Schutz vor Feiern

Bad Aibling: Gilde sagt den Fasching wegen Corona ab

Bilder wie dieses vom Auftritt des Prinzenpaares 2020/2021, Josef I. und Katharina I., mit Garde wird es in Bad Aibling in der kommenden Saison nicht geben.
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Bilder wie dieses vom Auftritt des Prinzenpaares 2020/2021, Josef I. und Katharina I., mit Garde wird es in Bad Aibling in der kommenden Saison nicht geben.
  • Eva Lagler
    vonEva Lagler
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Was viele schon vermutet hatten, ist jetzt amtlich: Der Bad Aiblinger Fasching fällt in der Saison 2020/2021 komplett aus.

Bad Aibling – „Für uns hat der Schutz des Vereins und seiner Gäste Vorrang“, sagt Präsident Thomas Hofinger zu dem Beschluss, den Präsidium und Ausschuss der Faschingsgilde gefasst haben – und zwar „schweren Herzens“, wie er betont.

Geplant hatte man ohnehin vorsichtig: Die Garde hatte zwar bereits seit Monaten (die meiste Zeit im Freien) trainiert, doch auch das wäre nun bei geschlossenen Turnhallen nicht mehr möglich.

Die Aussicht, Auftritte überhaupt durchführen zu können, geschweige denn die beliebten Bälle abzuhalten, hatte der Präsident schon Ende August recht gering eingeschätzt. Vor diesem Hintergrund habe man auch kein Prinzenpaar gesucht. „Die beiden hätten dann möglicherweise auch schon Geld ausgegeben für vielleicht ein, zwei oder eben letzten Endes gar keinen Auftritt – das hat kein Prinzenpaar verdient, das sich im Fasching engagiert.“

Abgespeckte Saison keine Alternative

Auch eine Saison in abgespeckter Form bringe kaum etwas – sie sei aufgrund der schnellen Änderungen bei den Vorgaben, etwa auch zu den Hygienekonzepten, schwer planbar, koste Geld und mache wenig Sinn.

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Die Pläne, Ideen und Choreografien sowie das geheime Motto nehme man nun mit ins kommende Jahr, wobei man sehen müsse, ob der Fasching 2021/2022 überhaupt stattfinden könne. Die Pläne für die neue Saison starte man normalerweise nach Ende der vorangegangenen, doch werde man 2021 ab Mai/Juni erst einmal weiterschauen und eventuelle Schritte vorsichtig angehen.

Positive Reaktionen auf Faschingsabsage

Die Reaktionen auf die Absage beschreibt Hofinger als durchweg positiv: „Die Leute hatten sich das sowieso schon gedacht.“

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Dankbar ist man den Musikern, mit denen man schon die Auftritte bei den Veranstaltungen der Gilde vereinbart hatte. „Für sie ist es auch hart, aber sie haben keine finanziellen Forderungen gestellt.“ In enger Abstimmung ist man indes weiter mit der befreundeten Faschingsgilde in Vagen, die turnusgemäß 2021 mit dem Faschingszug an der Reihe gewesen wäre. „Wir haben besprochen, dass der Zug dann 2022 dort und nicht in Bad Aibling stattfindet. Da muss man einfach zusammenhalten.“

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