Aus dem Stadtrat Bad Aibling

CSU-Rat moniert: Busfahrer muss sich in Berbling den Weg frei klingeln

Oftmals parken so viele Fahrzeuge an dieser Stelle, sodass der Bus nicht durchkommt.
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Oftmals parken so viele Fahrzeuge an dieser Stelle, sodass der Bus nicht durchkommt.
  • Eva Lagler
    vonEva Lagler
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Parkende Autos machen Durchkommen in Berbling oft nicht möglich. Ausschussmitglied hat Sorge um Erhalt der Haltestelle. Die Stadt Bad Aibling prüft die Situation jetzt.

Bad Aibling – Unhaltbare Zustände auf der Busstrecke in Berbling schilderte CSU-Rat Johann Schweiger in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses: „Im Bereich der Kurve wird auf städtischem Grund zum Teil so rücksichtslos geparkt, dass die Fahrer der RVO-Busse erst einmal aussteigen und an den Häusern klingeln müssen, um die Fahrzeughalter zum Wegfahren aufzufordern, weil sie sonst nicht durchkommen.“ Gestern hat Schweiger Schilder an seinen Zaun gehängt: „Bitte nicht parken! Kurvenbereich RVO-Bus.“

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Die Berblinger sorgen sich Schweiger zufolge um ihre Anbindung auf der Strecke zwischen Bad Aibling und Bad Feilnbach. „Es muss jetzt schnell etwas passieren. Es gehört ein Halteverbot her. Denn der Bahnbus für Berbling musserhalten bleiben“, lautete Schweigers Appell. Seine Befürchtung: Die Haltestelle könnte sonst aus dem Dorf heraus und hinunter an die Staatsstraße verlegt werden: „Dort ist Tempo 100, das wäre Wahnsinn, wenn dort die Schulkinder auf den Bus warten müssten.“ Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) sicherte zu, dass man der Angelegenheit nachgehen werde.

Diese Schilder hat CSU-Stadtrat Johann Schweiger an den Gartenzaun gehängt. baumann

In jedem Fall sollen die Mitarbeiter des Kommunalen Zweckverbandes Oberland vor Ort das Parkverhalten kontrollieren. Des Weiteren werde man die Beschilderung überprüfen und, wenn nötig, handeln. Die Durchfahrten für Busse seien in Berbling von jeher das Problem gewesen, sagte Rathauschef Schlier auf Anfrage. Von der von Schweiger geschilderten akuten Situation habe man bislang aber noch nichts gewusst.

Parken in Kurven und an unübersichtlichen Stellen verboten

Es gelte nun, das Problem so schnell wie möglich zu lösen. Martin Haas vom städtischen Ordnungsamt wird sich in Berbling ein Bild von der Situation machen. Er betont, dass das Halten und Parken in Kurven sowie an engen Stellen oder unübersichtlichen Stellen gesetzlich generell verboten sei. Ebenso an Bushaltestellen, an denen kein Schild auf die Ankunfts- und Abfahrtzeiten hinweise. Dass eine Verlegung der Berblinger Haltestelle an die Staatsstraße so einfach möglich sei, glaubt er nicht.

Das sieht auch Michael Hickmann, Teamleiter beim Linienbetreiber Rosenheimer Verkehrsgesellschaft (RVO), so. Auch ihm ist die Problematik in Berbling bekannt: „Oft ist es dort zugeparkt. Unsere Busfahrer mussten schon einmal mit einem 15 Meter langen Bus rückwärts heraus fahren.“ Was schlägt der RVO-Mann vor? „Eventuell ein Halteverbot. Das würde die Problematik lösen“, ist Hickmann überzeugt.

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