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Ein höllisches Bühnenspektakel

„Deifi Sparifankerl“ begeistert Premierenbesucher im Theater Bad Aibling

Die Handlung dramatisiert sich beim Zusammentreffen (von links) des Grafen von Falkenklamm (Maximilian Juraschek) mit der Ungerin (Anna Zingerle), Bertl (Simon Rottmüller), Senta (Vero Reiser) und Nepomuk (Alex Kuk).
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Die Handlung dramatisiert sich beim Zusammentreffen (von links) des Grafen von Falkenklamm (Maximilian Juraschek) mit der Ungerin (Anna Zingerle), Bertl (Simon Rottmüller), Senta (Vero Reiser) und Nepomuk (Alex Kuk).
  • VonJohann Baumann
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Den bayerischen Schwank „Deifi Sparifankerl“ hat das Theater Bad Aibling auf seinen Herbst-Spielplan gesetzt. Die Premierenbesucher belohnten mit einem nicht enden wollenden Schlussbeifall.

Bad Aibling – Ausgangspunkt der Handlung des heiteren und mit flott-kecken Sprüchen angereicherten Dreiakters von Ralph Wallner ist die Tatsache, dass in der Jahresbilanz der Großmutter des Teufels noch eine verlorene Seele fehlt und sie deswegen den „diabolischen Break-even-Point“ noch nicht erreicht hat.

Zu diesem Zweck schickt sie ihren Enkel, den Teufel Luziferius Sparifankerl (Marinus Schmid), quasi in Zivil, aber mit einem Navigationsgerät der Marke „Highway to hell“ ausgerüstet, ins bayerische Dorf Kaltenklamm. „Zielperson“ dort ist der Geißhofer Bertl (Simon Rottmüller), der zu einem Verbrechen angestiftet werden soll, um seiner Seele habhaft zu werden. Der Bertl bewirtschaftet nach dem Tod der Eltern zusammen mit seiner stets um ihn besorgten Schwester Senta (Vero Reiser) mehr schlecht als recht den Ziegenbauernhof.

Der Teufel zeigt mehrere Schwachstellen

Er wird von seinem Spezl Nepomuk (Alex Kuk) zu einer nächtlichen Straftat überredet und der Deifi Sparifankerl sieht sich schon am Ziel bei seiner Seelen-Akquirierung. Außerdem freut er sich auf gutes bayerisches Essen, da es bei ihm daheim notgedrungen nur einen Höllenfraß gibt. Auch weiblichen Reizen gegenüber zeigt er sich empfänglich: Die Goldtalerin (Katharina Huber) und die Blechhoferin (Diana Bayer) wären -–obwohl beide verheiratet – einem Techtelmechtel mit ihm keineswegs abgeneigt.

Eine weitere Schwachstelle ist der Schnaps, da schon kleinste Mengen davon seine satanischen Fähigkeiten verschwinden lassen.

Eine wichtige Rolle spielt auch Ferdinand, der etwas undurchsichtige Graf von Falkenklamm (Maximilian Juraschek), der eine heimliche Liebschaft zu Senta pflegt.

Ebenfalls mit von der Partie ist die auffallend vergessliche Ungerin (Anna Zingerle).

Türen und Stühle bewegen sich wie von Geisterhand

In der entscheidenden Nacht überschlagen sich die Ereignisse – doch mehr davon soll im Hinblick auf die weiteren Aufführungen an dieser Stelle nicht verraten werden. Das spielfreudige Ensemble bot durchweg eine überzeugende Leistung, allen voran Marinus Schmid in der Hauptrolle als Deifi Sparifankerl. Es gelang ihm, der Figur trotz aller satanischen Absichten Menschlichkeit zu verleihen.

Hervorragende Arbeit ist auch der „Abteilung Bühnenbau und Technik“ zu bescheinigen: Neben der stimmigen, ärmlich-gemütlich gestalteten Bauernstaube als Kulisse ließ sie etwa Türen wie von Geisterhand öffnen und schließen oder Stühle verrücken. Dass der Teufel im Detail steckt, diesem Sprichwort haben sich mit Erfolg die Regisseurinnen Carla Rudholzner und Vero Reiser mit pfiffigen Ideen und mit viel Liebe zum Detail verschrieben. Unterstützt wurde das Regie-Tandem von Gregor Schumm und Lisa Rottmüller. Nahezu arbeitslos war Souffleur Philipp Leidlein, der auch als „des Teufels Großmutters Stimme“ im Hintergrund agierte.

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Die Premierenbesucher im ausverkauften „Luli“-Theater, darunter die stellvertretende. Landrätin Marianne Loferer, das Bürgermeister-Trio Stephan Schlier (Bad Aibling), Richard Richter (Bruckmühl) und Hans Schaberl (Feldkirchen-Westerham), Bad Aiblings Zweiter Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz, mehreren Stadtratsmitgliedern, Kurdirektor Thomas Jahn sowie Vertreter von Vereinen geizten nicht mit Szenenapplaus und spendeten abschließend einen nicht enden wollenden Schlussbeifall. Die weiteren „teuflischen“ Aufführungen finden am 14., 21., 22., 28, 29. und 31. Oktober, jeweils um 20 Uhr statt.

/JF

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