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Interview

Die Planungen der Faschingsgilde Bad Aibling laufen trotz Corona

Gaudi en masse: Ob der Bad Aiblinger Fasching heuer stattfindet, steht noch nicht fest.
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Gaudi en masse: Ob der Bad Aiblinger Fasching heuer stattfindet, steht noch nicht fest.

Bad Aibling – Die Corona-Inzidenzen steigen und bald ist mit dem 11.11. eigentlich aller Orten Faschingsbeginn. Der Mangfall-Bote hat daher Thomas Hofinger und Stefan Seidl, den beiden Präsidenten der Faschingsgilde Bad Aibling, Fragen zu den Planungen für die kommende „närrische Zeit“ gestellt.

Herr Hofinger, Herr Seidl, gleich zu Anfang: Wird es 2021/2022 einen Fasching in Bad Aibling geben?

Stefan Seidl: Wir gehen das ganze schon positiv an, aber nach jetzigem Stand müssten wir eigentlich mit einem klaren „Nein“ antworten. So wie wir alle den Fasching kennen, wird er auch in diesem Jahr nicht durchführbar sein. Unsere Planungen laufen aber trotzdem, auch wenn sich das widersprüchlich anhört.

Präsident Thomas Hofinger (links) und der zweiten Präsident Stefan Seidl.

Wie sehen diese Planungen denn aus?

Thomas Hofinger: Wir denken an Veranstaltungen im Freien, wie etwa ein Faschingstreiben, auch wenn sich das sehr schwierig in der Organisation gestalten dürfte. Die Termine für unsere Saal-Veranstaltungen wie Krönungsball oder Bal paré´ mussten wir ja schon frühzeitig reservieren, die haben wir auch noch nicht storniert. Wir sind uns aber bewusst, dass derzeit keine Aussicht besteht, diese Bälle stattfinden zu lassen. Das hängt von den politischen Entscheidungen ab.

In den „Karnevalshochburgen“ Düsseldorf und Köln sollen nur geimpfte und genesene „Jecken“ Zugang zu den Veranstaltungen finden. Plant die Aiblinger Gilde Ähnliches, wenn denn Veranstaltungen stattfinden können?

Hofinger: Es bliebe uns dann gar keine andere Möglichkeit. Es stellt sich allerdings die Frage, wie wir so etwas „stemmen“ können. Das Gelände müsste abgesperrt, werden, die Ein- und Ausgänge müssten überwacht werden. Wer soll das kontrollieren?

Seidl: So etwas entspricht absolut nicht meinen Vorstellungen von Veranstaltungen im Fasching, wo es frei und ungezwungen zugehen soll. Mir stellt sich zudem die Frage, werden die Veranstaltungen unter solchen Bedingungen überhaupt angenommen?

Die Garde trainiert ja derzeit. Wie sieht dieses Training aus und wie ist die Stimmung bei den Gardemädels?

Seidl: Training ist fast zu viel gesagt. Einmal pro Woche trifft sich die Garde im Freien und Tanzschritte und Figuren. Für ein „richtiges“ Training zu einem ordentlichen Programm müssten wir aber viel öfter die Möglichkeit in Hallen anbieten können. Die Stimmung ist trotzdem gut, die Mädels hoffen, dass sie tanzen können, aber gehen im Moment nicht davon aus.

Die wichtigste Personalie im Fasching ist das Prinzenpaar. Steht ein solches schon fest?

Hofinger: Nein, aber abhängig von der Situation und den Auftrittsmöglichkeiten sehe ich aber kein Problem, ein solches kurzfristig zu rekrutieren. Ein Prinzenpaar ohne Auftrittsmöglichkeiten macht keinen Sinn.

Bei dem hoffentlich nicht eintretenden „schlimmsten Fall“ komplette Absage, wie sehr würde das die Faschingsgilde Bad Aibling treffen?

Hofinger: Finanziell hätten wir sicher kein Problem, unsere Rücklagen sind hoch genug, um die auch ohne Fasching laufenden Kosten aufzufangen.

Seidl: Ich sehe eher ein personelles und ideelles Problem. Sehr viele unsrer Aktiven sehen die Gilde als „zweiten Verein“, neben beispielsweise Sportvereinen. Fällt jetzt der Fasching, der ja zumeist „innen“ stattfindet, erneut aus, fürchte ich, dass sich sehr viele dann auch in der Zeit ihren in ihren anderen Vereinen einbringen und nicht zur Gilde zurückkehren. Wer ist auch nach zwei oder eventuell drei ausgefallenen Zeiten noch bereit, sich der Aufgabe zu stellen, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln?

Wann können denn die Aiblinger „Narren“ mit einer Entscheidung „Fasching ja oder nein“ rechnen?

Hofinger und Seidl: Wir wollen da nicht zu früh entscheiden, auch wenn andere Gilden wie zum Beispiel Flintsbach bereits jetzt den Fasching abgesagt haben. Wir wollen in unsere Entscheidung auf jeden Fall Bürgermeister Stephan Schlier einbinden und ein „Ja oder nein“ mit ihm besprechen. Das passiert aber auf jeden Fall vor dem 11.11..

Interview: Uwe Hecht

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