Corona sorgt für leere Kassen – 2020 für Volkshochschule Feldkirchen-Westerham düster

Sprach-, Gesundheits- und Sportkurse werden bei der VHS Feldkirchen-Westerham angeboten. Heuer mussten viele Veranstaltungen wegen des Lockdowns abgesagt werden.
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Sprach-, Gesundheits- und Sportkurse werden bei der VHS Feldkirchen-Westerham angeboten. Heuer mussten viele Veranstaltungen wegen des Lockdowns abgesagt werden.

Aus dem Bildungsangebot der Gemeinde Feldkirchen-Westerham ist die Volkshochschule (VHS) nicht mehr wegzudenken, und das seit 45 Jahren. Für 2019 konnte die Leiterin Sonja Harig auf eine „sehr gute“ Bilanz zurückblicken, die sie im Kultur-, Sport- und Vereinsausschuss präsentierte.

von Manfred Merk

Feldkirchen-Westerham – Für 2020 allerdings sieht es bisher düster aus: Die Befürchtung, dass die Conora-Pandemie auch in dieser Einrichtung Spuren hinterlassen würde, hat sich bestätigt.

„Ab dem 16. März mussten alle Aktivitäten der Volkshochschule eingestellt werden“, blickt Harig zurück. „Und mit dem Wiederbeginn ein Vierteljahr später waren die räumlichen Voraussetzungen für die Kurse unter Corona-Bestimmungen nicht mehr so gegeben wie vorher“, erklärt die Leiterin, da die großen Räume im Kultur- und Sportzentrum von der Grundschule benötigt worden seien. „Wie die Situation im kommenden Semester anläuft, kann ich vorausblickend noch nicht sagen“, ergänzt Harig.

Höhe der Einbußen steht noch nicht fest

Vor allem könne die Frage, ob die Grundschüler nach den Ferien wieder in ihre Klassenzimmer zurückkehre, derzeit noch nicht beantwortet werden.

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„Auch die Angst vieler vor einer Infektion mit dem Virus ist trotz strenger Einhaltung aller Hygienemaßnahmen noch nicht abgebaut“, sagte die Leiterin. Wie sich die Conora-Pandemie finanziell auswirkt, steht aktuell noch nicht fest.

Einrichtung sorgte noch 2019 für gute Zahlen

Die VHS legte den Mitgliedern des Kultur-, Sport- und Vereinsausschusses für 2019 eine „sehr gute Bilanz“ vor. 430 Kurse und Veranstaltungen wurden angeboten – 2018 waren es 411.

Mehr als 70 Prozent der Kurse und 44 Einzelveranstaltungen (im Vorjahr 38) wurden mit 3312 Teilnehmern durchgeführt. Zu den Einzelveranstaltungen kamen 2100 Besucher (2018: 1800).

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Künftig müsse mit einem coronabedingten Mehraufwand gerechnet werden. Die Gruppengröße ist zu verkleinern und der Aufwand an hygienischer Vorsorge ist erhöht. Erfreulich sei, dass die anrechenbaren Teilnehmer-Doppelstunden, die für die Gewährung des Staatszuschusses zur Erwachsenenbildung ausschlaggebend sind, gegenüber 2018 gesteigert wurden.

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