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Wo die Feuerwehr Hilfe braucht

Der neue Kommandant Johannes Roth über Sorgen und Einsätze Bad Feilnbacher Wehr

Nahe an der Realität sind die Übungen der Feuerwehr Bad Feilnbach - wie hier bei einer Gemeinschaftsübung im Sommer 2019. Die Ausbildung der Kameraden ist eine wichtige Aufgabe des Feuerwehrkommandanten.
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Nahe an der Realität sind die Übungen der Feuerwehr Bad Feilnbach - wie hier bei einer Gemeinschaftsübung im Sommer 2019. Die Ausbildung der Kameraden ist eine wichtige Aufgabe des Feuerwehrkommandanten.
  • VonKonrad Kriechbaumer
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Bad Feilnbach – Er war vier Jahre lang stellvertretender Kommandant, jetzt haben seine Kameraden Johannes Roth an die Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Bad Feilnbach gewählt. Welche Aufgaben den 36-jährigen Familienvater und Unternehmer in den nächsten Jahren erwarten, wie es um die Einsatzbereitschaft bestellt ist, und was er sich von der Bevölkerung wünscht, verrät Roth den OVB-Heimatzeitungen im Interview.

Herr Roth, herzlichen Glückwunsch zur Wahl! Wie lange sind Sie denn schon bei der Feuerwehr, und was hat Sie dazu bewegt, für das Amt des Kommandanten zu kandidieren?

Johannes Roth:Vielen Dank. Bei der Feuerwehr bin ich schon seit 2000. Damsl bin ich mit 14 Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten. Grundsätzlich hat man ja irgendwie ein Helfersyndrom, wenn man bei der Feuerwehr ist. Mir macht die Arbeit bei der Feuerwehr Freude, und sie liegt mir auch sehr am Herzen. Mit den Jahren übernimmt man immer mehr Verantwortung, macht verschiedene Fortbildungen und eignet sich Wissen an. Das mit dem Kommandanten hat sich dann von selber ergeben.

Welche Aufgaben haben Sie denn als Kommandant in den nächsten sechs Jahren?

Johannes Roth:Als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bad Feilnbach bin ich unter anderem dafür zuständig, die Ausbildung der Kameraden zu leiten. Die erfolgt bei uns vor Ort, auf Landkreislehrgängen oder an den staatlichen Feuerwehrschulen. Ich leite die Einsätze der Feuerwehr Bad Feilnbach und unterstütze die Gemeinde in allen Fragen des abwehrenden Brandschutzes und des technischen Hilfsdienstes.

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Man hört und liest immer wieder von Personalproblemen bei Freiwilligen Feuerwehren. Mal ist es der fehlende Nachwuchs, mal die berufliche Abwesenheit der Kameraden während des Tages. Wie ist es um die Bad Feilnbacher Wehr bestellt?

Johannes Roth:Auch die Feilnbacher Wehr ist natürlich davon betroffen. Viele der Kameraden arbeiten auswärts und können untertags nicht zu den Einsätzen ausrücken. Ich möchte vermehrt Quereinsteiger dazu motivieren, sich bei der Feuerwehr zu engagieren, damit wir auch in Zukunft problemlos ausrücken und unsere Fahrzeuge entsprechend besetzen können. Auch die Jugendarbeit möchte ich weiter fördern, damit wir die Mannschaft aus einem gut ausgebildeten Nachwuchs stärken können.

Was wünschen Sie sich von den Bad Feilnbacher Bürgern, wie können sie die Wehr unterstützen?

Johannes Roth:Eins vorneweg: Wir rücken natürlich immer aus, wenn jemand Hilfe benötigt und die 112 ruft. Lieber fahren wir auch einmal zu viel, als einmal zu wenig. Manchmal wünsche ich mir aber ein überlegteres Handeln, und dass die Feuerwehr nicht bei Kleinigkeiten wie etwa einem kleinen Ast auf der Straße gerufen wird, den man auch selber beseitigen könnte. Man muss sich vor Augen führen, dass bei einem Alarm etwa 30 Piepser losgehen, und die Kameraden alles stehen und liegen lassen, um zu helfen. Das ist natürlich bei einer Bagatelle, bei der die Feuerwehr eigentlich nicht gebraucht würde, ärgerlich.

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Mit dem Amt des Kommandanten übernehmen Sie eine große Verantwortung für Ihre Kameraden und Mitbürger und das auch noch ehrenamtlich und in der Freizeit. Hand aufs Herz: Warum macht man so etwas?

Johannes Roth:Wie eingangs schon erwähnt bin ich seit über 20 Jahren bei der Feuerwehr und da mittlerweile sehr reingewachsen. Mir liegt das Helfen am Herzen. Es macht auch sehr viel Spaß, wir haben eine tolle Mannschaft und eine gute Kameradschaft. Und ja, das Private und Berufliche muss da manchmal auch zurückstehen.

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