Kinder. Maximilian war ihr erster Sohn, ihr zweiter, Otto, wurde später König von Griechenland.

Die Hochzeit wurde zur großen Märchenhochzeit. Es fand auch ein großes Pferderennen auf einer Wiese in München statt. Diese Grünfläche wurde zu Ehren Thereses dann Theresienwiese genannt. „Das größte Bierfest der Welt war geboren.“

Das Leben am Hof war aber nicht leicht. Ludwigs Interessen für die antike Kunst waren anderes als die von Therese. Sie interessierte sich für Musik und Oper.

Zu Gast im Ludwigsbad

Trotz der unterschiedlichen Interessen und Ludwigs Affären, reisten sie gemeinsam – auch zu Kuraufenthalten: Und hier führt der Weg nach Bad Aibling. Denn Desiderius Beck entwickelte dort Moorheilbäder und baute 1845 das erste Kurhotel, das Ludwigsbad. Das war ein großer Gewinn für Bad Aibling – eine Kurstadt war geboren. Und zur Untermauerung deutete die Stadtführerin auf den Platz, an dem einst das Kurhotel stand.

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25 Ehejahre seien geprägt gewesen von Verletzungen, aber auch Verständnis. Gegen seine Affären sei sie machtlos gewesen: „Und so kostete Ludwig die Liebelei mit Lola Montez letztlich den Thron“, erzählt sie. Die Führung endete am Theresienmonument, das zu Ehren der einstigen Königin gebaut wurde. Hier bedachten die knapp 20 Teilnehmer die Stadtführerin mit viel Applaus.

Führung „Aus dem Privatleben einer Königin“ am 17. September, und 8. Oktober. Treffpunkt: 15 Uhr am Haus des Gastes. Anmeldung bis 12 Uhr am Vortag unter 0 80 61/9 08 00

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