Aus dem Gemeinderat

Tuntenhausen: Wegen Corona - Schule soll Luftreinigungsgeräte bekommen

Die Fritz-Schäffer-Schule in Ostermünchen soll spätestens im Januar über neue Luftreinigungsgeräte verfügen.
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Die Fritz-Schäffer-Schule in Ostermünchen soll spätestens im Januar über neue Luftreinigungsgeräte verfügen.
  • vonWerner Stache
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Um Corona- und andere Viren im Unterricht zu reduzieren: Gemeinderat sorgt für saubere Luft und befürwortet Luftreinigungsgeräte für die Fritz-Schäffer-Schule. Wann die Geräte installiert werden sollen, lesen Sie hier.

Tuntenhausen – Corona und die Folgen beschäftigte auch den Gemeinderat von Tuntenhausen in seiner jüngsten Sitzung. Dabei erörterte das Gremium die Beschaffung von Luftreinigungsgeräten für die Schule in Ostermünchen. Bürgermeister Georg Weigl (CSU/FWG) erläuterte den Hintergrund: „Um die Virenlast und damit die Ansteckungsgefahr in Schulinnenräumen zu reduzieren, besteht neben dem infektionsgerechten Lüften der Räume auch die Möglichkeit, Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion in die Klassenzimmer zu stellen.“

Freistaat fördert Maßnahme

Der Freistaat Bayern fördert die Beschaffung solcher Geräte. Dabei sei aber eine entscheidende Voraussetzung, ob die Zimmer ausreichend belüftet werden können. Fördergrundsatz: Wenn ein Raum nur über Oberlichter belüftet werden kann oder nur über sehr kleine Fensterflächen verfügt, ist keine ausreichende Belüftung gegeben.

Um dies zu klären fand kürzlich ein Ortstermin an die Fritz-Schäffer-Schule statt mit dem Ergebnis: 14 Geräte – sprich in 14 Zimmern – sind förderfähig, Und was ist mit der Schule n Schönau? Dort soll es keine geben, da die Leitung es nicht für erforderlich hielt, sagt Erik Thomas, geschäftsleitender Beamter, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

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Bei den Kosten stutzten die Gemeinderäte: Pro Luftreinigungsgerät muss mit Kosten von rund 4400 Euro gerechnet werden. Allerdings bezuschusst der Freistaat Bayern diese Beschaffung mit bis zu 3.500 Euro pro Gerät. Aber: Sollten auf Grund eingegangener Förderanträge die bereitgestellten Mittel von insgesamt 50 Millionen Euro nicht ausreichen, wird der Fördersatz entsprechend gekürzt.

Weigl: „Das bedeutet, dass zum jetzigen Zeitpunkt die tatsächliche Förderhöhe für uns Kommunen nicht klar ist.“ Bürgermeister und Schulleitung hatten sich im August ein solches Gerät in Ostermünchen einmal vorstellen lassen. „Die sind ganz schön laut“, bemängelte Bürgermeister Weigl und war sich dabei nicht sicher, ob das bei Schülern und Lehrer Anklang findet.

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In einer lebhaften Diskussion plädierte Andreas Gigglinger (CSU/FWG) für den Erwerb der 14 förderfähigen Geräte. Josef Friesinger (PF Schönau) wollte die Lieferdauer wissen, die seitens des Bürgermeisters mit vier bis sechs Wochen beziffert wurde.

Stehen die „Dinger“ nicht nur run?

Johann Stürzer (CSU/FWG) sah das ganze kritisch und verwies auf das Umweltbundesamt, dass nach wie vor eine natürliche Lüftung priorisiert. Auch die Lautstärke der Luftreinigungsgeräte hielt Stürzer für sehr hoch. Für Herbert Prechtl (Liste 83104) liegt die Gefahr darin, „dass die Dinger in ein paar Monaten einfach nur noch rumstehen“.

Auch bei Christian Birmoser (ULT) war skeptisch: „Energieaufwändig und wenig erprobt“, meinte er. Bürgermeister Weigl schloss sich dem an. Für ihn sprechen auch viele Aspekte dagegen, aber er meinte auch: „Wir haben eine Fürsorgepflicht gegenüber den Schülern.“

Auch Theresia Englhart (FL) meinte, soviel Geräte zu ordern wie wir brauchen. Und Dr. Anna Fernández-Diarte (UW Ostermünchen) meinte jeden „Strohhalm“ zu nutzen, um die Schulen offenzuhalten und sprach sich für den Erwerb aus, zumal die Geräte auch gefördert werden. Mit 17:4 Stimmen entschloss man sich dann für den Erwerb vom 14 förderfähigen Luftreinigungsgeräten.

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