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Gemeinderat verabschiedet Rahmenplan

Das Ostermünchen der Zukunft hat ein Gesicht – Baustart voraussichtlich 2024

Auf einer Fläche von etwa 10000 Quadratmetern entsteht die neue Ostermünchener Mitte. Die Neubauten fügen sich harmonisch in die bestehende Bebauung zwischen Dahlien- und Niedergartenweg sowie Schulzentrum ein. Planungsverband München
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Auf einer Fläche von etwa 10000 Quadratmetern entsteht die neue Ostermünchener Mitte. Die Neubauten fügen sich harmonisch in die bestehende Bebauung zwischen Dahlien- und Niedergartenweg sowie Schulzentrum ein. Planungsverband München
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Das Ostermünchen der Zukunft hat seit Donnerstag, 8. Juli, ein konkretes Gesicht. In einem einstimmigen Beschluss verabschiedete der Gemeinderat den Rahmenplan für die Gestaltung der neuen Ortsmitte zwischen Fritz-Schäffer-Straße, Niedergartenweg, Schulzentrum und Dahlienweg. Schon ab 2024 soll hier gebaut werden.

Tuntenhausen – In vielen kreativen Runden beschäftigen sich Gemeinderäte, Ostermünchener Bürger und der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München schon seit Jahren mit der Gestaltung des Ortes. Nun wurden alle Wünsche in einem Rahmenplan für das circa 10.000 Quadratmeter große Baugebiet festgezurrt.

Zentraler Anlaufpunkt für die Ostermünchener ist künftig der Teilbereich A direkt am Niedergartenweg. In einem dreistöckigen Gebäude (A1) sollen Räume für Dorfladen, Gastronomie, Apotheke, Allgemein- und Zahnarzt sowie Tagespflege entstehen. „Wir sind mit den Interessenten im Gespräch, um ihren konkreten Flächenbedarf mit unseren Planungen abzustimmen“, informierte Bürgermeister Georg Weigl.

Die Anordnung der sieben neu geplanten Gebäude aus der Vogelperspektive: Die Planer wollen mit der Gestaltung einen typisch ländlichen Hofcharakter erzielen. PVM

Wohnraum für 118 Menschen entsteht

Das Gebäude A 2 ist zweistöckig und fürs Wohnen gedacht – Ideen sind Mehrgenerations-, altersgerechtes oder betreutes Wohnen. Hier könnten fünf Wohnungen entstehen.

Über eine Treppe geht es vom Bereich A über einen Höhenunterschied von drei Metern in den Bereich B. In der Struktur eines Quartierhofes sollen hier fünf zweistöckige Gebäude mit 42 Wohnungen mit Größen von etwa 70 Quadratmetern angeordnet werden. So könnten perspektivisch 118 Menschen hier ihr neues Zuhause finden. Ein öffentlicher Spielplatz und neue Fußwege sind als Verbindung zur bestehenden Bebauung vorgesehen.

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Das Areal soll zugleich eine grüne Oase werden. Beispielsweise ist am neuen Fuß- und Radweg entlang der Fritz-Schäffer-Straße eine Baumallee geplant. Öffentliche Grünflächen und private Gärten ergänzen sich. Ein grüner Hof inmitten der Bebauung ist als Treffpunkt für alle Ostermünchener vorgesehen.

Tiefgaragen geplant

Unter beiden Baugebieten sollen Tiefgaragen mit 89 Stellplätzen und direkter Verbindung zu den Gebäuden entstehen. Die Zufahrt zur neuen Ortsmitte erfolgt von der Staatsstraße direkt in den Teilbereich B mit Wendekreis und Begegnungsverkehr. Von hier gelangen die Anwohner in die beiden Tiefgaragen – im Teilbereich A sogar über eine ebenerdige Zufahrt. Zusätzlich entstehen 39 oberirdische Pkw-Stellplätze für Besucher und 165 Stellplätze für Fahrräder. Mit einem Mobilitätskonzept soll perspektivisch versucht werden, den Verkehr zu „begrünen“ und die Zahl der Pkw zu reduzieren.

Die bestehende Zufahrt von der Staatsstraße über den Niedergartenweg ins Ortszentrum bleibt erhalten. Sie soll künftig aufgrund der geringen Straßenbreite zur Einbahnstraße werden. Zudem ist bis etwa zur Höhe des alten Schulhauses ein verkehrsberuhigter Bereich vorgesehen.

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Die Höhenentwicklung der Gebäude im Bereich der neuen Ostermünchener Mitte wurde so geplant, dass sie sich harmonisch in die Bestandsstruktur vom Dahlienweg bis zur Hofstelle Maier einfügt. Alle Gebäude sind zweistöckig mit Dachgeschossausbau geplant. Nur das öffentliche Gebäude in Winkelbauweise (A1) direkt am Niedergartenweg ist dreistöckig mit Dachgeschossausbau vorgesehen.

Rahmenplan einstimmig verabschiedet

Der Gemeinderat verabschiedete den Rahmenplan einstimmig (20:0). Er ist die Grundlage für die Verkehrswertermittlung des Grundstücks, die Konzeptvergabe und den künftigen Bebauungsplan.

Architektin Kathrin Geßl vom Planungsverband München steckte die nächsten Schritte ab. In zwei bis drei Monaten werden die Planer nun die Konzeptvergabe vorbereiten. Dazu gehört unter anderem die Erarbeitung der inhaltlichen Vorgaben auf Grundlage des Rahmenplanes oder die Besetzung einer Jury für das Auswahlverfahren. Im Herbst könnte der Gemeinderat dazu einen Beschluss fassen.

Fünf Interessenten gibt es jetzt schon

Dann kann das Projekt ausgeschrieben werden. Wie Bürgermeister Georg Weigl informierte, hätten sich nach den ersten Veröffentlichungen zur Ostermünchener Mitte bereits fünf Interessenten gemeldet, die das Projekt gern realisieren würden. Wer den Zuschlag erhält, wird am Ende eine Jury anhand des Konzeptes entscheiden. Dabei geht es vor allem darum, wie der Bewerber die im Rahmenplan der Gemeinde definierten Wünsche umsetzt und welche zusätzlichen Ideen er einbringt. Der Bürgermeister schätzt, dass es noch bis Mitte 2024 dauern wird, ehe der erste Spatenstich erfolgen kann.

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