Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Kinder infizieren sich nur selten

Coronalage an Schulen in Feldkirchen-Westerham und Bad Feilnbach „im Rahmen“

Luftfilter wie diesen gibt es nicht an jeder Schule. Die Grundschule Großhöhenrein hat sie vor vier Wochen bekommen. In Vagen gibt es sie seit September, für Feldkirchen werden sie bald geliefert. Die Grundschulen in Bad Feilnbach und Au bekommen keine Luftreiniger, das hat der Gemeinderat entschieden.
+
Luftfilter wie diesen gibt es nicht an jeder Schule. Die Grundschule Großhöhenrein hat sie vor vier Wochen bekommen. In Vagen gibt es sie seit September, für Feldkirchen werden sie bald geliefert. Die Grundschulen in Bad Feilnbach und Au bekommen keine Luftreiniger, das hat der Gemeinderat entschieden.

Im zweiten Winter nach Ausbruch der Corona-Pandemie bleibt das Virus eine Herausforderung für alle. Während Kontaktbeschränkungen das Infektionsrisiko verringern sollen, wird der Präsenzunterricht im Interesse der Kinder aufrechterhalten. Wie ist die Lage an den Schulen?

Bad Feilnbach/Feldkirchen-Westerham – „Obwohl die Zahlen im Landkreis sehr hoch sind, hält es sich an unseren Schulen im Rahmen“, sagt Rektorin Diana Lörner-Steinfeld. Sie leitet die Grundschulen in Feldkirchen und Vagen. Es gebe nur vereinzelte Corona-Infektionen. Das liege an den Hygienemaßnahmen. „Die Regeln machen das Schulleben sicherer.“

Schnelle Reaktion vom Gesundheitsamt

Es gebe eine enge Teststrategie. Montagmorgens macht jeder Schüler einen Schnelltest. Zusätzlich werden bei der Hälfte der Klassen montags und mittwochs PCR-Pooltests durchgeführt, bei der anderen Hälfte dienstags und donnerstags. Wenn ein positiver Fall bekannt wird, melde sich ein Mitarbeiter des Gesundheitsamts und erklärt, was zu tun ist.

Als zusätzliche Unterstützung gibt es seit November Luftreiniger an der Grundschule in Vagen. In Feldkirchen-Westerham werden sie bald geliefert. „Ich hoffe, dass sie im Januar einsatzbereit sind“, sagt die Rektorin. Sie freue sich über den zusätzlichen Baustein im Infektionsschutz. Eltern und Lehrer seien glücklich über die Anschaffung. Dennoch würden die Geräte das ständige Lüften nicht ersetzen.

Wenn Pädagogen krankheitsbedingt ausfallen, wendet sich die Rektorin ans Schulamt, um „mobile Reserven“ zu bekommen. Nicht immer gebe es einen Vertretungslehrer. Manchmal könne nur ein Teil der Stunden abgedeckt werden, den Rest müsse sie intern vergeben. Lörner-Steinfeld übernimmt selbst Stunden, das sei jedoch nicht außergewöhnlich.

Mittlerweile nur noch vereinzelt positive Tests

Die letzte Möglichkeit sei es, Stunden abzusagen. „Das versuche ich aber absolut zu vermeiden“, so die Schulleiterin. In jedem Winter sei eine Woche schlechter und die nächste wieder entspannter. Die Erkältungswelle sei dieses Jahr nur etwas eher gekommen als sonst. Normalerweise treffe sie die Schule erst im Januar oder Februar.

An der Grundschule in Großhöhenrain war die Lage nach den Herbstferien angespannt, berichtet Rektorin Edith Aumer. Zwei Klassen habe sie in Quarantäne schicken müssen. Mittlerweile gebe es nur noch vereinzelt positive Fälle. Vor vier Wochen hat die Schule Luftreiniger bekommen. Zusätzlich wird regelmäßig gelüftet und engmaschig getestet. „Wir kommen den Umständen entsprechend momentan durch die Pandemie.“

Sie unterrichtet die erste Klasse und sei selbst erst kürzlich erkrankt. „Die ersten Klassen werden noch ganz gut mit mobilen Reserven vom Schulamt versorgt“, sagt die Rektorin. So wie es früher war, dass der Vertretungslehrer die ganze Woche da ist, sei es aber nicht mehr. Manchmal bekomme sie gar keinen Ersatz. „Das ist dann natürlich sehr schwierig.“ Denn es gibt nur vier Klassenlehrer an der Schule. Teilweise müssten die Klassen dann „doppelt geführt“ werden – eine arbeite still, die andere werde angeleitet.

Keine Luftfilter für Bad Feilnbach und Au

Aufgrund der schwierigen Lage hat Aumer eine Schulassistenz beantragt. Vier Stunden in der Woche wurden ihr genehmigt. „Darüber freuen wir uns sehr, es wird uns entlasten“, sagt sie. Die Assistenz hilft bei der Beaufsichtigung der Kinder, unterstützt bei der Einhaltung von Hygieneregeln, bereitet Unterrichtsmaterial vor oder übernimmt Telefondienste im Sekretariat.

Über die Lage an der Leo-von-Welden-Schule in Bad Feilnbach und der Grundschule Au wollten sich die Rektorinnen Birgit Schmittlein und Margit Batt nicht äußern. Beide Schulen bekommen keine Luftfilter. Das hat der Bad Feilnbacher Gemeinderat so entschieden, da es Zweifel an der Wirksamkeit der Geräte gibt. Die Schulleiterinnen hatten die Gemeinde schriftlich um die Anschaffung von Luftfiltern gebeten.

Kommentare