Dackelfräulein Winnie vom Brandl gewinnt Begleithundeprüfung der Sektion Wendelstein

Immer schön die Ruhe bewahren: Dackelhündin „Winnie vom Brandl“ bekam zur Freude von Frauchen Anni Lindlmaier volle Punktzahl, denn sie ließ sich in der Prüfung auch vom Fahrradklingeln nicht ablenken. Strim
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Immer schön die Ruhe bewahren: Dackelhündin „Winnie vom Brandl“ bekam zur Freude von Frauchen Anni Lindlmaier volle Punktzahl, denn sie ließ sich in der Prüfung auch vom Fahrradklingeln nicht ablenken. Strim
  • vonPeter Strim
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Ein Dackel soll nicht nur schön, sondern vor allem gut erzogen sein. Jetzt fand die Begleithundeprüfung der Sektion Wendelstein im Bayerischen Dachshundklub in Bad Feilnbach statt. Die 18 Monate alte Rauhaarhündin Winnie vom Brandl wurde Tagesbeste.

Bad Feilnbach – Mit ihrem Dackelfräulein „Winnie vom Brandl“ kann sich Züchterin und Besitzerin Anni Lindlmeier aus Bad Feilnbach überall sehen lassen. Die 18 Monate alte schwarz-rote Rauhaarhündin ging als Tagesbeste mit voller Punktzahl aus der diesjährigen Begleithundeprüfung hervor. Eingeladen hatte die Sektion Wendelstein im Bayerischen Dachshundklub in Bad Feilnbach.

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Angesichts der Regenschauer mit kühlen frühherbstlichen Temperaturen hätte man eigentlich „nicht mal einen Hund vor die Tür gesetzt“, sondern den treuen Begleiter in seinem Körbchen am warmen Kamin das Wochenende genießen lassen. Schlechtes Wetter allerdings ist für Anni Lindlmeier als Vorsitzende der Sektion Wendelstein kein Hindernis: „Da müssen wir durch, und die Hunde müssen schließlich bei jedem Wetter raus.“

In Prüfung gelten strenge Regeln

Diese Ansicht vertraten neben der ersten Vorsitzenden weitere sieben Teilnehmer aus der eigenen Sektion sowie der Sektion Chiemgau. Martina Roddero war mit ihrem vierjährigen Kurzhaar-Rüden „Cato vom Brandl-Weiher“ sogar aus Wörgl in Tirol nach Bad Feilnbach gereist.

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Wie Gudrun Pick, die die Prüfung leitete, zu Beginn des Wettbewerbs betonte, erwarte die Gesellschaft leichtführige und gehorsame Begleiter auf vier Pfoten, die sich ebenso sicher im Straßenverkehr wie in gebührender Gelassenheit gegenüber ihren Artgenossen und Menschen verhalten. Aggressive, auffällige oder schlecht erzogene Hunde dagegen seien nicht erwünscht.

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Die bestandene Begleithundeprüfung bestätig eine erfolgreiche zielorientierte Ausbildung, für die es am Schluss für alle Teilnehmer Pässe als Nachweis gab. Während der Übungen und diversen Aufgaben leisteten Mitglieder des Veranstalters als Statisten zu diversen Aufgaben im Vereinsheim der Dackelfreunde wertvolle Unterstützung.

Ein Dackel muss sozialverträglich sein

Wie Prüfungsleiterin Pick und Wertungsrichter Florian Krammer ausführten, zeichne sich ein sozialverträglicher Hund – ob Dackel oder ein anderer Gebrauchshund – durch seine „Führigkeit“ und „Folgsamkeit“, sein korrektes Verhalten beim „Ablegen“ vor Geschäften oder Gaststätten oder seine Reaktion auf „Geräusche und Menschen“ aus. Nicht beeinflussen lassen sollten sich die Tiere von Geräuschen wie etwa Metall, Klatschen, Fahrradklingel oder von Joggern, fremden Hunden oder anderen Tieren.

Gefragt sind Disziplin und Gehorsam

Zudem mussten die Vierbeiner Aufgaben wie Führersuche oder das brave Warten ohne Winseln absolvieren. Für unerwünschte Nebengeräusche oder das Reagieren auf den Verleithund – die 14-jährige Rauhaarlady „Gundi“ mit Halterin Maria Grimm (24) – gab es Punktabzug.

Austragungsorte zum Erfüllen vorgegebener Aufgaben waren in etwas ruhiger Umgebung das Vereinsgelände zwischen Wiechs und Bad Feilnbach. Im angrenzenden Waldstück mussten die tierischen Experten im Abstand von 300 Metern ihre Führungsperson auffinden, ohne sich durch natürliche Gerüche von Feldhase oder Reh auch in der regendurchnässten Natur ablenken zu lassen.

Witterungsbedingt ausfallen musste der dritte Übungsteil „Wasserfreude“, bei dem der Hund normalerweise einen Gegenstand aus dem Weiher holen muss. So viel Mitgefühl hatten die prüfen denn doch mit den tierischen Sportlern an einem regenassen, schaurigem Samstag.

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