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Einrichtungsleitung beschreibt die Lage

Zehn Corona-Fälle im Vitalis-Seniorenheim in Feldkirchen-Westerham

Im Haus Antonius, Vitalis-Seniorenheim, in Feldkirchen-Westerham gab es jüngst zehn Coronafälle. Sie werden vor Rot und im Krankehaus behandelt. Zudem gab es bereits zwei Booster-Impfungstermine. Vitalis-Seniorenheim
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Im Haus Antonius, Vitalis-Seniorenheim, in Feldkirchen-Westerham gab es jüngst zehn Corona-Fälle. Sie werden vor Rot und im Krankenhaus behandelt. Zudem gab es bereits zwei Booster-Impfungstermine.
  • Silvia Mischi
    VonSilvia Mischi
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Sie leisten seit Beginn der Coronakrise Beispielhaftes: die Pflegekräfte in Kliniken und Seniorenheimen. Trotzdem gibt es wieder Ausbrüche.

Feldkirchen-Westerham – Ende September war es wieder in elf Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Rosenheim zu Corona-Ausbrüchen gekommen. Das hatte das Staatliche Gesundheitsamt auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen berichtet. Aktuell ist unter anderem auch das Vitalis-Seniorenheim in Feldkirchen-Westerham betroffen. „Aktuell sind acht Bewohner positiv getestet. Zwei Bewohner nach Nachtestung genesen“, erklären Einrichtungsleitung Nesrin Kaya und Ina Krug, Sprecherin des Landratsamts Rosenheim unisono. „Vier Bewohner sind im Krankenhaus“, so Krug weiter.

Vier Bewohner im Krankenhaus

Im Detail entwickelt sich die Infektionskette wie folgt: „Vier Bewohner unserer Einrichtung wurden zuletzt positiv auf Covid-19 getestet. In der umgehend erfolgten Reihentestung wurden weitere fünf Bewohner positiv getestet. Ein Bewohner wurde im Laufe eines Krankenhausaufenthaltes dort dann ebenfalls positiv getestet. Sieben Bewohner waren zuletzt doppelt geimpft, drei Bewohner sind ungeimpft“, schlüsselt Kaya auf. Das Team im Vitalis Feldkirchen leiste seit Beginn der Corona-Pandemie und insbesondere zum jetzigen Zeitpunkt „großartige Arbeit“. Dies gewährleiste eine sichere und wertschätzende Pflege für die Bewohner.

Permanent im engen Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt

Alle Bewohner wurden in Reihentestungen geprüft. „Wir stehen permanent im engen Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt und der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Qualitätsentwicklung und Aufsicht“, betont Kaya. Dies ändere aber nichts daran, dass die Infektionswege der jüngsten Ausbrüche derzeit nicht abschließend nachverfolgt werden könnten. „Im Hinblick auf die aktuelle Dynamik der steigenden Neuinfektionen im gesamten Bundesland würden wir uns hierbei nur im Bereich von Spekulationen bewegen“, so Kaya.

Ein Besuchsverbot für das gesamte Haus wurde vom Gesundheitsamt nicht angeraten. „Es wurden die Schaffung einer Isolierstation und weitere infektionsprophylaktische Maßnahmen besprochen“, so Krug. Die Leitung des Vitalis Pflege- und Altenheims hat vorsorglich aber zunächst die Besuchsregelung neu aufgestellt. Unter Einhaltung infektionshygienischer Vorgaben können Bewohner weiterhin Besuch empfangen. Dies mache einen 100-prozentigen Infektionsschutz jedoch nicht möglich.

Arbeitsintensiver Corona-Alltag

Nesrin Kaya, Einrichtungsleitung des Vitalis-Seniorenheims

„Betroffen macht es uns, dass in ganz Deutschland verstärkt zu Impfdurchbrüchen kommt. Dies erhöht den Druck für die betroffenen Pflegeeinrichtungen“, betont Kaya. Und weiter: „Unsere Bewohner und Mitarbeiter nahmen die mehrfach angebotenen Impfangebote an. Auch für die Booster-Impfung gab es schon zwei Termine innerhalb unserer Einrichtung“, sagt die Leiterin.

Das Personal einschließlich dem Leitungsteam arbeite von Anfang an auf höchstem Niveau an der Umsetzung der sich regelmäßig verändernden Schutz- sowie Hygienemaßnahmen. „Hierbei gehen wir in unseren Maßnahmen weit über die Forderungen der Gesundheitsämter und weiterer Behörden hinaus. Unser Pandemiestab steht nahezu täglich in Kontakt mit dem Gesundheitsamt und der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Auch die von uns informierten Angehörigen und die Gemeinde werden wir weiterhin transparent auf dem aktuellen Stand halten“, beschreibt Kaya den a rbeitsintensiven Corona-Alltag. „Besonders stolz sind wir auf die Motivation und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter. Ihnen gilt unser ganzer Dank. Für das uns entgegengebrachte Vertrauen in der doch schon sehr lang anhaltenden Pandemie möchten wir uns ebenso bei allen Bewohnern, Angehörigen und Betreuer bedanken“, betont die Leiterin. Denn nur zusammen könne man durch die Pandemie kommen.

Stolz auf die Motivation der Mitarbeiter

Von einer Impfpflicht für Mitarbeiter in Pflegeberufen hält der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) indes wenig: „Wir empfehlen den beruflich Pflegenden die Impfung, da sie besonders gefährdet sind und sich mit der Impfung am besten schützen können“, antwortet der DBfK auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Die Impfung müsse aber freiwillig bleiben.

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