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„FEUERWEHR-GESELLENPRÜFUNG“

Göttinger Floriansjünger absolvieren MTA-Basismodul mit Erfolg

Bei der theoretischen Prüfung rauchten die Köpfe.
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Bei der theoretischen Prüfung rauchten die Köpfe.
  • VonJohann Baumann
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Seit Februar dürfen Jugendfeuerwehren endlich wieder Übungen durchführen. Das ist in Corona-Pandemiezeiten nicht nur wichtig, um den Nachwuchs bei der Stange zu halten, sondern auch, um die Kameraden auf den Einsatz vorzubreiten. In Götting haben jetzt neun junge Kameraden die MTA-Prüfung erfolgreich bestanden.

Bruckmühl – Die Corona-Pandemie beeinflusst auch die Tätigkeit der Feuerwehren. So waren für einige Zeit keine Übungen erlaubt – jetzt darf wieder trainiert werden. „Wir sind sehr froh, dass seit Februar auch die Jugendfeuerwehr wieder üben kann“, betont Thomas Linke, Schriftführer der Feuerwehr Götting. Gilt es doch, den mancherorts oft dünn gesäten Nachwuchs bei der Stange halten.

„Auffinden einer bewusstlosen Person“ lautete diese Prüfung mit Elisabeth Kaffl als Hilfeleistender und Johannes Gruber als „Bewusstlosem“. Die junge Kameradin bestand auch diese Aufgabe mit Bravour.

Das Training der Jugendfeuerwehr war sehr zielgerichtet, denn die MTA-Prüfung stand an. Es handelt sich dabei um die „Modulare Truppausbildung“, die schlechthin als „Feuerwehr-Gesellenprüfung“ gilt.

Im Göttinger Feuerwehrhaus stellten sich jetzt neun Prüflinge – darunter auch eine „Floriansjüngerin“ – der Jury. Diese bestand aus den Kreisbrandinspektoren Franz Hochhäuser (Prutting auch Prüfungsorganisator) und Max Goldbrunner (Bad Aibling) sowie Kreisbrandmeister Werner Meier-Matheke (Bruckmühl).

Harte Prüfung in Theorie und Praxis

Den ersten Teil bildete die theoretische Prüfung, bei der 50 Fragen zu beantworten waren. Dabei erhielt jeder Prüfling eine andere Zusammensetzung der Fragen. und im Gemeinschaftsraum des Feuerwehrhauses rauchten die Köpfe. „Alle haben bestanden“, lautete die Information des „Kampfgerichtes“ direkt im Anschluss.

Das Prüfer-Trio Werner Meier-Matheke, Max Goldbrunner und Franz Hochhäuser (von links) kontrolliert die Fragebögen.

Danach stand die praktische Prüfung auf dem Programm, die in der Fahrzeughalle und auf dem Vorplatz durchgeführt wurde. Dabei nahm jeweils ein Prüfer drei Kandidaten unter seine Obhut. Jeder Teilnehmer hatte aus einem Aufgabenkatalog vier verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Dazu zählten unter anderem Auffinden einer bewusstlosen Person, In- und Außerbetriebnahme von Hydranten, Knoten und Stiche sowie Aufbau einer Schlauchbrücke.

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Ferner musste der richtige Umgang mit dem Handfunkgerät unter Beweis gestellt werden – dieser Prüfungsteil war für alle obligatorisch. Zu den einzelnen Aufgaben hatten die MTA-Aspiranten noch zusätzliche und durchaus knifflige Fragen der Prüfer zu beantworten. Am Ende des zweistündigen Prüfungsmarathons lobten die Jurymitglieder die allesamt erfolgreichen Prüflinge. Das sind: Markus Treff, Johannes Gruber, Leonhard Mayer, Thomas Fehr, Luca Schönach, Florian Nodes, Sebastian Kiesl, Vitus Görgmayer und Elisabeth Kaffl.

MTA-Prüfung bestanden: Aus der Hand von Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner (rechts) erhalten die neun Prüflinge ihre Zeugnisse – hier Markus Treff.

„Bis auf Kleinigkeiten habt ihr alles gut gemacht“, konstatierte Max Goldbrunner und dankte den Nachwuchskräften, dass sie ihre Zeit für den Dienst am Nächsten opfern. Er appellierte an sie, beim Einsatz auch auf sich selbst zu schauen.

Franz Hochhäuser hob den Zusammenhalt hervor und stellte fest: „Kameradschaft ist das, was die Feuerwehr ausmacht.“

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Der Göttinger Kommandant Bernhard Geier lobte die Prüflinge: „Eure bestandene Prüfung soll auch ein Anspruch für andere sein.“ Am Ende erhielten die Absolventen aus der Hand von Max Goldbrunner ihre MTA-Zeugnisse. Im Gespräch mit unserer Zeitung wies Kommandant Geier auf die immense Bedeutung der Feuerwehr-Ausbildung hin.

„Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert und verbessert“, stellt er und ergänzt: „Allerdings haben sich auch die Herausforderungen geändert, wenn man beispielsweise an Airbags, E-Autos oder Photovoltaikanlagen auf den Dächern denkt“.

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