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Detailfragen sind noch zu klären

Einigkeit herrscht bei den Bruckmühler Kommunalpolitikern darü-ber, dass die Grundschule Götting gründlich saniert werden muss. Im vergangenen Februar lag der Gemeinde hierzu ein Energieberatungsbericht einer Fachfirma vor, demzufolge die Energiekosten bei einer entsprechenden Sanierung des Gebäudes fast halbiert werden könnten (wir berichteten).

Bruckmühl - Durch eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen wie Brandschutz, Barrierefreiheit, Erneuerung von Fenstern und Türen, Wärmedämmung, Heizung und Lüftung, Erneuerung der Fluchttreppe, Rauchschutz, Sonnenschutz und vielem mehr soll die Sanierung dem Architekten Martin Schaub, Großkarolinenfeld, zufolge etwa 1,33 Millionen Euro kosten (wir berichteten), was zahlreichen Ratsmitglieder als sehr hoch erschien. Daraufhin waren sich alle Rats-mitglieder einig, dass eine überprüfung der vom Architekten geschätzten Kosten erfolgen soll.

Darüber hat sich die CSU/PW-Fraktion Gedanken gemacht und Vorschläge in schriftlicher Form zur Optimierung der vorgelegten Planung des Architekten Schaub gemacht, die dem Haupt- und Finanzausschuss auf seiner jüngsten Sitzung vorlag. Da weder der Architekt noch Bauamtsleiter Konrad Kremser an der Ausschusssitzung teilnehmen konnten, musste Kämmerer Heinz Mader die geplanten Sanierungs- und Fördermaßnahmen vortragen.

Zuschüsse könne die Gemeinde dem Kämmerer zufolge aus dem Konjunkturprogramm II erhalten mit einem Fördersatz von 87,5 Prozent, begrenzt auf 755000 Euro. Es gebe aber noch einen zweiten Fördertopf aus einem Zuwendungspro-gramm für Generalsanierungen, der geringer ausfalle. Zudem sei dem Kämmerer zufolge Einsparpotenzial vorhanden, was untersucht werden müsse. Dabei nannte Mader die Vorschläge der CSU/PW, aber auch der Architekt habe ihm signalisiert, dass Einsparpotenzial von rund 200000 Euro vorhanden sei. Sparen sei sinnvoll, wenn der Spareffekt auf Dauer angelegt sei.

Richard Richter (CSU/PW) erklärte dem Gremium die Gedanken und Vorschläge seiner Fraktion. Man stimme vorerst zu, damit die Antragsfrist für die Zuschüsse eingehalten werden könne. Details zu hinterfragen sei aber sinnvoll. Letzten Endes müsse der Marktgemeinderat darüber entscheiden.

Auch Georg Ettenhuber (üWG) hat weiteren Informationsbedarf und möchte einige Detailpunkte geklärt haben.

Während alle Ausschussmitglieder bereit waren, mit dem Architekten über mögli-ches Einsparpotenzial zu sprechen, griff Werner Berger (OLB) die Gedanken und Vorschläge der CSU/PW-Fraktion scharf an und kritisierte sie als widersprüchlich, sie bestünden nur aus Sprüchen und erinnerten ihn an Radio Eriwan.

Berger: "Wenn der Architekt sagt, dass eine Maßnahme sinnvoll ist, dann ist sie für mich sinnvoll". Man müsse Vertrauen zum Architekten haben, wenn man von der Sache selbst nichts verstehe. Er stelle zudem die Frage, ob die Akustik für das Gebäude berücksichtigt worden sei.

Robert Niedermeier (SPD), dem die hohen Sanierungskosten zum "Grübeln" Anlass gaben, will das Gesamtkonzept der Maßnahmen nicht in Frage stellen. Auf die Kompetenz und Beratung der Fachleute wolle er sich jedoch verlassen, aber über Details könne man diskutieren.

Richard Richter (CSU/PW) fühlte sich völlig missverstanden. "Für uns ist eine Reihe von Ungereimtheiten im Sanierungskonzept", so Richter, darüber wolle man sprechen. "Wir werden zustimmen, wenn eine Maßnahme vom Architekten überzeugend dargestellt wird", so Richter weiter. Er verstehe die Aufregung nicht.

Unterstützt wurde Richter von Schulreferentin Anna Wallner (CSU/PW). Sie habe mit betroffenen Eltern und Schülern über viele Details gesprochen. Wallner: "Wir müssen dem Architekten klare Vorgaben darüber machen, was und welchen Standard (Niedrigenergiehaus oder Passivhaus) wir wollen".

"Investitionen in Schulgebäude ist bestens angelegtes Geld, es ist aber wichtig, solche Gewerke zu durchleuchten", pflichtete Bürgermeister Franz Heinritzi bei. Schaub habe bereits Themen angesprochen, die in der Vorlage der CSU/PW stünden. Hein-ritzi an die Adresse Bergers: "Sparen ja, aber nicht an der falschen Stelle." Man werde die Detailfragen in der kommenden Marktgemeinderatssitzung mit dem Architekten durchgehen.

Damit waren alle Ausschussmitglieder einverstanden. man

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