Das Fundament des Kinderdorfes Irschenberg: Verein fördert seit 50 Jahren soziale Arbeit

Der Förderverein Caritas Kinderdorf Irschenberg hat derzeit 21 stimmberechtigte Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Caritas sowie ehemalige Betreute und Mitarbeitende des Kinderdorfs. Sie treffen sich einmal im Jahr zur Mitgliederversammlung wie hier 2013 unter dem Vorsitz von Ilse Aigner (vorn links).  RE
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Der Förderverein Caritas Kinderdorf Irschenberg hat derzeit 21 stimmberechtigte Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Caritas sowie ehemalige Betreute und Mitarbeitende des Kinderdorfs. Sie treffen sich einmal im Jahr zur Mitgliederversammlung wie hier 2013 unter dem Vorsitz von Ilse Aigner (vorn links). RE

Eigentlich war geplant, den 50. Jahrestag des Fördervereins Caritas Kinderdorf Irschenberg gemeinsam mit der Vorsitzenden Ilse Aigner, Mitgliedern, langjährigen Spendern und Förderern groß zu feiern. Doch die Corona-Pandemie hat der Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Irschenberg – Statt des geplanten Jubiläums-Events wird es nun eine gedruckte Jubiläumsausgabe geben. Ein „Extrablatt“ zum Fünfzigsten des Fördervereins soll Anfang September den Wochenendausgaben der OVB-Heimatzeitungen beigelegt werden.

Neue Heimstatt und neue Heimerziehung

Begonnen hat alles 1970. Da hatte Caritasdirektor Prälat Franz Sales Müller die Vision, eine neue Heimstatt für Kinder und Jugendliche zu schaffen, die beispielhaft für eine „neue Heimerziehung“ sein sollte.

Gut bekannt mit der Familie des Ministerpräsidenten Alfons Goppel fand er in dessen Frau Gertrud eine wichtige Mitstreiterin für seine Idee, ein katholisches Kinderdorf in Oberbayern zu bauen. Die Beiden scharrten eine kleine Gruppe Engagierter um sich und gründeten am 10. April 1970 den Förderverein Caritas Kinderdorf Irschenberg mit dem Zweck, dem vom Caritasverband der Erzdiözese München und Freising unterhaltenen Kinderdorf ideell und finanziell unter die Arme zu greifen.

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Innenminister Bruno Merk übernahm den Vereinsvorsitz und Gertrud Goppel die Funktion der Schirmherrin. Merk folgten in den Jahrzehnten danach namhafte, bayerische Persönlichkeiten als Vorsitzende wie Dr. Fritz Pirkl (Bayrischer Sozialminister), Alois Glück (Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion und Präsident des Bayrischen Landtags) oder jetzt Ilse Aigner als amtierenden Präsidentin des Bayrischen Landtags.

Der Förderverein, der im Rahmen der Förderung der Jugendhilfe vom Finanzamt München als gemeinnützig anerkannt ist, sammelt Gelder ausschließlich für das Kinderdorf, bestimmt und überwacht deren Verwendung. Er unterstützt die Jugendhilfeeinrichtung unter anderem in den Bereichen Bildung, Sport, Musik, Freizeit, Kunst und Gesundheit. Die Summe an Leistungen beläuft sich seit 1985 auf rund 2,6 Millionen Euro.

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Der Förderverein, in dem jeder Mitglied werden kann, zählt heute 177 Mitglieder. Weitere wichtige Säulen sind die circa 2000 regelmäßigen Spender – Einzelpersonen, Vereine, Organisationen oder Unternehmen. Ihre finanziellen Zuwendungen zeigen die Wertschätzung der sozialen Arbeit, die im Caritas Kinderdorf Irschenberg geleistet wird.

Von Solidarität der Gesellschaft getragen

Wolfgang Hodbod, Leiter des Kinderdorfes Irschenberg, freut sich über die starke regionale Verbundenheit und zeigt sich dankbar: „Seit 50 Jahren unterstützt uns der Förderverein und sorgt für den nötigen Rückenwind. Es ist für unsere Mitarbeitenden eine große Ermutigung, dass wir von einer starken Solidarität in der Gesellschaft getragen werden. Vieles wäre ohne diese großartige Unterstützung nicht möglich.“

Der Förderverein springe ein, wo es für eine notwendige Förderung von Kindern und Jugendlichen keinen zuständigen Kostenträger gebe.

Mitgliederversammlung im Dezember geplant

Neben der wirtschaftlichen Hilfe spiele aber auch die ideelle Unterstützung eine ebenso wichtige Rolle, denn gute Ratschläge oder die Netzwerke der Fördermitglieder seien hilfreich, wenn beispielsweise Praktikums- und Ausbildungsplätze vermittelt werden.

Ende des Jahres soll die nächste Mitgliederversammlung unter dem Vorsitz der Bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner stattfinden. Dann wird entschieden, wie viele Mittel für welche Projekte im Jahr 2021 im Caritas Kinderdorf eingesetzt werden sollen.

So hat es Mitte der 70er-Jahre angefangen: Schwester Diemut von den Schwestern von der Heiligen Familie (Mitte) mit dem Vorstand des Fördervereins.

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