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IM GESPRÄCH MIT BÜRGERMEISTER

Dettendorfer Bürger fordern: „Bei Lärmschutz dringend nachbessern“

Dettendorfer Bürger richteten mit Maske und Abstand ihre Anliegen und Fragen an (von rechts) Bürgermeister Anton Wallner sowie die Gemeinderäte Martin Huber (als aktiver Sprecher ohne Maske) und Peter Menhofer.
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Dettendorfer Bürger richteten mit Maske und Abstand ihre Anliegen und Fragen an (von rechts) Bürgermeister Anton Wallner sowie die Gemeinderäte Martin Huber (als aktiver Sprecher ohne Maske) und Peter Menhofer.
  • VonPeter Strim
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Der aus ihrer Sicht unzureichende Lärmschutz an der Autobahn A8 treibt die Dettendorfer Bürger nach wie vor um. Ihrem Unmut machten sie beim Bürgergespräch unter freiem Himmel mit Bürgermeister Anton Wallner Luft.

Dettendorf– „Verschiedene Sichtweisen akzeptieren, Gemeinschaftssinn weiterleben, Brücken bauen und nicht auseinander dividieren lassen“ – diesen Appell richtete Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner auch an die zum letzten Bürgergespräch unter freiem Himmel erschienenen Besucher in Dettendorf. Rund 40 Teilnehmer aus Kematen und Dettendorf waren gekommen, um ihre Anliegen und Fragen an den Rathauschef zu richten. Mit dabei waren Zweiter Bürgermeister Josef Rauscher (CSU) sowie die Gemeinderäte Martin Huber (CSU) und Peter Menhofer (ÜW).

Viele Vorhaben erfolgreich umgesetzt

Wie Wallner einleitend betonte, habe die Dorfgemeinschaft durch ihr ehrenamtliches und aktives Einbringen viele Vorhaben erfolgreich umgesetzt. Dazu gehören die Erweiterung des Friedhofs, die Sanierung der Friedhofsmauer, die Erneuerung des Römerrings, Verbesserung der Trink- und Löschwasserversorgung, Lärmschutzwand an der Autobahn sowie die Mammutumsetzung „Dorf-gemeinschaftshaus mit Anbau eines Feuerwehrhauses“.

„10-Millionen-Euro-Projekt gescheitert“

Unzufrieden zeigt sich die Bürgerschaft jedoch über die Lärmschutzwand entlang der Autobahn, die eigentlich zur Verbesserung der Lärmsituation durch den Fernverkehr hätte beitragen sollen. Anlieger aus dem oberen westlichen Dorfteil bezeichneten die Umsetzung des zehn Millionen Euro teuren Projekt als gescheitert. Gefordert werden Nachbesserungen, vor allem von Anwohnern, die von der Kaminwirkung der Lärmentwicklung in Richtung Irschenberg nachteilig betroffen sind.

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Einem Gutachten zu Folge sowie nach Messungen bestehe kein Nachbesserungsbedarf. Erwartet werde aber nun eine Stellungnahme auch zum aktuellen Stand der Überprüfungen von der Autobahndirektion Südbayern, die zwischenzeitlich in eine Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Südbayern übergangen ist. Nach Ansicht von Gemeinderat Menhofer sind angesichts der Situation weitere Informationen notwendig. Er bat die Bürger, nicht aufzugeben, und die Gemeinde, die Informationen einzuholen.

Zu Sparmaßnahmen befragt, betonte Wallner, dass Investitionen in bisherige, aber auch in künftige Projekte gut angelegt seien.

Neues Rathaus als Herausforderung

Eine Herausforderung für Gemeinderäte und Kommune sei der Neubau eines Rathauses, das die Lücke am Rathausplatz schließen soll. Auf Anfrage eines Bürgers erläuterte er, dass der Architektenwettbewerb nach derzeit geltenden Ausschreibe- und Vergaberegeln als öffentliches Verfahren ausgeschrieben worden und eine Entscheidung zugunsten des günstigsten Anbieters gefallen sei. Hinsichtlich der Baukosten werde die Finanzierbarkeit in den Gremien sorgfältig geprüft.

Wie Sepp Rauscher präzisierte, muss die Finanzierung wie bei anderen Vorhaben gewährleistet sein. Wenn der Haushalt zum Punkt Rathaus in trockenen Tüchern sei, werde auch der Bürger bei der Umsetzung des Projekts mitgenommen, so Wallner und Rauscher.

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Die Maskenpflicht für Kinder an den gemeindlichen Schulen brachte eine Bürgerin ins Gespräch mit der Bitte an Wallner, sich für die Schaffung eines Meinungsbildes in der Gemeinde einzusetzen. Auch andere Teilnehmer hielten es für interessant, zu erfahren, wie die Mehrheit der Bürger über die momentanen Maßnahmen und vor allem über das ganztägige Tragen von Masken bei Schulkindern denke. Die Meinungen sollten offiziell den politischen Verantwortlichen der Bayerischen Staatsregierung weitergeleitet werden – auch, um Druck von unten nach oben kundzutun, wie Gemeinderäte dazu anregten.

5G einmal mehr als Reizthema

Wie in vorangegangenen Bürgergesprächen wurde das Reizthema „Mobilfunk 5G“ auch in Dettendorf nicht ausgeklammert. Zur Ablehnung der Zulassung des Bürgerbegehrens „Ausbau 5G stoppen“ von Seiten der Rechtsaufsicht im Landratsamt Rosenheim hat Josef Oppenrieder, Initiator der Unterschriftenaktion, seinen Worten zu Folge rechtliche Schritte mit Klage eingereicht. Unterstützt werde er durch zwei Anwälte. Weitere Themen waren die Abwasserentsorgung, die Zukunft von „Gut Eulenau“ sowie die Misteln am Radweg zwischen Haslach und Dettendorf.

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