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Heimatgeschichte

Die „Gebundenen Schätze“ von Bad Aibling

Der „Hüter der Sammlung“ Manfred Schaulies im Allerheiligsten: dem Zeitungsarchiv. Baumann
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Der „Hüter der Sammlung“ Manfred Schaulies im Allerheiligsten: dem Zeitungsarchiv. Baumann

Das Aiblinger Heimatmuseum beherbergt unter anderem zahlreiche Kunstschätze und wird vom „Historischen Verein Bad Aibling und Umgebung“ betrieben. In dem in der Mitte des 18. Jahrhunderts entstandenen Gebäude sind jedoch viele weitere Schätze vorhanden – im Archiv des Vereins.

Bad Aibling – Die historischen Dokumente schildern, meist in gebundener Form, die Geschichte der Kurstadt und ihrer Umgebung.

Geleitet und betreut wird es von Manfred Schaulies, der im Gespräch mit dem „Mangfall-Boten“ den Werdegang der historischen Dokumentensammlung beschreibt. Erste Sammlungsaktivitäten habe es schon in den ersten Jahren des 1902 gegründeten Vereins gegeben, unter anderem in den damaligen Räumen des Heimatmuseums im „Ratskeller“-Gebäude. Die echte Archivarbeit habe aber erst ab 1931 begonnen, als die Stadt Bad Aibling das heutige Heimatmuseum dem „Historischen Verein“ zur Nutzung zur Verfügung stellte.

Das Archiv ist im Heimatmuseum untergebracht.

Die seitherigen Museumsleiter Heinrich Nowak, Karl Braßler, Marinus Maier, Korbinian Lechner, Karl Gillmeier und Helmut Losse hätten sich um das Archiv jedoch nur nebenbei gekümmert. Es war damals auch nur während der Museums-Öffnungszeiten zugänglich.

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Nach dem Tod des Museumsleiters und Kreisheimatpflegers Helmut Loose im Jahre 2003 hat Manfred Schaulies als bereits langjähriges Vereinsmitglied und Mitglied des Ausschusses des „Historischen Vereins“ das Archiv des Vereins ehrenamtlich übernommen und geordnet. „Dieses und die Bibliothek befanden sich in einem sehr desolaten Zustand“, erläutert der heutige Archiv-Chef. So waren die Zeitungen insbesondere der Jahre 1920 bis 1944 schlecht und unhandlich gebunden und Urkunden und sonstige Dokumente in alten Aktenordnern teilweise gelocht oder in Plastikfolien aufbewahrt. Ferner waren 100 Jahre alte Fotos auf Karton geklebt und in stehenden Aktenordnern gesammelt. Außerdem gab es keine sachgerechte Trennung der einzelnen Themenbereiche.

Zwei Jahre lang geordnet

„In den ersten beiden Jahren nach der Übernahme habe ich zu den wöchentlichen Öffnungszeiten etwa 800 zusätzliche ehrenamtliche Stunden zur Sichtung, Digitalisierung, Erstellung von Registen und zur Ordnung des Archivs geleistet“ berichtet der heute 81-jährige.

Zugute kamen ihm dabei auch seine autodidaktischen Kenntnisse aus der jahrzehntelangen Nutzung der staatlichen Archive in München hinsichtlich auch der Aufbewahrung von Urkunden und Dokumenten. Ergänzend besuchte er die Archive der Stadt Rosenheim und Wasserburg zu erweiternden Informationen.

Schüler, Studenten und Bürger besuchen Einrichtung

Die Archivalien sind inzwischen in säurefreien Kartons und Jurismappen gelagert. Die Fotos werden ebenfalls in säurefreien Fotokartons verwahrt, aufgezogen auf speziellem Fotokarton mit lösemittelfreiem und wiederablösbarem Kleber. Inzwischen können alle Archivalien mittels digitaler Findbücher, Vergabe von Signaturen und Beschriftung der Kartons schnell gefunden und bereitgestellt werden.

In seiner bisher 18-jährigen „Amtszeit“ wird das Archiv an den beiden wöchentlichen Öffnungstagen unter anderem für Forschungszwecke der verschiedensten Forschungsanliegen genutzt. In dieser Zeit kamen rund 2500 Besucher mit den unterschiedlichsten Forschungstätigkeiten, darunter Gymnasiasten, Studenten und angehende Doktoranden, aber auch viele weitere Personen unter anderem zwecks Familien- oder Heimatforschung.

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